Konzern

Klaus vom Hofe

0 Kommentare

Auf Achse für den Mobilfunk

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

275 Telekom-Netztechniker sorgen vor Ort für gute Handyverbindungen. Diesmal in unserer Reihe "Wir sind für euch da" über Kollegen, die Wichtiges am Laufen halten: Zwei, die auf Antennen klettern. Das Coronavirus zwingt sie, anders zu arbeiten.

Wenn Marco Steffens über den Dächern Berlins an Mobilfunkantennen arbeitet, sieht er unten belebte Straßen und Gehwege. „Jetzt ist alles wie leergefegt“, sagt der 50-Jährige. „Das sieht gerade von oben besonders eigenartig aus“, sagt er. Die Menschen bleiben zu Hause. Er weiß: In diesen Tagen glühen die Handys bei allen, die nur einen Mobilfunkanschluss und kein Festnetz gebucht haben. Die Familien daddeln, streamen Filme, laden Videos hoch, lernen online und videochatten mit Gott und der Welt. An all die denkt er heute besonders.

Steffens misst die Funkqualität, wartet die Antennen und beseitigt Störungen. Auch fährt der gelernte Fernmeldehandwerker zu Geschäftskunden der Telekom. Dort kümmert er sich um WLAN-Hotspots und stattet Gebäude mit Mobilfunk aus. Sein Gebiet reicht von Berlin bis nach Rostock im Norden, Frankfurt/Oder im Osten und Cottbus im Süden.

„Wir erledigen immer alles perfekt“

Dieselben Aufgaben erledigt sein Kollege Thomas Rothböck rund 600 Kilometer weiter südlich - von Münchens Nordosten bis nach Ingolstadt und im Bayerischen Wald. Auch er stellt sich vor, dass die Nerven in den Häusern oft blank liegen: „Da muss zumindest die Telekommunikation stimmen.“ Und wer sich lange an einem Ort aufhält, merkt womöglich eher, wenn Mobilfunk gestört ist oder vorübergehend gewartet wird. Selbst wenn das, wie meist, innerhalb weniger Stunden erledigt wurde. Ob er und seine Kollegen in diesen Zeiten anders an der Technik schrauben? „Nein, ob Corona oder nicht - wir erledigen immer alles perfekt. Ich vergewissere mich doppelt und dreifach, dass alles gut ist – bevor ich ein zweites Mal raus muss.“

Geändert hat sich aber das Miteinander, wie beide Kollegen berichten. Zwar sind sie wie viele weitere im Außendienst der Telekom in der Regel allein unterwegs. Sie sind professionelle Techniker und Steiger. Aber in schwierigen Fällen rücken sie sicherheitshalber als Duo oder Trio an. Sie klettern dann mit Werkzeug und Material mindestens zu zweit auf die bis zu 100 Meter hohen Antennenmasten. Steffens: „Wir haben dafür neue Regeln. So steigen wir nicht mehr direkt hintereinander, sondern halten einige Meter Abstand. Dann hat der erste oben auf der Plattform mehr Zeit. Er richtet in Ruhe seinen Platz ein und bereitet das Werkzeug vor - und beide kommen sich nicht in die Quere."

Kaffee zwischendurch bleibt auf der Strecke

Und wenn es durch hohe Wohnhäuser, Hotels und öffentliche Gebäude geht, zum Beispiel mit dem Aufzug zur Antenne auf dem Dach? Da fahren die Techniker einzeln, legen ihre Werkzeugrucksäcke zwischen sich und die Tür für den Fall, dass zwischendurch ein Bewohner einsteigen will. „Das hindert, den Lift zu betreten und lässt Raum für die höfliche Bitte, die nächste Fahrt abzuwarten“, so Steffens. Auch enge Betriebsräume mit Mobilfunktechnik, in Wohngebäuden zum Beispiel im Keller, betreten die Kollegen nur noch einzeln.

Für nötige Teamarbeiten gibt es jetzt drei feste Kollegen, vorher konnten sich die Gruppen flexibel zusammenschließen. „Das folgt der Logik, dass nicht gleich ein großer Kreis gefährdet würde, sollte einer sich angesteckt haben“, sagt Thomas Rothböck, der ehrenamtlich auch für die Feuerwehr und das Rote Kreuz tätig ist.

Für alle Kollegen gilt also, Abstand voneinander halten, mindestens 1,5 Meter. „Manchmal ist es schwer, sich am Riemen zu reißen, also nicht mal eben Händeschütteln oder gemeinsam Messungen auf einem kleinen Monitor anschauen“, so Rothböck. „Es bleibt auch Kollegiales auf der Strecke zurzeit, wie der gemeinsame Kaffee zwischendurch.“ Fest steht: Der Einsatz von Marco Steffens und Thomas Rothböck sowie rund 20.000 weiterer Netz-Technikerinnen und -Techniker der Telekom für die Kunden rückt in Zeiten von Corona noch mehr in den Vordergrund. Beide lassen sich aber ihren Job durch das Virus nicht vermiesen: „Du lernst viel, kommst viel rum, löst Probleme – es ist sehr abwechslungsreich.“

Arbeiten in bis zu 100 Metern Höhe für beste Verbindungen.

So halten wir Wichtiges am Laufen

Wie die Telekom-Mitarbeiter in der Corona-Krise dafür sorgen, dass Netze, Service und Verbindungen stabil bleiben.

FAQ