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Norbert Riepl

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Einsen und Nullen: Daten erobern die Logistik

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Jeder spricht vom Internet der Dinge (Internet of Things: IoT). Alle wollen irgendwie rein. Doch wie funktioniert das? Welche Vorteile bietet IoT für Unternehmen? Und warum verändert ein digitaler Datenmarktplatz die Logistik?

Das Bild zeigt viele Möglichkeiten der Logistikbranche

Daten sind das Gold des Internets der Dinge.

Je tiefer das Internet der Dinge in Unternehmensprozesse implementiert ist, desto größer sind die Vorteile. Daten spielen dabei eine Schlüsselrolle. Erhalten Unternehmen Zugang zu mehr Daten über ihre eigenen Produkte und internen Systeme, können sie Eingreifpunkte besser erkennen und Änderungen oder Korrekturen vornehmen. Gerade die Logistikbranche profitiert von dieser Entwicklung.

Woher kommen diese Daten?

Sensoren sind die heimlichen Könige des IoT. Sie erfassen alle möglichen Zustände einer Produktion und deren Auslieferung: Sind ausreichend Materialien vorhanden oder muss nachgeliefert werden? Wird die Lieferung gerade bewegt? Wo befindet sie sich? Bei empfindlichen Waren: Gab es Erschütterungen? Wurde die Kühlkette unterbrochen? Für eine Palette oder Lieferkette werden vielleicht rund 100 Datensätze generiert. Das klingt wenig. Doch alleine die European Pallet Association (EPAL) bewegt rund 500 Millionen Paletten in Europa. Da lässt sich erahnen, welche Datenmengen weltweit aufkommen. Diese Datenmengen benötigen eine zentrale Plattform wie den Data Intelligence Hub der Deutschen Telekom. Er verwaltet die Daten souverän, verteilt sie gezielt und  monetarisiert sie sogar.

Externe Einflüsse beeinträchtigen die Lieferkette

Die Ware in einwandfreiem Zustand zum vereinbarten Termin auszuliefern ist das Ziel der Logistikbranche. Am Beispiel der Container-Linienschifffahrt ist zu erkennen, wie komplex das sein kann. Shanghai- Hamburg ist die meistbefahrene Container-Route der Welt. Doch die tatsächliche Fahrzeit ist immer noch schwer vorhersagbar. Nur 74,5 Prozent aller Containertransporte kommen nach einer Analyse von Sea Intel rechtzeitig an. Ankunftszeiten sind oft ein Ratespiel. Wetter, lange Abfertigungen in Häfen oder Staus in Kanälen können die Ankunft um bis zu zwanzig Tage verzögern. Und das bei einer Regelfahrzeit von rund dreißig Tagen. Entsprechend schwer ist der anschließende Transport per Bahn oder LKW in der Lieferkette zu planen. Mit den Fahrzeiten vergangener Jahre, aktuellen Wetter- und Verkehrsdaten, zum Beispiel des Suez-Kanals, können Analysetools Ankunftszeiten fast auf den Tag genau berechnen. Die Masse der zu berücksichtigenden Daten aus allen Kanälen sind das notwendige Futter für diese KI-Lösungen oder Algorithmen. Solche Daten sammelt und bietet der Data Intelligence Hub.

Eigene Daten beim Konkurrenten: ein Desaster!?

Jede Firma hat ihre eigene IT-Lösung, viele Firmen haben also viele IT-Lösungen. Der übergreifende Zugang auf die Daten ist allerdings nicht immer möglich und zum Großteil auch nicht gewünscht. Zudem spielt die gefühlte wie die tatsächliche Sicherheit der Datenlieferanten eine große Rolle. Unternehmen wollen weiterhin Herr über die eigenen Daten sein. Sie möchten bestimmen, wer, wann und wozu darauf zugreift. Es braucht einen Datentreuhänder, der den Datenaustausch ermöglicht. Das sollte bestenfalls auch kein Wettbewerber im Branchenumfeld sein. Die Deutsche Telekom ist neutral und kein Konkurrent. Sie bietet hohe Sicherheitsansprüche und einen deutschen Rechtsrahmen.

Was kann mit dem Data Intelligence Hub erreicht werden?

Eine Datenplattform – wie man am Beispiel der Stadt Bonn sieht – ist nicht auf die Logistik beschränkt. Ziel muss es sein, ein Ökosystem zu schaffen. Darin profitieren Teilnehmer unterschiedlicher Branchen und Bedürfnissen von einer Datenfusion und kontrolliertem Austausch. Vertrauen in den Plattformbetreiber ist dabei ein wesentlicher Punkt um Teilnehmer zur Datenfreigabe zu bewegen und solche Pläne im großen Stil zu realisieren.
 

Symbolfoto Transport und Logistik

Transport und Logistik

Die Transport- und Logistikbranche profitiert von der Digitalisierung und treibt sie voran.

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