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Zehn Jahre Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur

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Die Deutsche Telekom fördert seit 2000 die Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur an der Universität Bonn. An der "Geburtstagsfeier" nahmen 200 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft teil, darunter NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart und Telekom-Chef René Obermann.

Was verbindet die Deutsche Telekom mit der Grundlagenforschung auf dem Feld der Laserphysik? Seit zehn Jahren heißt die Antwort auf diese Frage: die Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur. Mit der Forschung an Kristallen zur Erzeugung von Laserstrahlen oder praxisnahen Themen wie 3-D-Fernsehen oder digitaler Außenwerbung spannt Lehrstuhlinhaber Professor Karsten Buse erfolgreich den Bogen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Telekom-Chef René Obermann würdigte Bildung, Forschung und Entwicklung als "die Rohstoffe der Zukunft". "Gerade in einem High-Tech-Standort wie Deutschland kommt den Hochschulen nach wie vor eine wichtige Rolle zu", sagte Obermann. Die starke Stellung, etwa in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen, gelte es auch in Zukunft zu verteidigen. Einerseits seien dafür ausreichend finanzielle Mittel notwendig, um den Abstand zu Ländern wie USA und Japan, die sehr viel in Forschung und Experimentelle Entwicklung investieren, nicht zu groß werden lassen. Transfer von der Forschung in die Praxis verbessern Der Telekom-Chef betonte, dass andererseits der Transfer von der Forschung in die Praxis besser werden müsse. Zwar rangiere Deutschland beispielsweise bei der Anmeldung von Patenten international auf einem respektablen zweiten Platz. Wenn es jedoch darum gehe, daraus marktfähige Produkte zu machen, hinke Deutschland der Konkurrenz hinterher. Viele deutsche Entwicklungen würden von Firmen im Ausland vermarktet. Dabei biete gerade die Internetökonomie neue Chancen, so Obermann etwa bei innovativen Internetdiensten und einer "deutschen Cloud mit deutschen Sicherheitsstandards". René Obermann lobte die Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur und die Kooperation mit den T-Labs als positives Beispiel für einen solchen Wissenstransfer. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung von Professor Buse und seinem zwanzigköpfigen Team im Bereich der Optik kämen der Telekom gerade beim Glasfaserausbau sehr zu gute. Die Telekom plant, bis 2012 einige Millionen Haushalte an diese moderne Infrastruktur anzuschließen. Auch die Erkenntnisse aus der Terahertzforschung, einem Frequenzbereich, der bisher nicht für die Nachrichtenübertragung genutzt wird, seien durch die dort nutzbaren Bandbreiten sehr vielversprechend, so Obermann. NRW-Innovationsminister lobt Engagement Der Würdigung schloss sich auch Professor Andreas Pinkwart an. Der NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie machte deutlich, wie sehr sich die Telekom in den vergangenen Jahren mit Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro um den deutschen Hochschul- und Wissenschaftsstandort verdient gemacht habe. Zudem hob er den Einsatz des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit und Frauenquote hervor. "Sie setzen klare Signale und fordern uns damit heraus", sagte Pinkwart. Er kündigte im gleichen Atemzug eine Anhebung des Frauenanteils an deutschen Hochschulen auf insgesamt 40 Prozent an. Seit 2000 fördert die Deutsche Telekom über die T-Labs die Stiftungsprofessur an der Universität Bonn mit jährlichen Personal- und Sachmitteln in sechsstelliger Höhe. 2004 verlängerte das Unternehmen sein Engagement auf unbestimmte Zeit.

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