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Klaus vom Hofe

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„Warless World“: Sozialer Lichtblick im Netz

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Online-Geätze, -Hetze und Hassposts deprimieren. Doch es gibt auch Aufbauendes. Etwa "Warless World". Das soziale Netzwerk vereint Menschen und Unternehmen, die sich engagieren wollen, mit hilfesuchenden Initiativen. Es ist nun ein Jahr alt und hat, wie ich finde, mehr Aufmerksamkeit verdient.  

Logo www.warless-world.org

Das Logo des "ersten echten sozialen Netzwerks“: Vor genau einem Jahr ging www.warless-world.org an den Start.

„Wir stapeln hoch und sagen: Wir wollen die Welt verbessern. Hilfe ist eine Kraft, die wir öfter einsetzen sollten. Und jede kleine Tat macht die Welt doch ein bisschen besser“, sagt mein Kollege Roland Philippi. Er ist Nachwuchskraft bei der Telekom. Genauer: Dualer Student der Wirtschaftsinformatik. Wenn der 21-Jährige nicht studiert, beschäftigt er sich im Unternehmen mit Big Data und Business Intelligence. Und mit Gründungen, zum Beispiel von Warless World. Sei es Betreuung von Behinderten, Integration von Geflüchtete, Spendensammeln, Kinderhilfswerk, Tafeln, Hilfsorganisation oder Bahnhofsmission: Die Plattform soll Ehrenamtler, engagierte Personen und Unternehmen mit sozialen Einrichtungen zusammenbringen.

Gegenpol zu Hass und Ausgrenzung

Ein Jahr Warless World. Für mich könnte die Geschichte auch einfach heißen „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“: Was Philippi antreibt, ist, etwas zum Guten verändern zu wollen. Hut ab. Das beeindruckt mich und freut mich sehr. Ein junger Kollege, der nicht alles hinnimmt, wie es ist. Der etwas bewegen will ohne „Trolle, die stören und alles ins Lächerliche ziehen“. Der andere mitnehmen und einen Gegenpol zu Hass und Ausgrenzung setzen will. Der ein „echtes soziales Netzwerk“ gründete. Inzwischen hat es über 90 Mitglieder – ich drücke die Daumen dafür, dass es schnell mehr werden. 

Roland Philipp beim Welttag der humanitären Hilfe der Vereinten Nationen (Collage)

Initialzündung für „Warless World“ in New York: Roland Philipp auf der Konferenz der Vereinten Nationen zum Welttag der humanitären Hilfe.

Schon mit 15 legte Philippi im Netz den Grundstein. Schule und Abitur ließen es indes kaum zu, das auszuweiten. Plötzlich, er hatte gerade 2015 mit dem Studium angefangen, die Initialzündung: eine E-Mail der Vereinten Nationen (United Nations, UN). Diese waren auf seine Seite aufmerksam geworden und luden ihn ein zu ihrer internationalen Konferenz zum „World Humanitarian Day", der jedes Jahr am 19. August stattfindet.

„Das war der Hammer“, blickt Roland Philippi zurück. Ein Treffen mit engagierten Menschen aus aller Welt. Viele Religionen und Nationalitäten dabei, ein Tag ganz im Zeichen humanitärer Einstellungen und Aktivitäten. „Wir alle waren Gleichgesinnte, tauschten uns aus, zum Beispiel zu Hassposts, gaben uns gegenseitig Tipps“, erzählt er. „Und ich kehrte beflügelt nach Deutschland zurück. Mit dem Willen, ‚Warless World‘ auszubauen.“  

Schnell fand er mit Chris Pingel, Sebastian Banschbach und Kay König Mitstreiter unter seinen Mitstudenten – und eine Heimat bei der Telekom namens „Verantwortung gewinnt“. Das ist ein Wettbewerb, der Auszubildenden und Studierenden bei der Telekom den Raum gibt, ihre Fähigkeiten über die Berufsausbildung/das duale Studium hinaus für das Gemeinwohl einzusetzen.

Unterstützt von internen Fachleuten, baute das Team die Webseite aus. Es sorgte für Datenschutz und Cyber-Sicherheit der Seite und vieles mehr. „Überall im Unternehmen rannten wir offene Türen ein, jeder half uns“, so Philippi. Eine Hürde war die Zögerlichkeit im Bereich der sozialen Hilfe: „Viele soziale Einrichtungen, die wir kontaktierten, meldeten sich eher skeptisch zurück. Man brauche ‚so was Neuartiges‘ nicht,  man will bei den alten Methoden bleiben, weil es immer schon so war“, sagt Philippi. Doch es gab auch Stimmen, die viel Potential für die Vermarktung von karitativen Einrichtungen und Initiativen sehen.

Warless World erhielt bereits zwei Auszeichnungen. Das Portal „tbd*“  kürte es 2017 als einen der „50 besten Social Innovators“ ganz Deutschlands“. Intern bei der Telekom gehört es zu den Top 6-Projekten von „Verantwortung gewinnt“. 

All das bestätigte das Team in seiner Idee: „Wir haben starke Partnerschaften aufgebaut und zahlreiche Ideen erarbeitet, wie wir Warless World langfristig weiterentwickeln können und werden. Wir glauben fest daran, dass diese Plattform der Keim einer tollen Zukunft ist.“  

Herzliche Glückwünsche, Warless World!

Das ermöglicht www.warless-world.org

Interessierte und Engagierte

  • Die Facetten des Ehrenamts und des sozialen Engagements erleben
  • Von anderen Personen inspirieren lassen
  • Mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen, um gemeinsam Gutes zu tun
  • Eigene Erlebnisse, etc. teilen (durch Beiträge)
  • Über die Arbeit bzw. Tätigkeiten anderer Nutzer und Einrichtungen informiert werden
  • Mit weiteren Nutzern interagieren (Likes, Kommentare, Beiträge)
  • Charityevents in der Umgebung finden
  • Hilfsgesuche von Einrichtungen finden und so direkt da helfen, wo die Hilfe wirklich benötigt wird. So können auch kleinere Einrichtungen und Organisationen profitieren und Unterstützer finden, die nicht das Budget oder die Mittel für
  • aufwendige Kampagnen zum Finden von ehrenamtlichen Unterstützern haben.

Soziale Einrichtungen:

  • Einblicke in ihre Arbeit bieten
  • Eigene Events bewerben
  • Stellengesuche / Hilfsgesuche veröffentlichen
  • Direkter Kontakt zu engagierten Personen
  • Unterstützer für die eigene Arbeit finden

Unternehmen:

  • Einbindung von Warless World in die eigene CSR-Strategie (Corporate Social Responsibility)
  • Mitarbeiter motivieren, sich sozial zu engagieren
  • Mehr Vernetzung der Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens
  • Gemeinsame Aktionen für den guten Zweck
  • Wertschätzung der Angestellten
  • Gemeinsame „Social Wall“, die soziales Engagement der Mitarbeiter darstellt und würdigt

(Quelle: Warless World)

Kind hält junge Pflanze in seinen Händen

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Informationen rund um das ökologische und soziale Engagement der Deutschen Telekom.

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