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Der Computer als Autor

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Wer schreibt die Texte, die in einer Zeitung stehen? Der Redakteur? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

Vor allem bei der Berichterstattung zu Fußballspielen oder im Börsen- und Finanzbereich kann es sehr gut sein, dass der Computer hier die Rolle des Redakteurs übernommen hat.

Bei den Firmen Retresco, Aexea, Texton oder Textomatic beispielsweise können Redaktionen vom Computer erstellte Berichte über Fußballspiele bestellen. Interessant ist das vor allem für die Berichte über Spiele der Kreisklasse, denn welche Lokalredaktion kann es sich schon noch leisten, hier Redakteure zu jedem Spiel zu schicken? Und schlecht geschrieben sind die Artikel nicht. Der Computer schafft es überraschend gut, die oft sehr blumige und eigene Sprache zu treffen.

Wer einen solchen Artikel lesen will, schaue sich zum Beispiel auf der Seite "FussiFreunde.de" von Radio-Hamburg oder auf fupa.net um.

Künftig werden immer mehr Meldungen automatisch erstellt. So zum Beispiel Erdbeben-Meldungen von "Quakebots“. Schon im Frühjahr 2014 war es durch einen solchen "Roboter-Journalisten“ möglich, nur vier Minuten nach einem Beben in Kalifornien auf der Website der Zeitung "LA Times“ die erste kurze Meldung darüber zu lesen.

Die steigende Bedeutung der Schreib-Roboter zeigt sich auch in der Investition von einigen Medienhäusern in AX Semantics. Das Unternehmen hat kürzlich eine Finanzierungsrunde im mittleren einstelligen Millionenbereich von drei deutschen Medienhäusern (NWZ Digital, PDV Inter-Media Venture, Müller Medien) erhalten.

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