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Martina Morawietz

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Grün, lebenswert und clever: So lebt es sich in der Zukunftsstadt

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„Wie werden unsere Städte in Zukunft aussehen? Von Flugtaxis, CityTrees und dem Ende der Parkplatzsuche.“ Ein Blick ins Jahr 2050. 

Eine Frau und ein Mann auf einer Parkbank.

So lebt es sich in der Zukunftsstadt.

Wenn ich 2050 die Augen aufschlage, ist mein Smart Home schon wach. Der Smart Speaker spielt meine Lieblingsmusik und weist die Kaffeemaschine an, Kaffee aufzubrühen und die Lampen in den Modus „Aktivität“ zu setzen. Er liest meine Termine vor, stellt die dafür wichtigen Dateien zusammen und warnt mich vor einem Regenschauer am Mittag. Also, Schirm nicht vergessen. Während ich den Kaffee genieße, poppt auf der Küchenwand das Video meiner Mutter auf. Sie will mir Pacco vorstellen. Ihren neuen Hund. Und schon tobt der Welpe als Hologramm virtuell durch meine Küche.

Von Autopiloten und Paketdiensten

Zum Glück habe ich Zeit für so etwas, denn Stau war gestern oder besser zuletzt 2040: Neben dem selbstfahrenden Auto nutzen viele die unterirdische Hypercabin oder wie ich das Flugtaxi. Es fliegt autonom und mein schlaues System hat mir schon einen Platz gebucht. Das Taxi weiß, dass noch drei Leute aus meinem Viertel in die Stadt müssen. Es sammelt uns ein und seilt im Vorbeifliegen rasch das wichtige Päckchen für die Nachbarin ab. 

Unterwegs in der grünen Lunge

Sechsspurige Straßen sind zurück gebaut. Überall sind breite Jogging- und Fahrradwege und an vielen alten Kreuzungen Spielplätze und vertikale Gärten. Auch bei schlechter Witterung sind alle Wege trocken und eisfrei. Das funktioniert über Sonnenkollektoren in den Pflastersteinen. Den überflüssigen Strom speisen sie ins Stromnetz. Alle Fabrikanlagen liegen unterirdisch. Das ist auch praktischer: So sind sie für alle Rohstoff- und Warenversendungen direkt an das Netz der Hypercabin angebunden. 

Klima gerettet

Auf den alten Autobahnen und Güterbahnhofen wachsen Wälder und Blumenwiesen – besonders artenreich für die Bienen und Insekten. Die EU und Deutschland hatten ehrgeizige Klimaziele beschlossen: Bis 2050 sollten die jährlichen Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent gesunken sein. Wir haben es geschafft.

Schöne neue Welt – und was gibt es davon heute schon? 

Der CityTree reinigt mit besonderen Moos-Sorten die Luft und versteckt auch noch Mobilfunk für seine Steuerung und für die telefonierenden Passanten. Darauf sitzen kann man übrigens auch. Intelligente Straßenleuchten werden heller, wenn sich jemand nähert. Das spart Energie, CO2-Emissionen und reduziert die Lichtverschmutzung. Sie bedroht viele Insektenarten. Mit Sensoren oder Kameras können die Lampen auch Daten zur Luftgüte und zum Verkehr sammeln. Natürlich versorgen sie ihre Umgebung auch mit WLAN, wenn man will. Die „grauen Kästen“ am Straßenrand für die Telekom-Technik werden zur Sensor-Station und sammeln Daten zu Schadstoffen und Feinstaub in der Luft. In einem Datencenter berechnen Algorithmen die Höhe der Schadstoffe. So können Städte geeignete Maßnahmen ergreifen, ohne neue Infrastrukturen aufzubauen. 

Schneller ankommen in Fahrzeugen, die mitdenken

Bei Hannover überwachen Sensoren die Belegung von Park-and-Ride-Plätzen und gleichen die Informationen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bike-Sharing oder Taxis ab. So lässt sich die komplette Reisestrecke nahtlos planen. Die Stadt verknüpft Auslastungsdaten mit Pendlerdaten und kennt so die aktuelle Verkehrslage. Auch Besucherströme bei Großevents lassen sich so besser steuern. In Berlin kommunizieren Fahrzeuge untereinander und mit der Umgebung. Sie erkennen Wetterverhältnisse, freie Parkplätze oder wechselnde Ampelschaltungen. Eine digitale Infrastruktur liefert die Voraussetzung, dass sich die vernetzten Fahrzeuge automatisiert und am Ende autonom bewegen. Auch auf dem Lausitzring üben die Autos, Ampeln und Straßenleuchten bereits. Sie testen zusätzlich Edge Computing für Kommunikation in Echtzeit und zentimetergenaue Lokalisierung über Precise Positioning. Darmstadt forscht für die sogenannte „teleoperierten“ Straßenbahn, einer teilautomatisierten oder ferngesteuerten Tram. Am Autobahn Kreuz Köln-Ost sammelt eine „smarte Brücke“ Daten wie Temperatur, Feuchte und Korrosion. Das Frühwarnsystem meldet so kritische Werte für etwaige Schäden selbst. Der Verkehr muss nicht für aufwändige Probeuntersuchungen beeinträchtigt werden.

Zuhause ist es doch am schönsten

Ach, daheim auf der Couch reicht übrigens ein „Hallo Magenta“ völlig aus und schon ändere ich das TV-Programm, dimme das Licht oder senke die Temperatur im Raum. Schöne Welt – schon jetzt. 
 

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