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Norbert Riepl

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Alles Paletti oder wo sind meine Lieferungen?

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Wer kennt es nicht: man schickt seine Waren los und keiner weiß wo sie sind. Dabei gibt es heute schon Möglichkeiten die wichtigsten Parameter einer Lieferkette zu erfassen. Mit dem Ausbau des 5G-Netzes nimmt dieser Trend noch einmal Fahrt auf. Die European Pallet Association (EPAL) hat alleine in Europa rund 500 Millionen Paletten im Umlauf. Einige davon hat sie für ein Pilotprojekt mit dem Low-Cost-Tracker ausgerüstet. Der hilft unter anderem verlorene oder gar gestohlene Warensendungen wieder aufzufinden – Unternehmen beklagen jährlich Schäden in Milliardenhöhe.

Sensoren sind die heimlichen Stars des Internets der Dinge

Das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) lebt von Daten, sie sind die Grundlage für fast alle Anwendungen und das Elixier für künstliche Intelligenz. Kurzum: Es wird nicht nur alles miteinander vernetzt. Es wird auch gemessen, was gemessen werden kann. Sensoren in Paletten, Containern und Behältern übertragen künftig Milliarden von Zustandsdaten. Zudem können sie sich selbst lokalisieren und untereinander kommunizieren. Der Low-Cost-Tracker ist das Paradebeispiel dafür.

Bis zu fünf Jahre Batterielaufzeit

Der gemeinsam mit Fraunhofer IML entwickelte, mit einer SIM-Karte ausgerüstete, wasserfeste Sensor registriert Stöße, Lage, Beschleunigungen und Temperatur der Palette. Er meldet sich selbständig bei Abweichungen durch Erschütterungen oder Temperaturschwankungen und gibt aktuelle Daten automatisch an ein Portal weiter. Der Datenaustausch erfolgt über das Maschinen- und Sensoren-Netz der Telekom, in Fachkreisen NarrowBand IoT (kurz: NB-IoT) genannt. Diese Schmalbandtechnologie funktioniert praktisch überall. Vorteile der neuen Technologie sind ein niedriger Energiebedarf, geringe Kosten und eine hohe Durchdringung in Gebäuden.

Huhu, wo bin ich?

Wegen fehlender oder falscher Informationen erreichen 30 Prozent aller Lieferungen weltweit nicht rechtzeitig ihr Ziel. Für viele Produktionsfirmen ist das eine Katastrophe, weil sie nur noch minimale Lagerflächen haben. Wenn dann die Bremsen für ein Auto oder die Farben für eine Lackiererei nicht rechtzeitig da sind, verzögert sich die Produktion. Deshalb ist es von Vorteil – egal ob zu Wasser, auf der Schiene oder der Straße – seine Lieferung immer auf dem Radar zu haben. Das hilft den Transport gezielter zu steuern und erlaubt verlässliche Aussagen zum Liefertermin zu machen. 

Wann wird’s mal wieder richtig……? 

„Kühl“ ist die relevante Antwort, wenn es sich beispielsweise um Lebensmittel wie Obst und Gemüse oder man höre und staune „spezielle Lacke“ handelt. Der Tracker kann die Kühlkette im Lieferstrang überwachen, Temperaturabweichungen können nachgeregelt werden. Das hält den Empfänger bei Laune. Lacke, beispielsweise für Designergläser, behalten ihre Konsistenz. Einige Grad Abweichung aus dem Temperaturfenster zerstören ansonsten die Farbe und mindern die Qualität nach dem Lackieren. 

Stabile Netze und konkurrenzfähige Preise

„Der Low-Cost-Tracker macht Ladungsträger intelligent und hebt das Datengold der Logistik. Das wird ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Für eine Skalierung im Milliardenbereich ist ein weltweiter Standard mit einer sicheren Zertifizierung und Authentifizierung, zum Beispiel per SIM-Karte, ebenso unerlässlich wie auf lange Sicht garantierte, stabile Netze, konkurrenzfähige Preise und Flatrates. Das kann zurzeit nur NB IoT“, sagt Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Tracking-Modul, in Palette eingebaut.  

Datengold der Logistik: Tracker macht Paletten intelligent

Telekom, Fraunhofer IML und EPAL haben die ersten 500 intelligenten Paletten im Praxiseinsatz. Damit wird das Internet der Dinge massentauglich für die Logistik.

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