Blog.Telekom

Klaus vom Hofe

3 Kommentare

Pferde-App & Co: Gründergeist entfesselt

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Christina Terbille, Personalerin bei der Telekom, hat drei Monate den Job Job sein lassen und ihre Geschäftsidee weiterentwickelt: „Die Pferde App“. Das ermöglichten ihr Vorgesetzte und Kollegen sowie das Programm „Uqbate“ für interne Unternehmer.

Christina Terbille mit "Flo". Auf dem Tablet: der App-Prototyp.

Christina Terbille mit "Flo". Auf dem Tablet: der App-Prototyp.

Eine App, die Pferdebetrieben die Arbeit erleichtert. Die Kreide- und Magnettafeln für die Tagesplanung im Stall überflüssig macht. Eine App, die für jedes Tier Besonderheiten verzeichnet, etwa wie es gefüttert, bewegt oder gesundheitlich versorgt werden soll, so dass jeder Stallmitarbeiter alles genau erledigen kann. Eine App, die die sonst oft per SMS für ihr Tier geäußerten Wünsche von etlichen Pferdebesitzern direkt bündelt und ihnen andersherum auch zeigt, was erledigt wurde.

Das sind nur ein paar Möglichkeiten der "Pferde App" von Christina Terbille. Wenn sie davon erzählt, leuchten ihre Augen. Sie berichtet von 15.000 Pferdebetrieben in Deutschland, von normalen Reitbetrieben über Rennställe bis Tierkliniken, die so eine Lösung noch nicht haben. Von Besitzern, deren Pferde so teuer wie Rennautos sind. Und von 6,7 Milliarden Euro, die pro Jahr in Deutschland bei Pferdehaltung, Dienstleistungen und im Einzelhandel rund ums Pferd umgesetzt werden.

Die Telekom-Mitarbeiterin wuchs im Kreis Warendorf auf, Hochburg des Reitsports. Sie betreibt das Dressurreiten als Leistungssport – in ihrer Jugend intensiver als jetzt. Doch auch heute noch startet sie hin und wieder auf Turnieren mit ihrem eigenen Pferd Flo. Die App-Idee trug sie schon länger mit sich herum, arbeitete am Wochenende und abends nach der Arbeit daran, und kam nicht recht voran, wie sie sagt. Doch als ihr im August 2017 zufällig ein Flyer von Uqbate in die Hände fiel, platzte ein Knoten. Uqbate ist ein Innovationsprogramm für Telekom-Mitarbeiter. Geleitet von Johannes Nünning, ermöglicht es internen Stipendiaten, ihre Geschäftsidee im Start-up zu einem finanzierungsfähigen Konzept zu entwickeln. Sie erhalten den Freiraum, sich drei Monate ausschließlich darum zu kümmern.

„Unglaubliche Energien“

Christina Terbille bewarb sich kurzentschlossen, bestand Auswahl- und Interviewrunden. "So hatte ich die großartige Chance, meinen normalen Job zu ‚parken‘ – dank meiner Chefin, meines Vertreters und eines sehr verständnisvollen Teams“, blickt sie zurück. "Ich durfte mich drei Monate Vollzeit bei vollem Gehalt mit meiner eigenen Idee beschäftigen - plötzlich hatte ich Energien, die unglaublich waren." Aus dem Konzern kommend, empfand sie die Start-up-Szene als eine ganz neue Welt, hatte sie sich doch zuvor noch nie mit den Themen Gründung, Gesellschafterverträge, Investorensuche, Appentwicklung und Webseitenbau beschäftigt. Alles war neu. "Umso spannender war das Ganze. Was ich in den drei Monaten in dem Programm gelernt habe, ist unglaublich“, sagt Terbille. "Noch nie habe ich so viele Dinge gemacht, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie kann."

Nun hat sie ihr Etappenziel erreicht: Nach vielen Interviews mit möglichen Nutzern steht ihr Konzept genauso wie der Business-Plan, das Team und die App als Prototyp, also ein sogenannter "Clickdummy". Alles ist "investorenreif". Sobald die Geldgeber unterzeichnet haben und eine eigene Gesellschaft gegründet ist, wird die Anwendung programmiert, gelauncht, und der Vertrieb beginnt.

Christina Terbille ist nun eine Alumni bei Uqbate. Aktuell läuft die dritte Runde im Programm, das im Bereich von Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie und Innovation, beheimatet ist. Elf Teams sind nun im Stipendiatenkreis, sechs mehr als 2017. Christina Terbille hebt hervor, wie gut sie sich bei Uqbate aufgehoben fühlte. "Johannes Nünning hat uns großartig betreut. Er brachte uns mit den richtigen Leuten zusammen, stellte die richtigen Fragen und holte die richtigen Coaches – zum Beispiel für Rechtsberatung und Finanzplanerstellung – dazu."

Egal, ob ihre App fliegen wird oder nicht – für Christina Terbille steht fest: Sie hat viel über sich selbst gelernt. "Ich bin doch eine Gründerin", sagt sie. "Vorher habe ich immer behauptet, ich sei zu konservativ, mir fehlte der Mut. Jetzt kam die offensichtlich richtige Idee daher und plötzlich traue ich mir alles zu."

Das ist Uqbate:

  • Ob neue Apps, Produkte, Services oder Technologien: Uqbate beschleunigt als so genannter "Drei-Monats-Accelerator" die Verwirklichung von Ideen interner Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Telekom. Im "UQBATE Scholarship" durchlaufen sie ein dreimonatiges "Job Visiting", um in Vollzeit und mit Vollgas die eigene Idee zu einem finanzierungsfähigen Konzept zu entwickeln.
  • Als offene Plattform bietet Uqbate Workshops, Netzwerk, Coaching und Freiraum.
  • Uqbate-Leiter Johannes Nünning betreut als "Interner Business Angel" die Teilnehmer.
  • Wer das Programm und die Stipendiaten kennenlernen will, kommt zum "UQBATE Demoday". Diese Netzwerkveranstaltung in Bonn findet statt am Donnerstag, 28. Juni 2018 von 9.30 Uhr bis 14 Uhr in der Lobby (Haupteingang) der Zentrale der Deutschen Telekom, Friedrich-Ebert-Allee 140. Externe Gäste sind herzlich willkommen.
  • www.uqbate.com
FAQ

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Website {js_accept}akzeptieren{js_accept} Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen finden Sie hier.