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Ralf Nejedl

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Städte: Treibende Innovationskraft im digitalen Zeitalter

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Ein Beitrag von Ralf Nejedl, Senior VP, B2B Europe, Deutsche Telekom.

Ralf Nejedl

Ralf Nejedl, Senior VP, B2B Europe, Deutsche Telekom.

Kein Zweifel: Das Internet der Dinge verzeichnet heutzutage ein rasantes Wachstum. Es ermöglicht die Digitalisierung von vielen Aspekten unseres Alltags und berührt viele Bereiche in unserer Gesellschaft. Immer mehr Alltagsobjekte durch das Internet der Dinge "intelligent".  Die Digitalisierung gewinnt in jeder Branche an Bedeutung und verändert dabei Produktionsprozesse, ebenso wie unsere täglichen Gewohnheiten. Sie ist heute ein starker Wachstumsfaktor im Hinblick auf die ökonomische und soziale Entwicklung.

Nirgendwo sonst wird das deutlicher als dort, wo Menschen zusammenleben - in den Städten. Im Laufe der Geschichte gingen Innovation und Fortschritt immer von den Städten aus. Deshalb entwickeln sich Veränderungen in Lebensstil, Arbeit und Kommunikation dort am schnellsten.  Zwar machen Städte nur zwei Prozent der Erdoberfläche aus, doch sie sind Lebensraum für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Dort werden drei Viertel der Energieressourcen verbraucht und 80 Prozent der globalen CO2-Emissionen produziert. Und der Trend zur Urbanisierung wird sich fortsetzen, was ein hohes Innovationstempo nicht nur notwendig, sondern unverzichtbar macht.

Städte sind heutzutage mit enormen Herausforderungen konfrontiert - eine Tatsache, die uns in jüngsten Gesprächen mit Bürgermeistern auf dem Smart City World Congress wieder bestätigt wurde. Probleme, die es zu bewältigen gilt, reichen vom effizienteren Einsatz von Ressourcen - z.B. Wasser, Energie und Verkehrsinfrastruktur - über die Absicherung des öffentlichen und digitalen Raums bis hin zur Verbesserung der Informationsprozesse für Verwaltung und Bürger. Das Sicherstellen qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung vor dem Hintergrund von Sparzwängen und einer alternden Gesellschaft sowie die Verbesserung des Bildungszugangs sind weitere wichtige Aufgaben. Und schließlich müssen die Städte ihren Bewohnern natürlich eine nachhaltige und ökologisch attraktive Lebensumgebung mit besserer Luftqualität und reduzierten CO2-Emissionen bieten können.

Digitalisierung schafft Raum für Neues

In unserer modernen Gesellschaft können wir die Möglichkeiten des digitalen Fortschritts nutzen, um unsere Städte intelligenter und damit effizienter, lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Elektrizitäts-, Gas- und Wassernetze, öffentliche und private Transportsysteme, Unternehmen, Krankenhäuser, Privatwohnungen - diese Infrastrukturen haben einen grundlegenden Einfluss auf Faktoren wie Effizienz, Lebensqualität und Nachhaltigkeit einer Stadt. Die allmähliche Optimierung und Integration dieser Infrastrukturen ist daher die Basis für moderne Smart-City-Strategien.

Das Internet der Dinge (IoT) wird hier eine zentrale Rolle spielen. Städte sind sozusagen das Epizentrum der IoT-Entwicklung. Dort werden Menschen, Dinge, Daten und Prozesse zuerst vollständig miteinander vernetzt sein. Eine digitale Stadt, auch Smart City genannt, nutzt die Digitalisierung in den verschiedensten Bereichen des städtischen Lebens und vernetzt diese Bereiche miteinander. Angefangen von Smart Parking und intelligenten Beleuchtungslösungen, über intelligentes Abfallmanagement, bis hin zu mehr Sicherheit und besserer Luftqualität.

Wir arbeiten bereits mit vielen Städten in ganz Europa zusammen, um solche Lösungen zu implementieren. Beispiele sind die intelligente Parklösung Park & Joy, die in Hamburg, Bonn und anderen Städten in ganz Deutschland eingeführt wird, sowie ähnliche intelligente Mobilitätslösungen für Autos, Fahrräder oder auch Smart-Bus-Management-Systeme, die jetzt in Budapest, Dubrovnik, Bukarest und Skopje erhältlich sind. In Bukarest, sowie auf der kroatischen Insel Krk bieten wir intelligente Abfallwirtschaft auf Basis von Schmalband-IoT. Und in Dubrovnik sowie in den griechischen Städten Halkida und Patras werden intelligente Lichtlösungen erprobt, die auch andere Funktionen wie öffentliche Sicherheit, Überwachung der Luftqualität und kostenloses WLAN für die Bürger integrieren.

Das Internet der Dinge unterstützt also smarte Städte und Gemeinden in ihrer digitalen Entwicklung und hilft bei der Erneuerung der Infrastruktur, der Förderung von Investitionen und Kreativität, und dem Ausbau von Kooperationen. Städte werden attraktiver und wettbewerbsfähiger, soziale Teilhabe und Zusammenleben werden verbessert, und Prozesse werden effizienter organisiert und damit kostengünstiger.

Alles in allem ermöglicht die Digitalisierung den Städten eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität und stellt sicher, dass ihnen dies auch in Zukunft gelingt. Das ist in unserer zunehmend global vernetzten Welt ein wichtiges langfristiges Ziel für jede Stadt.

Und wie sieht die Zukunft aus? Am Ende dieses Jahrzehnts werden 50 Milliarden Dinge mit dem Internet verknüpft sein -  die meisten von ihnen innerhalb der Smart Cities. Im aufkommenden Internet aller Dinge werden Dinge - insbesondere Sensoren - und Prozesse zunehmend miteinander verknüpft. Diese digitalen Verknüpfungen können für die Neugestaltung von Handlungsoptionen und Entscheidungsgrundlagen in Städten und Regionen genutzt werden. So lassen sich zum Beispiel komplexe Mobilitätsmodelle entwickeln, die das Crowd Management bei Großveranstaltungen, die Erforschung der Besuchsmuster von Touristen in der Region oder die Unterstützung lokaler Polizei- und Rettungsdienste ermöglichen. Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Abenteuers.  Und es wird spannend, zu verfolgen, wohin dieser Weg führt.

Futuristische Skyline

Smart City

So unterstützt die Deutsche Telekom Städte bei der digitalen Transformation. Und das europaweit.

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