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Antibiotikaberatung per Telemedizin

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Antibiotikaresistenzen gehören laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) global zu den größten Gesundheitsproblemen – Tendenz steigend. Am Klinikum St. Georg in Leipzig entsteht im Verbund mit Medizinern das „Antibiotikanetzwerk Sachsen“ (ABNW). Eine digitale Befundungs- und Beratungsstelle, die – basierend auf der Telehealth-Plattform der Telekom – Ärztinnen und Ärzte beim verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika sowie bei Infektionstherapien unterstützt.  

Sie besiegen bakterielle Infektionen, bekämpfen Krebs oder helfen Frühgeborenen beim Start ins Leben – richtig angewendet sind Antibiotika ein Segen. Werden sie zu oft eingesetzt, können sich Resistenzen bilden. Die Infektiologen des Klinikums St. Georg sammeln vor diesem Hintergrund Wissen über Infektionskrankheiten, Antibiotikatherapien und Multiresistenzen. Patienten-, Verordnungs- und Resistenzdaten von Krankenkassen, Laboren und Kliniken werden erfasst und von den Medizinern analysiert, um daraus fachspezifische Empfehlungen ableiten zu können. Im Kern der telemedizinischen Beratung steht das Antibiotikakonsil (ABx-eKonsil): Ärztinnen und Ärzte können dort Patienten mit Infektionskrankheiten über geschützte Datenverbindungen „vorstellen“ und sich von den Infektiologen des Klinikums St. Georg zur Behandlung mit antimikrobiellen Substanzen beraten lassen. Alle Fälle und Beratungsanfragen können von den Teilnehmern verfolgt und dokumentiert werden. Die Daten werden in elektronischen Beratungsakten verwaltet. 

THOS-Plattform als Basis

Das Antibiotikanetzwerk basiert auf der von der Telekom betriebenen telemedizinischen THOS-Plattform (THOS = Telehealth Ostsachsen). Diese ermöglicht es Patienten, Ärzten, Kliniken, Pflegekräften, Apotheken und Krankenkassen in einer bestimmten Region, Gesundheitswerte, Befunde, Medikamentengaben oder andere Informationen über ein speziell verschlüsseltes Datennetz auszutauschen. Die Server, auf denen die Informationen gespeichert sind, entsprechen höchsten deutschen Datenschutzstandards.

Besser versorgt

Digitale Plattformen für die Telemedizin nehmen gerade erst Fahrt auf. Dennoch steigt die Qualität der medizinischen Versorgung messbar. So hat die Berliner Charité nachgewiesen, dass sich Patienten mit einer Herzschwäche via Telemedizin besser betreuen lassen. Die Erkrankten mussten nachweislich weniger Tage im Krankenhaus verbringen und lebten länger. Auch hier unterstützt die Telehealth-Plattform der Telekom: Sie wird unter anderem auch bei der Nachsorge von Patienten mit Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Pathologie eingesetzt*).

Menschen mit Parkinson, Multipler Sklerose, Demenz oder Epilepsie sind via Teleneurologie ebenfalls besser versorgt: Der behandelnde Arzt hat immer die komplette Krankenakte elektronisch griffbereit. Besteht ein ernstzunehmender Verdacht, konsultiert er per Videosprechstunde den Neurologen der nächsten vernetzten Klinik, bevor der Patient dort eingewiesen wird. Mediziner können die Technologie aber auch für Tumorkonferenzen nutzen: Die Pathologen der Partnerkliniken bewerten die mit dem Scanner erfassten Gewebeschnitte gemeinsam und tauschen sich zu seltenen Erkrankungen aus, um die bestmögliche Therapie einzuleiten.

Telematikinfrastruktur als Basis

Die Grundlage dafür, dass sich alle Akteure in der Telemedizin sicher austauschen können, schafft die Telematikinfrastruktur. Der Zugang erfolgt künftig über den ohnehin für die Telematikinfrastruktur notwendigen Konnektor.

*) entwickelt in Kooperation mit CCS GmbH: www.telehealth-ostsachsen.de

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