Smart City: Die digitale Stadt der Zukunft

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Wir leben in einer Welt, die sich zunehmend vernetzt. An moderne Technologien in unserem Alltag haben wir uns längst gewöhnt. Manchmal ist uns das gar nicht bewusst, weil digitale Angebote wie selbstverständlich erscheinen. Diese Praxis ist in urbanen Ballungsgebieten allgegenwärtig, wo immer mehr Menschen auf engem Raum in einer Smart City wohnen und arbeiten. In dem folgenden Artikel schauen wir uns das Konzept der Smart City genauer an und verraten, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. 

Smart City: Die digitale Stadt der Zukunft

Smart City: Die digitale Stadt der Zukunft

Definition: Was ist eine Smart City?

Als Smart City wird ein Konzept bezeichnet, das als strategischer und fortlaufender Prozess das Ziel verfolgt, in einer Stadt das Zusammenleben in Zukunft nachhaltig und effizient zu gestalten. Überall auf der Welt stehen Stadtplaner vor großen Herausforderungen, die sich im Zuge der Globalisierung und wachsenden Bevölkerungszahlen ergeben. Der Bedarf an innovativen, effizienten und vernetzten Systemen für Mobilität, Energie, Umweltschutz oder Kommunikation steigt.

Intelligente Infrastrukturen bieten uns einen Mehrwert, erleichtern das tägliche Leben auf vielfältige Weise und verbessern letztendlich die Lebensqualität. Eine smarte Stadt ist einfach gesagt so etwas wie ein Internet der Dinge mit intelligenten Dienstleistungen und Angeboten. Smart Cities verbessern die Beziehung zwischen Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft und schaffen wichtige Voraussetzungen zum schonenden Einsatz von Ressourcen.  

Die konkrete Umsetzung in der Praxis erfolgt im Zusammenspiel von drahtlosen und superschnellen Funknetzen, smarten Endgeräten und innovativen Anwendungen. Mit dem Kommunikationsstandard 5G ergeben sich in den nächsten Jahren neue Möglichkeiten, um Menschen und Geräte miteinander zu vernetzen.

Wie funktioniert eine digitale Stadt?

Eine Smart City verfügt über eine technologische Infrastruktur mit drei wichtigen Bausteinen:

  • Sensoren
  • Vernetzung
  • Daten

In einer vernetzten Stadt wird die bestehende Struktur mit Sensoren ausgestattet. Sie sammeln Informationen und übertragen die Daten in Echtzeit in eine Cloud, wo die Daten gespeichert und so archiviert werden. Dank der umfangreichen Vernetzung von Geräten und Anwendungen können die Daten für bestimmte Prozesse wieder abgerufen und verarbeitet werden. Verarbeitung heißt hier konkret, dass die digitalen Daten zum Beispiel für eine Analyse oder die Darstellung von Ereignissen genutzt werden. In einer intelligenten Stadt können das ganz unterschiedliche Bereiche sein.

Beispiele für intelligente Projekte in einer Smart City

Smart City Konzepte sind mittlerweile mehr als eine Vision für die Zukunft, sondern fest in unserem gewohnten Tagesablauf verankert. Ein schönes Beispiel dafür ist die Smartphone-App des lokalen Verkehrsunternehmens. Mit ihrer Hilfe können Bürger oder auch Touristen den schnellsten Weg von A nach B suchen und digital gleich das passende Ticket buchen und bezahlen. Dieser Anwendungsfall ist beispielhaft für das, was Smart Cities bieten. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt und diese smarten Angebote nutzt, spart Zeit und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.

Ein weiteres Projekt sind smarte Parklösungen. Sensoren auf den Parkplätzen erfassen den Raum und erkennen, ob der Platz durch ein Fahrzeug belegt oder frei ist. Diese Daten kann der Nutzer über eine App in Echtzeit abrufen oder über digitale Wegweiser erfassen. Dadurch erhält er ohne großen Aufwand die Information, welcher Parkplatz in der Nähe noch frei ist.

Eine ähnliche Technologie versteckt sich hinter der smarten Abfallwirtschaft in einer Stadt. Hier sind Mülltonnen und Container ebenfalls mit Sensoren ausgestattet. Sie melden jederzeit dem zuständigen Unternehmen die Füllmenge. Mit künstlicher Intelligenz oder durch einen Logistiker können so die Routen der Fahrzeuge individuell dem aktuellen Bedarf angepasst werden.

Sensoren erfassen unzählige Daten und definieren Zustände, die wiederum automatisch eine bestimmte Handlung auslösen. So lassen sich beispielsweise sogar Heizungen oder Lichtquellen in Gebäuden smart steuern, abhängig davon, wie viele Personen sich in den Räumlichkeiten noch aufhalten oder nicht. Auf diese Weise wird Energie gespart und nachhaltig die Umwelt gestärkt.

Das sind die Vorteile von Smart Cities

Smart City Konzepte sind digitale Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen und Fragen in unserer globalen Gesellschaft. Wie gehen wir mit Umweltverschmutzung um? Was tun wir gegen Rohstoffknappheit? Welche Folgen haben demographischer Wandel und Bevölkerungswachstum in urbanen Räumen? Zu diesen Fragen kommen weitere Themen aus dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spektrum hinzu. Smart-City-Strategien versuchen, darauf die richtigen Antworten zu präsentieren.

In einer nachhaltigen Stadt spielen daher Projekte wie umweltfreundliche Mobilitätskonzepte oder eine Energiewirtschaft, die Ressourcen schont, eine wichtige Rolle. Schon heute finden sich in vielen Städten intelligente Verkehrssysteme, die etwa dem ÖPNV an Kreuzungen durch Grünschaltung der Ampeln eine Vorfahrt gewähren.

Zusätzlich werden vermehrt regenerative Energiequellen installiert, um den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu verringern. Dazu gehören Fotovoltaikanlagen auf Dächern von Gebäuden, die Strom liefern. Ebenso üben Modelle der Share Economy einen positiven Einfluss auf die Umwelt und das gesellschaftliche Miteinander aus. Das Lebensklima der Menschen verbessert sich. Digitale Prozesse fördern auch das Image einer Stadt und die Beziehung der Bürger zu ihrer Verwaltung. In einer Smart City bieten Behörden zahlreiche Online-Dienste an, wenn etwa ein Termin im Bürgerbüro via Internet zur Beantragung von Ausweisdokumenten vereinbart wird – voll automatisiert. Zudem partizipieren Einwohner transparent an Entscheidungsprozessen, etwa durch die Bereitstellung von Informationen oder Möglichkeiten der Mitbestimmung.

Schlussendlich wirken sich Smart City Projekte immer positiv auf das gesamte Wirtschaftswachstum aus und verschaffen der Stadt so einen Wettbewerbsvorteil. Diese Entwicklung zieht wiederum neue Unternehmen und Einwohner an. Am Ende profitiert die gesamte Stadtgesellschaft einer Smart City.

Smart Cities: Mehrwert für den Bürger

Smart City ist jedoch mehr als eine neue Technologie. Das Konzept stellt den Mensch in den Vordergrund. Der Anspruch der Bürger steigt und der Wunsch nach digitalen Innovationen, die schnelle Hilfe im Alltag leisten, wird zunehmend größer. Er soll sich in der modernen Stadt sicher und wohl fühlen. 

Die Entwicklung von smarten Lösungen im öffentlichen Raum von großen Städten erfordert deshalb eine angemessene Zusammenarbeit und Beteiligung aller Interessensgruppen. Je früher die Einbindung in Entscheidungsprozesse stattfindet, desto größer ist der Nutzen für die zukünftige Smart City.

Der Begriff "Smart" umschreibt nicht nur einen Mix aus IoT-Lösungen. Er stärkt und fördert die Verbindung zwischen Verwaltung, Bürger und Wirtschaft. Dieses Netzwerk ist zudem auch längst nicht mehr nur für Großstädte reserviert, sondern auch für kleinere Städte und Gemeinden ein sinnvolles Thema. Denn auch dort kann das Internet of Things (IoT) die öffentliche Sicherheit verbessern oder die Suche nach freien Parkplätzen erleichtern.

Europäische Städte wie Kopenhagen oder Wien gehören mittlerweile zu den Metropolen mit einer hohen Lebensqualität. Sie haben frühzeitig und mit viel Energie investiert, um Probleme der Menschen mit den Anspruchsgruppen sinnvoll zu lösen, statt sie von oben nach unten zu verändern. Die aktuelle Smart City Strategie der dänischen Hauptstadt "Lasst uns Kopenhagen gemeinsam gestalten" zeigt diesen Ansatz und seine Nachhaltigkeit. Ausgehend von der Vision, das Stadtleben zu stärken, werden die Menschen dazu ermuntert, zum Beispiel im Freien zu arbeiten oder das Fahrrad für die tägliche Mobilität zu nutzen.

Positive Beispiele für die Einbindung von IoT in den Alltag gibt es auch in deutschen Städten. Kommunen wie Bad Hersfeld, Monheim am Rhein oder die Digitalstadt Darmstadt haben erfolgreich eine Smart-City-Initiative auf den Weg gebracht.

Futuristische Skyline

Smart City

So unterstützt die Deutsche Telekom Städte bei der digitalen Transformation. Und das europaweit.

FAQ