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Wie menschlich können Roboter werden?

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„Tea for two“: Robot mit seinem Erfinder Kapitän W. H. Richards im „Wintergarten“, ein Varietétheater in Berlin-Mitte.

„Tea for two“: Robot mit seinem Erfinder Kapitän W. H. Richards im „Wintergarten“, ein Varietétheater in Berlin-Mitte.

Der erste künstliche Maschinenmensch namens Robot trat 1930 öffentlich auf. Sein Erfinder, der britische Ingenieur und Kapitän W. H. Richards, präsentierte ihn im Wintergarten in Berlin. Robot konnte sprechen, den Kopf wenden, Gegenstände halten und sich verbeugen. Die Bezeichnung „Roboter“ wurde übrigens zehn Jahre zuvor von dem Literaten Josef Čapek aus der Taufe gehoben. Sie geht auf das slawische Wort „rabota“ für „Arbeit“ zurück. Doch: Roboter sind weitaus mehr als geduldige Fließband-Arbeiter. 

In Japan haben Roboter längst Marktreife erlangt und arbeiten an Hotelrezeptionen, bedienen in Geschäften oder geben den Gästen Empfehlungen im Restaurant. In einem Fall haben sie es sogar zu einem angesehenen Familienmitglied gebracht. Doch wie weit geht das? Kann so ein Ding aus Drähten und Metall angetrieben mit künstlicher Energie ein Selbstbewusstsein haben? Vielleicht sogar Gefühle entwickeln? Ken Goldberg, Robotik-Professor in Berkeley, sagt im Video-Interview, dass Roboter uns inspirieren können, bessere Menschen zu werden. „Wenn wir viel Mühe in die Entwicklung von Robotern investieren, dann lernen wir zu schätzen, was wir Menschen wirklich gut können. Dann merken wir, dass zum Beispiel das Wechseln einer Windel eine unglaublich komplexe Aufgabe ist. Das wird auf absehbare Zeit kein Roboter erledigen können. So gibt es Tausende von Beispielen: menschliche Geschicklichkeit, menschliche Erkenntnis, die menschlichen Fähigkeiten, Sport zu treiben, zu tanzen, kreativ zu sein, miteinander umzugehen, Signale von anderen Menschen aufzunehmen.“ Dies alles seien Dinge, bei denen es auf feine Nuancen ankomme. Mit anderen Worten: „Roboter faszinieren uns, weil sie uns, dort wo sie versagen, eine neue Wertschätzung für die erstaunlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen vermitteln.“ 

Neben dem Video-Interview mit Prof. Goldberg finden Sie im Spezial zur digitalen Verantwortung diese Inhalte rund um die Beziehung von Mensch und Maschine: einen Blog-Beitrag zum Robo Sapiens, einen Text zur Japanerin Tomoni Ota und ihrem "Lebensgefährten", dem Roboter Pepper, eine Klickstrecke mit Bildern humanoider Roboter, eine Grafik dazu, was Roboter alles für Menschen machen, sowie einen Film, der Roboter beim Scheitern zeigt.

Robo Sapiens

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