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Andreas Kadelke

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Darum macht die Telekom das O2-Netz besser / Update: Kooperationen auch im Festnetz

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Blick auf einen Sendemast

Die Financial Times Deutschland hatte es schon läuten hören, und eben haben Telefónica und wir es bestätigt: Die Deutsche Telekom wird in den kommenden Jahren bis zu 2.000 Mobilfunkstandorte von Telefónica - die ja hier in Deutschland als O2 am Start sind - per Glasfaser ans Netz anbinden. Das O2-Netz wird so besser, Daten werden schneller und mit höherer Kapazität übertragen. Ab dem zweiten Quartal geht’s los. Die Daten der UMTS- und LTE-Stationen werden dann an bundesweit verteilten Anschlusspunkten über die Leitungen, die Telefónica von uns mietet, in das O2-Kernnetz transportiert.So weit, so gut. Aber warum machen wir das? Die Frage taucht schon im Netz auf und liegt ja auch auf der Hand. Unser oberster Geschäftszweck ist es ja nicht, die Netze unserer Wettbewerber - so gern wir sie alle haben - besser zu machen. Niek Jan van Damme, unser Vorstand für das Deutschlandgeschäft, sagt dazu: „Um beim Breitbandausbau Synergien nutzen zu können, müssen die Netzbetreiber zusammenarbeiten. Die Telekom ist bereit dazu.“ Anders gesagt: Der Breitbandausbau ist verdammt teuer. Diese Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit, einen Teil der Kosten, die wir für den Breitbandausbau aufwenden, wieder reinzuholen, weil die Standorte zu einem großen Teil nahe beieinander liegen oder sogar identisch sind. Hinzu kommt: Wenn wir das Geschäft nicht machen, tut es ein anderer. Übrigens würden wir ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Unternehmen treffen. Zwar helfen wir unseren Wettbewerbern damit, ihre Netzqualität zu verbessern. Aber: Unser Niveau erreichen sie damit nicht, denn wir binden ja nicht alle Standorte an.

Update: Ich hatte es oben ja schon geschrieben: Wir wollen weitere Kooperationen mit anderen Unternehmen eingehen. Und genau das tun wir jetzt mit NetCologne. Wir wollen von NetCologne in Köln Glasfaseranschlüsse mieten, die bis zu den Häusern reichen (im Branchenjargon heißt das Fibre to the Building, FttB). Im Gegenzug erhalten die Kölner die Möglichkeit, von uns VDSL-Anschlüsse zu mieten und sie an ihre Kunden weiterzuvermarkten. Unser Deutschland-Chef Niek Jan van Damme hat der FAZ erklärt, warum wir diese Vereinbarung getroffen haben: „Durch die gegenseitige Nutzung der Infrastruktur wird der Ausbau schneller rentabel, weil die Netze gemeinsam besser ausgelastet werden.“ Und er hat dabei noch einen interessanten Ausblick auf weitere mögliche Zusammenarbeiten gegeben, an die man vielleicht nicht sofort denkt. Es geht hier Kooperationen mit Energieversorgern. Hintergrund: Auch die bauen Netze. Und da der größte Teil der Kosten beim Netzausbau auf den Tiefbau entfällt, können wir mit Versorgern Synergien nutzen. Denkbare Modelle sind, dass ein Energieversorger ein Netz baut und wir es betreiben oder dass wir Joint Ventures gründen, die die Netze bauen und betreiben. Dazu laufen derzeit Gespräche.

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