Blog.Telekom

Winfried Ebner

2 Kommentare

Was die Green Pioneers für Bienen tun!

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Der Frühling beginnt, die Bienen beginnen zu fliegen. Green Pioneer & Imker Patrick Köhler zeigt eindrucksvoll, warum wir über 20 Bienenvölker auf unseren Telekom-Technikflächen beheimaten. Im Doppelinterview mit Myriam Quiskamp wird klar, warum das ehrenamtliche Engagement der über 280 Green Pioneers so wichtig ist und für welche Themenfelder sie sich gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Sechs Fragen & Antworten für eine noch nachhaltigere Telekom.

Hallo Myriam, was macht die Green Pioneers so besonders?
Das Besondere ist die Vielfalt dieser Community, ob menschlich oder thematisch. Nachhaltigkeit ist vielfältig und je nach Perspektive auch gegensätzlich: So gibt es z.B. einen Jäger unter den Pioneers, für den es nachhaltig ist, das zu essen, was er selbst in seinem Wald geschossen hat. Daneben gesellen sich Kolleg*innen, die sich bewusst vegan ernähren. Statt den Jäger oder die vegan lebende Kolleg*in jeweils für das Gegenteil zu motivieren, versuchen wir gemeinsam andere zu motivieren, einen ökologisch bewussteren Alltag zu leben – und das mit viel Herz und Leidenschaft, aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger ☝.

Imker mit Biene Maja Puppe

Imker Patrick Köhler in seinem Element.

Unsere Community ist stetig gewachsen. Bei unserer ersten Kick-Off Veranstaltung 2019 waren es genau 83 Green Pioneers, die neben ihrem eigentlichen Job bereit waren die extra Meile zu gehen, um die Telekom noch nachhaltiger zu gestalten. Daraus ist mittlerweile eine Community von über 280 Kolleg:innen geworden. Gemeinsam fördern wir das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit, schaffen Aufmerksamkeit und bieten die Möglichkeit zum mit, - & nachmachen.

In welchen Themenfeldern ist die Community aktiv?
Wir organisieren uns in thematischen oder auch regionalen Hubs, man könnte auch Arbeitsgruppen sagen. Die lokalen Hubs treffen sich regelmäßig zu einem gemeinsamen Frühstück oder Lunch, um sich auszutauschen. In unseren thematischen Hub haben sich diejenigen zusammengeschlossen, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder bei dem man Expertenwissen hat, das man einbringen möchte. Die Hubmitglieder*innen von „Gesunde & klimafreundliche Ernährung“ halten z.B. regelmäßige LEX Sessions, um ihr Wissen mit Kolleg*innen zu teilen. Sie klären auf, welchen Einfluss unsere tägliche Ernährung auf Ökosysteme und Weltklima hat. Die wenigsten wissen zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte der Ernte von Feldpflanzen nicht auf unseren Tellern landet, sondern als Futtermittel für die Tiere (siehe Fleischatlas).  Wenn wir also weniger tierische Produkte konsumieren, könnte die Ackerfläche für Feldpflanzen genutzt werden, die den Menschen ernähren.

Leitbild, Mission und Ziele der Green Pioneers

Leitbild, Mission und Ziele der Green Pioneers

Und wie arbeitet ihr als Green Pioneers?
Wir versuchen aufzuzeigen, welchen Einfluss jede*r selbst nehmen kann. Die Klimakrise ist menschengemacht. Der Mensch ist das Problem, aber auch die Lösung. Wir Green Pioneers sind lieber Teil der Lösung und freuen uns, wenn wir andere zu Veränderung und einem Bewusstsein für Nachhaltigkeit motivieren können. Denn: Wer einen ökologischen & ressourcenbewussten Alltag lebt, unterscheidet nicht zwischen privat und dienstlich.

Lieber Patrick, warum sind die Bienen so wichtig für die Natur?
Bienen sind ein Teil der gesamten Insektenwelt. Die Honigbiene ist dabei sicherlich die bekanntes Art. Je nach Region gibt es jedoch insgesamt 550 – 600 verschiedene sogenannte Wildbienen-Arten. Alle zusammen liefern eine sehr wichtige Bestäubungsleistung: Apfel, Birne oder Kirsche – aber natürlich auch Wildkräuter sind auf Fluginsekten zur Bestäubung angewiesen, um hier ausreichend Früchte zu produzieren. Fällt eine Insektenart in einer Region weg, hat das einen direkten Einfluss auf die Vermehrung verschiedener Pflanzen bis hin zum kompletten Verschwinden.

Was tut die Telekom für die Magenta Bienen & was ist das „digitale Honigglas“?
Der Magenta Honig ist das Ergebnis unserer Imkerinnen und Imker des Konzerns. Auf den eigenen Flächen haben wir Honigbienen ansiedeln können und die Mitarbeitenden kümmern sich in Ihrer Freizeit darum. Ein Teil des Honigs bekommen wir für unsere Bieneninitiative. Diesen füllen wir in das “weltweit erste digitale Honigglas” ab. Die Erlöse des Honigverkaufs investieren wir in die Veränderung unserer Flächen. Diese werden entwickelt, so dass nicht nur die Honigbiene, sondern auch alle anderen Wildinsekten ein perfektes Zuhause finden können. 

Wir haben gemeinsam mit Rastal ein Glas und eine Plattform entwickelt, um für Kundinnen und Kunden mehr Informationen anzeigen zu können. Der NFC-Chip kann mit dem Smartphone ausgelesen werden. Dahinter lassen sich dann zusätzliche Informationen anzeigen wie Standort des Bienenvolks, welches diesen Honig gesammelt hat oder der Erntezeitpunkt. Somit kann eine transparente Lebensmittelproduktion gewährleistet werden. 

Weitere Funktionen ergeben sich durch den NFC-Chip für das Mehrwegsystem. So ergeben sich Antworten auf folgende Fragen: Wie oft kommt ein Honigglas zurück und kann neu befüllt werden? Wie lange ist der Umschlagszyklus? Welche Honigsorten waren bereits abgefüllt? 

Die Zukunft könnte die Lieferkette auf einer Blockchain abgebildet, hier arbeiten wir als T-Systems Innovation Center in München gemeinsam mit Experten gerade an einem Prototyp.

Screenshot der Website des Bienenstock auf dem Innovation Center in München.

Diese Webseite zeigt Daten aus dem Bienenstock auf dem Innovation Center in München.

Patrick: Was kann jede*r Einzelne tun, um die Bienen zu schützen?
Bienen sind keine Streicheltiere, das dürfte jedem klar sein. Am einfachsten kann jede*r Einzelne einfach mal Unkraut wachsen lassen. Den Rasen mal etwas später mähen oder einen Streifen auf der Wiese wild wachsen lassen. Eine Bienenwiese muss nicht unbedingt hübsch aussehen. Das kostet nicht mal Geld, Hilft den Insekten und spart sogar Zeit.

Wer zusätzlich eine Fläche kultivieren will, kann sich für verschiedene Saatgutmischungen entscheiden. Hier gibt es unzählige Angebote. Ein lokaler Imkerverein ist hier immer ein guter Anlaufpunkt, welche Sorten zu den lokalen Sorten zählen und welche Saatgutmischungen sich für die eigene Region eignet.

Insektenhotels sind nur für wenige der vielen Wildbienenarten geeignet, denn einige dieser Wildbienen nisten im Boden oder benötigen spezielle Pflanzen für ihre Brut. Dennoch hilft ein solches Insektenhotel den Honigbienen und kann auch ein optischer Blickfang sein, wie Tim Trünkle‘s Telekom Bienenhotel eindrucksvoll zeigt.

Myriam Quiskamp ist Green Pioneer der ersten Stunde, sie arbeitet für den Bereich „Group Corporate Responsibility“ in Bonn und unterstützt die Green Pioneers als Community Managerin.
Patrick Köhler arbeitet als Senior Innovation Manager bei T-Systems in München. Mit digitalen CR-Projekten kann er seine Leidenschaft als Imker in die Green Pioneers-Community einbringen. Herzlichen Dank für dieses Interview!

Digitaler Bienenstock

„Biene an Imker“ – Vernetzte Bienenstöcke leisten Beitrag zur Artenvielfalt

Telekom gibt Bienen ein vernetztes Zuhause auf dem Gelände ihrer Bonner Zentrale. Die Bienenkörbe sind mit IoT-Technik ausgestattet und mit dem Maschinen- und Sensorennetz der Telekom verbunden.

FAQ