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Stellen Sie sich eine Rettungs-CD zusammen

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Startet der Computer nicht mehr wie gewohnt, kann das zahlreiche Ursachen haben. Mit einer Notfall- oder Rettungs-CD können Sie versuchen, das System zu reparieren. So haben Sie die Chance, Ihre kostbaren Daten zu retten.

In den Anfangstagen des Personal Computers (kurz: PC) gehörten Startprobleme und Systemabstürze zum Alltag der meisten Anwender. Inzwischen arbeiten alle Betriebssysteme deutlich stabiler. Die Entwickler haben eine ganze Reihe von Maßnahmen integriert, mit denen sich die Betriebssysteme im Fall von Problemen reparieren lassen. Aber trotzdem kann es gelegentlich einmal passieren, dass der Computer nicht richtig startet. Mit einer Rettungs-CD sind Sie bestens vorbereitet.

Erste Hilfe bei Computernotfällen

Erste Hilfe bei Computernotfällen.

Mögliche Gründe für einen Fehlstart

Beim Systemstart führt der Computer eine Reihe von Programmen und Skripten aus, mit deren Hilfe das System seine Integrität feststellt. Dabei werden auch kleinere Wartungsarbeiten ausgeführt. Stellt das System Probleme fest, informiert es Sie mit entsprechenden Hinweisen und Handlungsanweisungen. 

Dazu ist es natürlich notwendig, dass der Teil des Betriebssystems, der diese Aufgaben übernimmt, fehlerfrei funktioniert. Ist das nicht der Fall, startet der Rechner gar nicht mehr. Gründe dafür sind dann unter anderem:

  • Ein Defekt an der Hardware des Rechners. So ist es möglich, dass der Bereich der Festplatte, auf dem das Betriebssystem liegt, nicht gelesen werden kann. 
  • Besondere Umstände (zum Beispiel ein plötzlicher Stromausfall während des Betriebs) haben eine wichtige Systemdatei beschädigt. 
  • Das System könnte von einem Computerschädling befallen sein, der den Start unterbindet.

Wie funktioniert eine Rettungs-CD?

Der Begriff „Notfall-CD“ oder „Rettungs-CD“ führt etwas in die Irre, denn er stammt noch aus der Zeit, als die Computer nur von CD-ROM gestartet werden konnten. Inzwischen können aber auch USB-Speichersticks diese Funktion übernehmen. Korrekt wäre also, von einem „Startmedium für den Notfall“ zu sprechen. 

Im Notfall setzen Sie ein Startmedium so ein:

  • Damit Sie die Rettungs-CD nutzen können, muss der Rechner zumindest noch eine Reaktion nach dem Einschalten zeigen. Bleiben die Lüfter nach Betätigen des Netzschalters stumm und zeigen auch die LEDs keine Reaktion, hat der Computer einen kapitalen Defekt an der Hardware. In diesem Fall benötigen Sie einen Techniker.
  • Legen Sie die Notfall-CD in das Laufwerk ein oder stecken Sie den USB-Stick in die entsprechende Buchse des Computers. Schalten Sie diesen nun aus, warten Sie ein paar Sekunden und schalten Sie das Gerät wieder ein.
  • Auf dem Bildschirm sollte nun der Start des Notfall-Betriebssystems zu sehen sein. Jetzt können Sie je nach Defekt und Aufgabenstellung mit den Rettungsarbeiten beginnen. 

Damit Windows wieder startet

Wenn Ihr Windows-PC nicht mehr hochfährt, benötigen Sie ein externes Startmedium mit dem Betriebssystem. Für die Erstellung des Startmediums gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Öffnen Sie die „Systemsteuerung“ und geben Sie in die kleine Suchmaske „Wiederherstellung“ ein.
  • In den Treffern klicken Sie dann „Wiederherstellungslaufwerk erstellen“ an.
  • Damit starten Sie einen Assistenten, der Sie durch die nächsten Schritte führt.
  • Lassen Sie im ersten Schritt „Sichert die Systemdateien auf dem Wiederherstellungslaufwerk“ eingeschaltet. Dieser Schritt ist notwendig, damit von dem Datenträger Windows auch neu installiert werden kann. 
  • Schließen Sie einen USB-Stick mit mindestens 8 Gigabyte an. Dieser wird als Wiederherstellungslaufwerk neu formatiert. Alle vorher darauf befindlichen Daten gehen verloren. 
  • Jetzt beginnt die Zusammenstellung des Rettungssystems, was etwas Zeit beansprucht.

Das Wiederherstellungslaufwerk bietet die Möglichkeit, Windows neu zu installieren. Außerdem sind alle Reparatur-Tools wie auf einer Original-DVD enthalten.

Als Alternative können Sie sich auch einen Datenträger direkt von Microsoft besorgen. Die Windows-Version ist zur Rettung eines Systems gedacht. Sie eignet sich aber nicht dafür, um etwa besonders günstig einen neuen PC mit Windows auszustatten.

  • Besuchen Sie die Seite von Microsoft .
  • Laden Sie sich dort das „Media Creation Tool“ herunter und führen Sie es aus.
  • Die Programmdateien werden aus dem Internet geladen und auf dem USB-Stick gespeichert.

Notfall-Datenträger für andere Situationen

Je nachdem, was der Grund für die Panne ist, kann der Einsatz eines alternativen Startmediums sinnvoll sein. Viele Anbieter von Virenscannern bieten solche Notfallsysteme an, die in erster Linie für die Überprüfung auf Computerschädlinge und deren Beseitigung optimiert sind.

Diese Notfallwerkzeuge sind allerdings nicht für die Reparatur oder die Neuinstallation von Windows geeignet! Mit diesen Systemen können Sie (je nach Umfang der mitgelieferten Tools)

  • das System starten,
  • die Festplatte auf Schäden prüfen und eventuell reparieren,
  • den Rechner auf Viren, Trojaner oder Erpressersoftware untersuchen, um diese zu entfernen, gezielt (aus Versehen) gelöschte Dateien wiederherstellen. 

Die Rettungsmedien können Sie kostenlos auf den Seiten der Hersteller beziehen, wie zum Beispiel von Norton oder Kaspersky.

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