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Andreas Kadelke

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Neuer Datenschutzbericht der Telekom ist online / Interview

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Datenschutzbericht 2010 mit einem USB-Stick

Was habe ich mich damals aufgeregt, als uns im Frühjahr 1983 eine Volkszählung ins Haus stand. Voll ehrlicher Empörung habe ich dagegen gewettert, war fest zum  Boykott entschlossen – und ich war weiß Gott nicht alleine damals. Die Datensammelwut der Bundesregierung schien uns unverantwortlich. Und siehe da, das Bundesverfassungsgericht sah das ähnlich. Im so genannten Volkszählungsurteil wurde das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung festgestellt. Die Volkszählung kam dann übrigens in stark abgewandelter Form erst 1987.

Seit damals hat sich das Verständnis für den Datenschutz in unserer Gesellschaft stark verändert. Während die Bedeutung von Daten in unserer Informationsgesellschaft stetig wächst, stellen viele Menschen bedenkenlos auch intime Daten von sich ins Internet. Da teilen sie via Foursquare mit, dass sie gerade im Starbucks Winsen (Luhe) sind – Ihr könnt ja mal googeln, ob’s den wirklich gibt – oder zeigen aller Welt die süßesten Bilder vom heranwachsenden Sohn auf Facebook. Gleichzeitig achten sie allerdings darauf, dass ihre Adresse (die früher ganz selbstverständlich im Telefonbuch aufgeführt wurde) für die Telefonauskunft gesperrt ist und ihr Haus bei Google Streetview verpixelt wird. Nicht nur diese kleinen Beispiele zeigen, dass das Thema Datenschutz mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist. Auch das viel diskutierte Thema Wikileaks ist ein Beleg dafür.

Auch in deutschen Unternehmen hat sich in letzter Zeit einiges getan. Während Datenschutzberichte bei Bund und Ländern bereits seit Jahren gelebte Praxis sind, war dies für Unternehmen in der Vergangenheit kaum ein Thema. Die Telekom gibt in diesen Tagen bereits ihren dritten Datenschutzbericht heraus. Mit unseren jährlich erscheinenden Datenschutzberichten wollen die Kollegen Transparenz schaffen. Dabei geht es nicht nur um Ereignisse des vergangenen Jahres, sondern auch darum zu zeigen, wie in diesem Unternehmen „wichtige Prozesse und Strukturen aussehen, in denen Daten verarbeitet werden“ (Zitat aus dem Vorwort).

Natürlich waren die Bespitzelungsaffäre und Datenschutzvorfälle der Vergangenheit ursprünglich der Auslöser für die Herausgabe des ersten Telekom Datenschutzberichts. Doch wir alle haben aus diesen Vorfällen gelernt und sehen das Thema mittlerweile nicht mehr nur als Randthema für Exoten an, sondern als eines unserer Kernthemen. Ein ganz praktisches Beispiel hierfür ist der Datenschutzratgeber, in dem die Telekom den Lesern Tipps gibt, wie sie sich ein sicheres Passwort erstellen oder wie sie sich vor Phishing-Angriffen schützen können. Diesen Datenschutzratgeber gibt es nicht nur online, sondern auch in den Telekom Shops. Datenschutz als Service für den Kunden – das ist die Idee.

Warum die Telekom sich so beim Thema Datenschutz engagiert und was ihre Kunden davon haben, hat mir der Datenschutzbeauftragte der Telekom, Claus Dieter Ulmer, in einem kurzen Interview erläutert.

Claus-Dieter Ulmer, Konzernbeauftragter für den Datenschutz der Deutschen Telekom

Claus-Dieter Ulmer, Konzernbeauftragter für den Datenschutz der Deutschen Telekom.

Herr Ulmer, warum gibt die Deutsche Telekom einen Bericht zu Datenschutz und Datensicherheit heraus?

Datenschutz und Datensicherheit haben bei der Deutschen Telekom durch die Datenvorfälle der Vergangenheit eine Dimension erhalten, die die meisten anderen Unternehmen in dieser Form nicht kennen. Seit diesen Vorfällen haben wir eine Menge dazu gelernt und viel verändert. In unserem Bericht informieren wir offen und transparent über datenschutz- und datensicherheitsrelevante Prozesse im Unternehmen.

Laut Datenschutzbericht ist die Telekom beim Thema Datenschutz in vielen Bereichen bereits führend in der deutschen Wirtschaft. Wo hapert es denn noch?

Durch neue gesellschaftliche, technologische und auch gesetzliche Entwicklungen wandeln sich die Anforderungen an Datenschutz und damit die Datensicherheit ständig – beides sind keine Themen, die im Sinne eines Projekts an einem Punkt abgeschlossen sind. Wir müssen immer einen Schritt vor den Kriminellen sein und vor allem präventiv den Datenschutz vorantreiben.

Was haben die Kunden vom Engagement der Telekom beim Datenschutz und Datensicherheit?

Schutz und Sicherheit der uns anvertrauten Daten sind uns sehr wichtig. Unsere Kunden können sich auf unseren hohen Standard verlassen. Das gibt ihnen Vertrauen. Wir verstehen uns darüber hinaus als Ratgeber: Mit unserer Broschüre „Datenschutz zu Hause – gewusste wie!“ geben wir beispielsweise Tipps zum sicheren Surfen im Internet.

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