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Klaus vom Hofe

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Roll mal durch die Zukunft

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Beispiel Toilettenpapier: Waren, die sowieso jeder täglich braucht, könnten im Jahr 2026 nachts pauschal an alle geliefert werden.

Jahresende, für viele ein Anlass zurückzuschauen. Wie wär‘s mit einem Ausblick? Konkret auf die Mobilität im Jahr 2026. Wie werden wir uns dann fortbewegen? Bei der Telekom steckten dazu rund 40 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft die Köpfe zusammen – mit der Lizenz zum Spinnen.

Unten auf der Straße: nur Fußgänger. Wer’s eilig oder weiter hat, der legt seinen Weg hoch oben über den Dächern in Ein-Personen-Hubschraubern zurück. Ich werde dieses bunt gekrakelte Bild nie vergessen. Auch nicht, wann und wie es entstand. Ein Mitschüler brachte es 1976 in der Grundschule zu Papier. „Wie stellt ihr euch das Jahr 2000 vor?“ lautete dazu die Aufgabe, die die Lehrerin an die Tafel geschrieben hatte.

Heute, 40 Jahre später, hat sich augenscheinlich nicht viel getan. Immer noch dieselben Blechlawinen, nur nicht mehr so viele bunte Aufkleber oder Blumen auf den Autos. Dafür sehen sie schnittiger aus und haben mehr Knöpfe und Lichter an den Armaturen. Allerdings ist der Takt der Zukunft nun spürbar mit Blick auf Autos, die selbst einparken, oder sich im Versuch eigenständig ihren Weg durch den Verkehr bahnen. Und auch auf das, was die Hersteller jetzt mit Blick auf die Digitalisierung antreibt. 

Doch es geht hier nicht um den mobilen Alltag heute, sondern um den der Zukunft. Wie sieht der aus? Um davon ein Bild zu zeichnen, haben Fachleute bei der Telekom die Köpfe zusammengesteckt. Sie kamen aus DAX-30-Konzernen ebenso wie aus Start-ups, von einem Verkehrsbetrieb, einer Versicherung und einer Hochschule sowie von der Telekom. Vereintes Wissen und Erfahrung aus Transport und Logistik, genauso wie aus den Bereichen Netzwerktechnik und Connected Car. Über einen ganzen Tag einte sie der Gedanke an die Mobilität im Jahr 2026, also in zehn Jahren. Ihre Ideen fließen künftig in die Telekom Design Gallery ein, wenn die Mobilitätsthemen dort in der Zukunftsausstellung der Telekom neu gestaltet werden.   

Ich durfte dabei sein - und staunen. Die Fachleute arbeiteten nach der so genannten Design-Thinking-Methode, mit der sie Ideen schnell verprobten und anpassten, um sie dann in Protoypen aus Pappe, Papier oder anderen Materialien münden zu lassen.

Neben einem guten Dutzend Ideen zeichneten sich bis zum Abend unter anderem diese Tendenzen für meine mobile Zukunft ab:

  1. Mobilität wird eine Flatrate sein. Es gibt eine Grundversorgung und verschiedene hinzubuchbare Optionen - je nachdem, wie reichhaltig ich das brauche. Ökologische und soziale Aspekte sind in das Konzept eingebaut. 
  2. Daten als Dreh- und Angelpunkt von Mobilität: Wo ich bin und was ich plane wird übertragen und ausgewertet – Ergebnis ist dann das bestmögliche Mobilitätsangebot für mich, und klar: Auch dieses Prinzip folgt zudem ökologischen und gesellschaftlichen Prämissen.    
  3. Ich werde gar nicht mehr so viel unterwegs sein. Dank Virtual Reality bewege ich mich mit meinen Freunden am Urlaubsort oder durch Museen, ohne dort zu sein. Auch meine Arbeit  erledige ich so gemeinsam mit Kollegen - von jedem Ort der Welt oder ohne mein Zuhause zu verlassen. Dabei unterstützt mich auch die 3D-Druck-Technik – vieles von dem, was ich täglich brauche, kommt aus meinem Drucker. Dort, wo ich bin.
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Werden wir künftig weniger unterwegs sein dank Virtual Reality und 3D-Druckern?

Vielen der Ideen liegt ein Verkehr zugrunde, in dem sich die Fahrzeuge autonom bewegen. Oder auch dass sie ganz nach persönlichen Vorlieben wählbar sind: Wer gern mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt,  bucht es sich vor die Haustür. Regnet es am Nachmittag, fährt er mit dem Auto wieder zurück.  Meldet der Wetterbericht für den Abend Sonnenschein, geht es mit dem Cabrio  ab in den Biergarten. Weltweit könnte das alles neben Flug- und Bahnreisen über ein Datennetz buchbar sein, das hoch gesichert ist und niemandem gehört.

Genauso beeindruckte mich die Idee von der Lieferung von Gütern des täglichen Bedarfs wie etwa Toilettenpapier: Jeder braucht sie. Warum dann nicht alle pauschal, permanent und automatisiert damit beliefern. Zum Beispiel nachts, wenn die Wege frei sind? Gebündelt und effizient also.

Weiter entfernt, aber nicht minder kreativ, erscheint mir die Vision von Verkehrsmitteln, wie etwa einer Drohne, die sich auf meinen Wunsch an bestimmten Orten selbst ausdrucken und nach meiner Beförderung direkt recycelt werden. Natürlich wären diese Fahrzeuge dann auch individuell gestaltbar. Und Leerfahrten in irgendeinen Fuhrpark oder Parkraum wären nicht nötig. Der Weg durch die Luft kommt mir schon sehr vertraut vor – ach ja, das Bild aus dem Jahr 1976 …

Und wie stellen Sie sich die Mobilität im Jahr 2026 vor?

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