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Hubertus Kischkewitz

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Telekom hilft Einsatzkräften und Patienten

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Die Telekom hat in nur fünf Tagen am Corona-Notkrankenhaus in Neustadt an der Weinstraße eine Mobilfunkstation aufgebaut. Viele Kollegen waren mit Techniker Stefan Keller vor und hinter den Kulissen dabei. Die Einsatzleitung der Feuerwehr ist begeistert. Teil 5 unserer Serie „Wir sind für euch da“.

Die Drehleiter der Feuerwehr stoppt in 25 Meter Höhe. Im Korb in luftiger Höhe über Neustadt greift Telekom-Techniker Stefan Keller zum Smartphone. Mit vier anderen Telekomkollegen, in verschiedenen Homeoffices verteilt auf Deutschland, schaltet er sich zu einer Videokonferenz zusammen. Ein ungewöhnlicher Ort für eine solche Konferenz. Und eine ungewöhnliche Zeit: die Corona-Krise. Was Stefan Keller im Korb der Drehleiter macht, ist ein sogenannter LoS-Test (Line of Sight). Er prüft, ob man von seiner Position aus eine Richtfunkverbindung herstellen könnte. Denn hier, auf dem Gelände des Mutterhauses der Diakonissen im Neustädter Ortsteil Lachen-Speyerdorf, will die Telekom eine mobile Funkstation aufbauen. Und diese Antennenanlage soll über Richtfunk ans Telekomnetz angebunden werden. Dazu ist die freie Sicht auf eine andere Richtfunkanlage zwingend nötig. Mit Richtfunk lassen sich zwei Netzpunkte miteinander verbinden, er wirkt wie ein Breitbandkabel durch die Luft.

Mit der Kamera seines Handys sucht den Keller den Horizont ab. Die Kollegen schauen am heimischen Bildschirm gespannt zu. Dann sind sich alle sicher: Weit hinten sehen sie das Telekom-Hochhaus im Neustädter Zentrum.  Das ist perfekt. Denn auf dem Dach des Hochhauses kann die Gegenstelle für die Richtfunkverbindung aufgebaut werden.   

Feuerwehr schwärmt von schneller Arbeit

Ein LoS-Test auf der Feuerwehrleiter: Die Feuerwehr half Stefan Keller am Sonntag mit der Drehleiter gerne. Denn die Telekom wiederum hilft der Feuerwehr. Mehr noch: Mit dem Aufbau einer mobilen Funkstation unterstützt sie all jene Einsatzkräfte, die derzeit in Neustadt, ein Notkrankenhaus aufbauen und versorgen. Und sie hilft damit auch bis zu 200 Patienten und deren Angehörigen, sollten in einigen Tagen hier Corona-Patienten untergebracht werden müssen.  

Christian Isler, technische Einsatzleitung der Feuerwehr Neustadt, bringt es auf den Punkt: „Wichtig bei der ganzen Sache ist, dass die Patienten im Falle einer vollen Belegung des Notkrankenhauses über eine  stabile Verbindung telefonieren können und Internet haben. Der Kontakt nach außen soll gewährleistet sein, da hier keine Besuche möglich sind. Ebenfalls soll damit sichergestellt sein, dass unter den dortigen Einsatzkräften eine reibungslose Kommunikation möglich ist.“ 

Die Telekom hat nach dem ersten Anruf schnell reagiert, schwärmt Isler: „Wir haben am Samstagnachmittag die Anfrage an die Telekom gestellt. Noch keine Stunde später hatte die technische Einsatzleitung einen Ansprechpartner. Wir konnten weitere Details zu dem Objekt klären. Gegen 18 Uhr war schon Telekom-Techniker Stefan Keller vor Ort und begann mit der Projektplanung.“

Volle Bandbreite über fünf Frequenzbereiche

Dann ging es Schlag auf Schlag, mit einem Wunschergebnis: In rekordverdächtiger Zeit innerhalb von nur fünf Tagen hat die Telekom gleich neben dem Mutterhaus der Diakonissen die mobile Funkstation aufgebaut. Genau an jener Stelle, an der Stefan Keller aus dem Korb heraus das Telekom-Hochhaus gesehen hat. Die mobile Station ist versehen mit allem, was die aktuellste Technik bietet. Sie versorgt drei Sektoren mit GSM, UMTS und LTE 900, LTE 1800 und LTE 2600. Sie liefert die volle Versorgung für Telefonie und Daten. Über die Frequenzbänder sind Bandbreiten bis 150 Mbit/s möglich. Mit SIM-Karten der Telekom können die Einsatzkräfte beispielsweise jetzt in der Aufbauphase leistungsfähige Hotspots aufbauen oder direkt miteinander telefonieren. Das Datenvolumen der SIM-Karten ist unbegrenzt. 

Auszüge aus der Chronologie 

  • Am Samstagnachmittag erhielt die Telekom den Auftrag. Kurze Zeit später setzte sich Stefan Keller in Rottweil in sein Auto und fuhr die 200 Kilometer nach Neustadt. Er sprach mit den Einsatzkräften. Dann ging es nachts zurück nach Rottweil. 
  • Sonntagvormittag gleich wieder mit dem Kollegen Gustav Zahn zurück in die Pfalz. Unterwegs machte er kurz in Stuttgart einen Stopp. Aus dem Lager holte er einen Repeater. Diesen baute er sofort im alten Gebäude des Klosters auf. So verbesserte er innerhalb weniger Stunden die Versorgung im Gebäude. Das Gelände war bis dahin bereits mit GSM und LTE 900 versorgt. Im Haus jedoch schwächelte das Netz. Dann sichtete er die gesamte Lage und gab seine Informationen an die Kollegen weiter. Sie begannen sofort mit ihrer Arbeit.  
  • Das Desaster Recovery Management (DRM) machte Montag einen ihrer für Katastrophenfälle gebauten Technik-Container einsatzklar. Sie konfigurierten den Richtfunk (RiFu) vor, bestückten den Container mit Antennen und Kabeln, informierten die Bundesnetzagentur und beantragten die RiFu-Frequenzen.
  • Jede Menge Arbeiten im Kernnetz starteten. Denn die neue Station muss als eigene Zelle ins bestehende Netz der Telekom integriert werden. Die Kommunikation zu den Nachbarzellen muss reibungslos laufen, damit Datenverbindungen oder Gespräche bei einem Zellwechsel nicht abbrechen.
  • Am Dienstag lenkte Peter Hofmann den Spezial-Lkw aufs Klinikgelände in Neustadt. Wenig später fuhren die Kollegen bereits den Funkmasten aus. Dann starteten die ersten Schaltungen im Technik-Container. 
  • In Neustadt bauten Techniker am Dienstagnachmittag die RiFu-Gegenstelle auf dem Hochhaus auf. Dann schalteten sie die Richtfunkverbindung zum Notkrankenhaus.  
  • Rene Werling, Telekom-Shopleiter in Neustadt, machte mit Genehmigung des Konzernlagezentrums Dienstagmorgen den wegen Corona geschlossenen Shop auf. Er holte mehrere SIM-Karten aus dem Lager und veranlasste deren sofortige Freischaltung durch Kollegen des Geschäftskundenbereiches. Dann machte er sich auf den Weg zur Leitstelle der Feuerwehr, um die Karten persönlich abzuliefern. Karten mit unbegrenztem Datenvolumen. 
  • Mittwoch klärt Stefan Keller mit der Einsatzleitung vor Ort Zugangsmodalitäten. Denn mit den ersten Patienten wird das Klinikgelände Quarantänegebiet. 
  • Donnerstag um 14:20 Uhr war es dann soweit. Die Station funkte. Die Lasttests liefen erfolgreich. 

Klar, dass Stefan Keller hernach strahlte: „Klasse Teamarbeit. Ich bin froh, dass es so gut gelaufen ist. Ich werde den Job nicht vergessen. In einer solchen Krise einen persönlichen Beitrag zur Hilfe leisten zu können, macht mich stolz. Und in meinem nächsten Leben werde ich vielleicht Feuerwehrmann. Etwa Drehleiter-Maschinist. War schon cool hoch oben auf der Drehleiter.“

Arbeiten in bis zu 100 Metern Höhe für beste Verbindungen.

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