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Andreas Schmidt

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Wie das „Ärzte-Tablet“ die Qualität der Behandlung verbessert

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Ärzte Tablet

In einem der berühmtesten Krankenhäuser der Welt hat die digitale Zukunft längst begonnen. Schon seit einiger Zeit sieht man Dr. Grey, Dr. Yang oder Dr. Shepherd auf ihrer Visite nur noch schicke Tablets statt Papier-Akten durch das Seattle Grace tragen. 

Soweit die schöne Fernsehwelt im Serienhit „Grey’s Anatomy“. Im wahren Leben – und zumal in Deutschland – hängt der Gesundheitsbereich dagegen beim Thema Digitalisierung deutlich zurück. Andere Branchen wie etwa die Automobilindustrie sind da rund zehn Jahre weiter. Doch das soll sich jetzt ändern.

Zum Beispiel im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn. Dort werden Patientenakten in Papierform schon bald aus dem Klinikalltag verschwunden sein. Gemeinsam mit der Telekom hat das Krankenhaus ein digitales Informationssystem eingerichtet. 200 iPad minis sorgen dafür, dass Ärzte und Pfleger ab sofort direkt auf Akten, Befunde und Röntgenaufnahmen zugreifen können. (mehr Details zur Telekom-Lösung gibt es in unserer Medieninfo zum Thema).

Um das Ausmaß der Veränderung zu verstehen, muss man sich klarmachen, wie heute noch oft die Realität im Krankenhaus aussieht: Eine Freundin, selbst Ärztin in einer großen Klinik, hat mir das am Beispiel der so genannten „Medikamentenanordnung“ erklärt: Heute ruft beispielsweise ein Pfleger die behandelnde Ärztin an, weil sich am Zustand ihres Patienten etwas geändert hat. In vielen Fällen könnten die beiden sofort besprechen, ob und wie die Medikation angepasst werden soll. Dennoch müssen sich die beiden dann noch auf der Station treffen, um die Papier-Anordnung abzuzeichnen. Und die wird dann – nachträglich – in das IT-System eingepflegt, spätestens wenn der Patient das Krankenhaus verlässt und der Ärztebrief geschrieben wird.

Das ist fehleranfällig und umständlich für alle Beteiligten. Und es kostet Zeit, die das Klinik-Personal sinnvoller für die Patienten einsetzen könnte. Mit dem „Ärzte-Tablet“ – das im Übrigen in jeden Arztkittel passt – haben Mediziner und Pfleger jederzeit und an jedem Ort im Krankenhaus Zugriff auf die Patientendaten. Sie können ihre Anordnungen direkt im IT-System erfassen. Sie können auch Befunde besser erklären, etwa mit einem dreidimensionalen Röntgenbild direkt auf dem Tablet. Und wenn sie einen Patienten auf dem Gang treffen, der vielleicht eine ganz konkrete Frage hat oder sich Sorgen um seinen Zustand macht, kann der Arzt in seinem iPad nachschauen und muss nicht erst die Akte suchen.

Tablet statt Visitenwagen – oder weniger Schwarzwaldklinik und mehr Seattle Grace, zum Wohle des Patienten. Eine wissenschaftliche Studie der Berliner Charité hat das belegt: Die Effizienz der Behandlung steigt durch den Einsatz von Tablets. Die digitale Visite erleichtert die Arbeit im Klinikalltag. Sie spart Kosten und sie hilft den Menschen, die sich besser versorgt und betreut fühlen. In Bonn werden das die Patienten ab sofort erleben – und in vielen anderen Kliniken in Zukunft auch.

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