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Philipp Blank

Kampf gegen den Müll per Mail

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Ein Papierhaufen rutscht von einem Laptop in einen Mülleimer

Täglich werden über das Internet mehr als 50 Milliarden Spam-Nachrichten verschickt. Bestenfalls ist das unerwünschte Werbung. Schlimmer sind gefährliche Nachrichten, die Schadsoftware oder Links enthalten, um Rechner zu kapern oder Daten auszuspähen („Phishing“). Die Telekom bekämpft den Müll, der per Mail kommt. Und muss dafür IP-Adressen sieben Tage lang speichern.

Rund 90 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs sind Spam, schätzen Experten. Was bei den Nutzern im Postfach ankommt, ist also nur ein Bruchteil vom Müll im Netz. Bekämpfen Anbieter wie die Telekom die unerwünschten Nachrichten nicht, würden die Postfächer in der Spamflut untergehen. Aber wie funktioniert der Kampf gegen Spam?

Es sind vor allem zwei Maßnahmen, die die Kunden vor dem Müll im Netz schützen. Zum einen gibt es Filter, die ständig angepasst werden. Diese Aufgabe übernehmen spezialisierte externe Dienstleister. Sie sammeln die Informationen zu bekannten Spam-Wellen und passen die Filter entsprechend an. So werden beispielsweise bestimmte Begriffskombinationen aussortiert. Oder Mails, die Links auf schädliche Seiten enthalten. Oder nur bestimmte Zeichenkombinationen.

Zum anderen haben die Telekom und andere Anbieter Spezialisten-Teams, die Kunden warnen, wenn ihre Rechner für den Versand von Spam missbraucht werden. Bei der Telekom gibt es dafür das Telekom Sicherheitsteam. Der Hintergrund: Wer Spam in Massen verschicken will, braucht dafür viele Rechner. Kriminelle bauen sich dafür so genannte Botnetze auf. Mit Hilfe von Schadsoftware kapern sie fremde Rechner und missbrauchen sie, um Spam zu verschicken. Der Nutzer merkt davon häufig nichts.

Bis er von den Kollegen des Telekom Sicherheitsteams gewarnt wird. Pro Monat verschickt die Telekom rund 25.000 dieser Warnungen. Wer nicht reagiert, riskiert, dass manche Funktionen wie die Emailversendung gesperrt werden. Das müssen wir machen, um andere Nutzer zu schützen.

Damit wir allerdings herausfinden können, wessen Rechner missbraucht wird, brauchen wir Informationen. Von anderen Anbietern erfahren wir, wann und von welcher IP-Adresse Spam verschickt wurde. Die IP-Adresse müssen wir dann dem Kunden zuordnen. Das ist ein Grund, weshalb wir IP-Adressen sieben Tage speichern müssen.

Und wie kommen die Absender von Spam an die E-Mail-Adressen? Es gibt Programme, so genannte „Harvester“, die das Internet systematisch nach Mailadressen durchforsten. Wann immer Nutzer ihre E-Mail-Adresse im Netz preisgeben, steigt das Risiko, dass sie auch in falsche Hände gerät. Wir empfehlen deshalb, für die Kommunikation mit Bekannten eine eigene Adresse vorzuhalten und diese nicht für die Registrierung bei Newslettern, Onlineshops und ähnlichem zu verwenden.

Ganz verhindern lässt es sich aber leider nicht, dass im Postfach auch mal eine Spam-Mail durchrutscht. Deshalb bitte immer vorsichtig sein, bevor Ihr Anhänge öffnet oder auf Links klickt. Es könnte bösartiger Müll sein.

Die Kollegen von Telekom hilft stehen für Fragen rund um Spam übrigens bereit.

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