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Luisa Vollmar

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Smart City: Besser leben in der intelligenten Stadt

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Eine erleuchtete Straßenkreuzung

Die voranschreitende Urbanisierung stellt Städte vor immense Herausforderungen. Immer mehr Menschen der wachsenden Weltbevölkerung zieht es vom Land in die Stadt

Das war schon vor Jahrhunderten so, nimmt aber mit weiter zurückgehenden Erwerbsmöglichkeiten in ländlichen Regionen immer stärker zu. Zwei Drittel der Weltbevölkerung sollen es bis 2050 sein. Die Städte müssen diese steigende Einwohnerzahl verkraften. Müssen mit weniger Budgets vorhandene Ressourcen bewusst einsetzen. „Die Endlichkeit der Ressourcen, die Demografie und der Klimawandel werden zu den bestimmenden Faktoren für die Städte“, zitiert der Tagesspiegel Prof. Elke Pahl-Weber von der TU Berlin (Institut für Stadt- und Regionalplanung). Mehr Menschen in den Städten bedeuten auch mehr Verkehr, mehr Energie- und Trinkwasserbedarf, mehr Müll. Thematiken, die Städte immer schon auf ihrer Wachstumsagenda hatten. Mit der Digitalisierung bieten sich jedoch neue Möglichkeiten, diese Probleme anzugehen. Daten, die über digitale Anwendungen entstehen, können genutzt werden, um Lösungen zu schaffen. „Smarte“ Lösungen. Eingesetzt in der städtischen Infrastruktur sprechen wir dann von Smart City.

Smart City Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen, die Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozialinklusiver machen, so beschrieben auf Wikipedia. Die Telekom sieht Smart Cities als Ökosystem, die mithilfe einer effizienteren Verwaltung öffentlicher Dienstleistungen durch ICT-basierte Lösungen die Lebensqualität in den Städten erhöht, sie attraktiv für Besucher macht und die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Aufgrund unserer Kompetenzen können wir dazu so einiges beitragen. Wir wissen, wie man große Kommunikationsinfrastrukturen betreibt, verwaltet und weiterentwickelt. Unsere führende Position im M2M-Sektor und unsere IT-Integrationskompetenze versetzen uns zudem in die Lage, die einzelnen Teile dieses komplexen Smart City Ökosystems zusammenzuführen.

In Europa wird der Übergang zu Smart Cities aktiv vorangetrieben und durch gesetzliche Institutionen wie die Europäische Kommission, die Europäische Investitionsbank und die lokalen Regierungen finanziert, die intelligente Verkehrssysteme (ITS) und intelligente Straßenbeleuchtung als eine der vorteilhaftesten Infrastrukturen sehen. Smarte Straßenbeleuchtung kann Stromkosten beispielsweise um 30 bis 70 Prozent, Wartungskosten um 10 Prozent mindern. Außerdem hilft sie, Unfälle und Straftaten zu verhindern.

Die Telekom arbeitet mit Partnern bereits an mehreren Initiativen in ganz Europa. Dabei ist es uns wichtig, dass wir mit Behörden zusammenarbeiten. Der öffentliche und der private Sektor müssen Projekte gemeinschaftlich gestalten, sie in Einklang mit Förderprogrammen und Ziele bringen. Wir glauben, dass diese Kombination der Schlüssel für eine erfolgreiche, schnelle und kostengünstige Einführung von Smart City-Anwendungen in Europa ist und darüber hinaus. Unser Fokus liegt dabei in den Bereichen intelligente Beleuchtung, intelligente Parkplätze und WLAN-Implementierungen. Wir beschäftigen uns aber auch mit Anwendungen in weiteren Bereichen.

Und in der Umsetzung sind wir auch schon. Europaweit haben wir Projekte umgesetzt. 2014 eine Smart Parking Lösung in Pisa. Das Projekt zum smarten Hafen in Hamburg ist in 2012 gestartet. Vor kurzem haben wir intelligente Lösungen für Straßenbeleuchtungen und Mobilität in Kroatien und Rumänien eingeführt: In Dubrovnik bildet eine intelligente Straßenbeleuchtung die Grundlage für die Erfassung von Daten wie Temperatur, Lichtverhältnisse oder Luftverschmutzung. Die Lösung, die von Hrvatski Telekom zusammen mit Cisco umgesetzt wurde, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer offenen Infrastruktur als Voraussetzung für die Smart City. In Bukarest wurde ein ähnliches System ins Leben gerufen, das vier Smart City Dienstleistungen kombiniert: smartes Parken, intelligente Beleuchtung, Wi-Fi-Konnektivität und City Save, eine Videoüberwachungslösung. Ziel ist, das Leben der Bürger einfacher und sicherer zu machen, aber auch lokalen Verwaltungen zu helfen, effizienter zu sein und Betriebskosten zu reduzieren. Auch in anderen Ländern wie Ungarn oder Tschechien arbeiten wir an weiteren Projekten. Und der Bedarf wird steigen, denn die Urbanisierung wird weiter voranschreiten.

Eine „one size fits all“-Lösung wird es hierbei nicht geben. Jede Stadt ist anders. Die ein mehr Wirtschaftsstandort, die andere eine Kulturmetropole. Smart-City-Lösungen müssen die unterschiedlichen Motivationen, Anforderungen, Beschränkungen, Herausforderungen und Ziele berücksichtigen, die oft durch die dominierenden politischen und wirtschaftliche Gruppen erzeugt werden. "Smart" zu sein, bedeutet für jede Stadt etwas anderes, sollte aber in jeder Stadt zur Chefsache gemacht werden, um die Potentiale für Stadt und Mensch zu heben.

Wer wissen will, wie sein Auto alleine einparkt, während man beim Friseur sitzt, der schaut sich noch unsere Netzgeschichte  Autonomes Valet Parking an.

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