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Haltung zeigen - auch im Gaming!

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„GG WP“ lautet eine typische Abschiedsfloskel in Chats vieler Onlinegames. So wie das Abklatschen beim Fußball, gehört es bei einem fairen Onlinegame dazu, sich gegenseitig ein „Good Game, Well Played“ - „also Gutes Spiel, gut gespielt“ - mit auf den Weg zu geben. Das Gaming-Projekt der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit der Forschungsgruppe Modellprojekte e.V. hat nicht zufällig dieses Kürzel für ein respektvolles Spiel in seinen Namen aufgenommen.

Mick Prinz.

„Unser Projekt soll eine klare Haltung transportieren: Es muss im Gaming eine starke Zivilgesellschaft geben!“ betont Mick Prinz.

„Good Gaming - Well Played Democracy“ will die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass es auch in Gaming-Communities gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – wie beispielsweise Rassismus, Sexismus, Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit - gibt. Das ist vielleicht zunächst erstaunlich, wenn man davon ausgeht, dass auf den Plattformen nur gespielt wird. So fehlt es oft an klarer Haltung und an Gegenwehr, wenn beispielsweise rassistische oder sexistische Kommentare auftauchen. Knapp 40 Prozent der Befragten gaben in einer Studie der US-Organisation Anti-Defamation League an, dass sie Belästigung aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder einer Behinderung in Online-Games erlebt haben. Es geht also nicht nur darum, der eigenen Wut über ein verlorenes Spiel Luft zu machen. Auch in Gaming-Communities begegnet uns strategischer Hass. Gerade Gaming-Kontexte bieten laut Mick Prinz, Leiter des Projekts „Good Gaming - Well Played Democracy“, eine „interessante Plattform besonders für Rechtsextreme.“ Warum? „Die Vernetzung vor allem rechter Gruppen läuft auf Gaming Plattformen wie Steam, Discord oder Twitch besonders effektiv. Sie nutzen Videospielnetzwerke, um Verschwörungsideologien und rassistische Narrative zu verbreiten.“

Wofür setzt sich das Projekt ein?

2020 starteten Mick Prinz und sein Team das Gaming-Projekt, um einerseits zu analysieren, wie rechts-alternative Strömungen zunehmend versuchen, auf Gaming-Plattformen eine menschenverachtende Stimmung zu schüren und andererseits gemeinsam mit den Gaming-Communities aktiv zu werden. „Unsere Angebote sind Beratungen für Gaming-Netzwerke und auch Entwicklerstudios, Workshops und Kampagnenarbeit. Mit unserem eigenen pädagogischen Konzept, dem „Digital Streetwork“ erreichen wir mit Hilfe von Online-Sozialarbeiter*innen die jungen Gamer*innen direkt auf den Plattformen und kommen in Kontakt mit ihnen,“ so Mick Prinz. Er und sein Team adressieren in ihrer Arbeit aber nicht nur die Gaming-Communities direkt, sondern auch Publisher, Ausrichter von Gaming-Messen aber auch Influencer*innen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Communities unterschiedlicher Netzwerke verschiedene Facetten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu thematisieren. „Unser Projekt soll eine klare Haltung transportieren: Es muss im Gaming eine starke Zivilgesellschaft geben!“ betont Mick Prinz. 

Gemeinsam aktiv gegen Hass im Gaming

Zusammen mit 44 Partnern, darunter auch das Projekt „Good Gaming – Well Played Democracy“ setzt sich die Telekom ein für ein Netz ohne Hass. Mehr zu den Angeboten der Telekom rund um Gaming für die verschiedenen Zielgruppen findet ihr über die Seite „Medien, aber sicher“. Ihr wollt mehr lernen über Hass im Gaming und selbst aktiv dagegen vorgehen? Dann schaut doch mal in die Aufzeichnung des Webinars „Games gegen Hass“ von „Good Gaming - Well Played Democracy“ in Kooperation mit den Digitalen Helden. Dort findet Ihr Hintergründe und Tipps, um Haltung zu zeigen.

Digital Crime, Folge 3 – Hass im Gaming

Hass im Gaming – Wenn der Spaß aufhört

Hass findet seinen Weg auch in die Welt der Online-Spiele. Auch im eSports kommt es zu Ausgrenzung und Diskriminierung. Zu spüren bekommen das vor allem Minderheiten. 

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