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Harald Lindlar

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Keiner spricht über Digitalisierung

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Von meinem Rundgang über die Hannover Messe in dieser Woche bringe ich eine überraschende Erkenntnis mit: Maschinen- und Anlagenbauer sprechen eine andere Sprache.

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Hämmerte mir auf der CeBIT vor einem Monat noch jedes Messeplakat das Buzzword „Digitalisierung“ in den Kopf, musste ich den Begriff beim Betreten der Hallen 4, 5 oder 6 erst einmal suchen. Aha, dachte ich, die Digitalisierung ist hier tatsächlich noch nicht angekommen. Der Digitalisierungsgrad liegt bei Industrieunternehmen aktuell erst bei rund 50 Prozent, besagen Studien. Hier scheint es genauso:  Keiner spricht über Digitalisierung. Wirklich keiner?

Die Telekom ist in diesem Jahr zum dritten Mal auf der Industriemesse mit einem Stand vertreten und zeigt auf gut 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche allerlei vernetzte Dinge: einen Kühlschrank, ein Fahrrad, natürlich Roboterarme und sogar einen leckeren Pudding. Aber warum, wenn doch keiner über Digitalisierung redet? Nun, mein Eingangs-Bild trügt. Das Motto der Messe heißt „Integrated Industry – Creating Value“. Und die Treiber der digitalen Industrie sprechen zwar wenig von Digitalisierung, dafür aber viel von vernetzten Aktoren und Sensoren, integrierten Systemen oder automatisierten Wertschöpfungsketten. Wenn hier einer einen Schritt in die digitale Welt macht, nennt er das nicht Digitalisierung, sondern einfach: Zukunft. Viele Aussteller sind selbst schon sehr weit damit, oder sie führen ihre Kunden. Und die meisten haben schon gelernt: Alleine krieg ich das nicht hin. Davon zeugen riesige Tafeln mit Partnerlogos, die an den meisten Messeständen prangen. Die Botschaft „integrierte Industrien schaffen Wert“ ist angekommen.

Aktoren und Sensoren brauchen ein erstklassiges Netz

Wer Aktoren und Sensoren vernetzen, zwei Produktionsstandorte verbinden oder Maschinenparks integriert automatisieren will, kommt an digitaler Informations- und Kommunikationstechnik natürlich nicht vorbei. Das „Quadruple Play“ für die Industrie heisst: Konnektivität, Cloud, Internet of Things und Security. Für die Verbindung muss ein erstklassiges Netz sorgen, national wie international. Aus der vernetzten Industrie kommen die wesentlichen Impulse für die neue 5G-Technologie, mit der zig Milliarden von Dingen im Internet gleichzeitig gemanagt werden. Die dadurch entstehenden Datenberge brauchen die Cloud, damit wird das Internet der Dinge gespeist. Und weil mit Milliarden vernetzter Geräte auch die Zahl verlockender Angriffsziele für Cyber-Attacken steigt, ist Security auf Industrie-Niveau eine Conditio-sine-qua-non. Mein Messefazit: Mit den „fantastischen 4“ hat sich die Telekom 2017 ihren Platz neben Platzhirschen wie Siemens und Bosch auf der Hannover Messe erkämpft. Und: Mit Digitalisierung lässt sich Zukunft gestalten. So oder so, lasst uns weiter darüber sprechen.

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