Blog.Telekom

Klaus vom Hofe

0 Kommentare

Von Minions, Mobilität und der Magenta-Brille

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen
170301-mwc-messehighlights-01

Welcher Stand ist der schönste auf dem ganzen Mobile World Congress? Klar, der von der Telekom. Halt – legen wir mal die Magenta-Brille beseite nach gefühlt hundert Artikeln über die Netze von morgen. Nur so gelingt auch der Blick über den Tellerrand. Was war woanders los? Ein kleiner Ausschnitt, ganz subjektiv. 

Ein Gullideckel öffnet sich, ein Minion klettert heraus. Er tanzt und treibt Schabernack mit den Messebesuchern, die dafür vor einer Kamera Platz nehmen. Das sehen besonders die ganz groß, die an dem großen Display hinter der Kamera vorbeilaufen. Ein Beispiel für Augmented Reality, angekündigt als Trendthema auf dem Mobile World Congress (MWC). Die Aussteller lösten das Versprechen ein. Die erweiterte Realität – das sind Zusatzinfos und Bilder, in einer Brille verpackt oder auch bei Liveaufnahmen, wie bei Pokémon Go oder eben dem verrückten Minion. Die britische Firma Ads Reality hat den kleinen Kerl aufs Display gezaubert, wie ich an ihrem Stand erfahre. 2012 als Start-up gestartet, schafft das Unternehmen heute Blickfänge für alle, die Aufmerksamkeit wecken möchten, zum Beispiel von Passanten. Macht Spaß. Videos gibt es auf deren Webseite

170301-mwc-messehighlights-02

Nostalgiehandy als Publikumsmagnet

Augmented Reality war sicher noch in den Kinderschuhen, als das Nokia 3310 vor 17 Jahren in die Läden kam. Unvergessen, dieser Klingelton. Jetzt ist er wieder da. Nokia hat das Gerät neu aufgelegt und sorgt damit auf dem Mobile World Congress für Furore. Kann man gar nicht anders sagen angesichts der Traube von Besuchern am Tisch mit dem 3310. Das Handy ist leichter und etwas schlanker als das Original, kommt mit dem Spiel Snake daher und – vor allem – mit einem Akku, der im Standby-Modus bis zu einen Monat lang halten soll. Genialer Coup von Nokia, finde ich.

170301-mwc-messehighlights-03

Beim Rundgang denke ich, dass ich viele der Hingucker schon im vergangenen Jahr hier sah. Großes Virtual Reality-Kino von Samsung zum Beispiel, das die Besucher in Sternenwelten entführt und zudem – angeschnallt auf Sitzen – in Schräglage versetzt oder ins Rotieren bringt. Ganz schön gefragt hier. Ich reihe mich trotzdem nicht in die Schlangen ein - keine Experimente mehr, seit mir damals auf der Kirmes schlecht wurde. Ein anderes Thema, das dieses Jahr vermehrt am Start ist: Drohnen. Dasselbe gilt für Roboter, von denen der kleine Gefährte namens Pepper sicher nach wie vor der populärste ist. Unübersehbar auch Smart City und – noch prominenter als 2016  - das Internet der Dinge, wobei die verschiedenen und gefragten Sensoren für die Vernetzung an Aufmerksamkeit gewinnen.

170301-mwc-messehighlights-05

Für Garage und Kleiderschrank

Stichwort Vernetzung. Fahrzeuge gehen immer, Pkw wie Lkw. Doch was ich bei Peugeot sehe, lässt mich direkt an meinen Mobility-Workshop denken. Peugeot zeigt eine Studie für das selbstfahrende und mitdenkende Auto der Zukunft. Mit wegklappbarem Lenkrad und allem, was der somit arbeitslose Fahrer dann unterwegs braucht. An Bord eine Internet-der-Dinge-Plattform, eine Samsung-Cloud verbindet das Auto mit der Cloud seines Besitzers, wie Peugeot auf seiner Seite dazu schreibt. Das mitdenkende Auto, das meine Pläne kennt und von dem aus ich per Sprache sehr viel mehr steuern kann als meine Fahrt. Das Auto integriert alles, was ich mit ihm via Smartphone oder -watch oder aus meinem Smart Home teilen will. Abgefahren. 

170301-mwc-messehighlights-04

Genauso abgefahren: Das Social Media-Kleid bei IBM. Ja, genau: bei IBM. Es leuchtet in wechselnden Farben und die hängen von der Stimmung von Fans in den sozialen Netzwerken ab. Ob ich das immer so genau wissen wollte? Spooky … 

Erfrischende Start-ups

170301-mwc-messehighlights-06

Soweit von „meinem“ Mobile World Congress. Ganz anders übrigens die Welt auf dem alten Messegelände: Holzpavillons statt fulminanter Stände. Die Start-up Messe 4 Years from Now (4YFN) liefert dort eine erfrischende Abwechslung. Im Schatten der größten Mobilfunkmesse der Welt präsentieren Start-ups bei der 4YFN sich und ihre Ideen potentiellen Partnern und Kunden. Der Trend ist dabei klar: von Einkaufswagen bis Bienenstock – alles wird vernetzt. Natürlich auch die Parkplätze. eParkomat zum Beispiel kann auf der Basis von Big Data die innerstädtische Parksituation vorhersagen und führt seine Kunden ganz einfach per App zum nächsten freien Parkplatz. Das Ganze mit einer Genauigkeit von 96 Prozent. Das Start-up hat seinen Service aktuell in Tschechien erfolgreich etabliert und wird nun in weiteren europäischen Ländern aktiv. Das funktioniert mit der Hilfe des hub:raums. Der Inkubator der Telekom unterstützt Start-ups dabei, ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Unter anderem durch den Stand auf der 4YFN. Die mitgereisten Start-ups am hub:raum Stand nutzen die Präsenz, um ihre Netzwerk auszuweiten und Vertragsabschlüsse zu erzielen. Jetzt habe ich plötzlich doch wieder die Magenta-Brille auf …

Ohne Hand greifen können

170301-mwc-messehighlights-07

Mein Star hier in Barcelona ist übrigens ein kleines Tuch, dünn, leicht und aus einem Stoff, den ich nicht kannte: Graphen. Sein Vorteil: Er ersetzt das sehr teure Material Titan und leitet elektrische Ströme von Muskelreizen über die Haut zu besonders hilfreichen Prothesen. Etwa vom menschlichen Oberarm in eine künstliche Hand, die so einen Ball aufgreifen kann. Ich habe den Prototypen des „Istituto Italiano di Tecnologia“ (IIT) - ausprobiert und war sprachlos. Kann nur sagen: Hoffentlich kommt das bald auf den Markt. 

FAQ