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Luisa Vollmar

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Telekom setzt noch mehr auf Partnerschaft mit Start-Ups

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Telekom setzt noch mehr auf Partnerschaft mit Start-Ups

Dass  Investitionen in Start-Ups lukrativ sein können, und zwar für alle Beteiligten, das haben viele etablierte Unternehmen unterschiedlicher Branchen längst erkannt. 

Die jungen Unternehmen bekommen finanzielle Starthilfe sowie Zugang zu Kunden, Know-how und Vertriebskanälen der großen Player. Diese wiederum gewinnen frische Innovationskraft von außen und können sich in neue Geschäftsfelder wagen. Das Engagement der Kapitalgeber kann sich auch lohnen, wenn es ihnen gelingt, den Wert des Start-Ups zu steigern und es dann erfolgreich aus den eigenen Fittichen zu entlassen.

Die Telekom hat bereits 1997 mit T-Venture einen eigenen Venture Capital Fund gegründet, der sich an jungen Unternehmen beteiligt, die Synergien zur Telekom aufweisen und ein gewisses Wachstumspotential versprechen. Und das sehr erfolgreich. Außerdem unterstützen wir auch gezielt Start-Ups bei der Unternehmensgründung. Hierfür haben wir 2012 in Berlin einen Inkubator gegründet: hub:raum.

Jetzt wollen wir unsere Partnerschaften mit Start-Ups und aufstrebenden Unternehmen nochmal mehr forcieren. Darum bauen wir unser Investment-Engagement in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovationen deutlich aus, zu einem der größten Innovationsfonds Europas. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Beteiligungen von T-Venture ist ein neuer Fonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro geplant. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Start-Up-Szene in Deutschland. Denn zum einen wollen wir natürlich insbesondere die heimischen Start-Ups unterstützen und zum anderen können wir so gerade hier einen Beitrag für die Wirtschaft leisten. Der aktuelle Startup Monitor,  den der Bundesverband Deutscher Startups, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin veröffentlichen, hat noch einmal gezeigt, dass es junge Unternehmen in Deutschland finanziell noch schwer haben. Während 2013 in den USA 4,4 Milliarden Dollar Wagniskapital an Start-Ups gingen, waren es in Deutschland nur umgerechnet 900 Millionen Dollar. Zudem berichten 43,6 Prozent der befragten jungen Unternehmen, dass es immer noch schwierig sei, an Kredite zu kommen. 38 Prozent sagten, sie erhielten zu wenig Wagniskapital. Wenn wir Innovationskraft im Land behalten und nutzen wollen, ist also Engagement gefragt.

Und hier wollen wir einen Beitrag leisten. Wir gründen eine neue Gesellschaft, die Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), in der sich ein Team von spezialisierten Investmentmanagern zusammenfindet. Anfang 2015 wird diese Gesellschaft ihre Arbeit aufnehmen. Was werden die Spezialisten dort tun?  Zum einen wird die DTCP als Treiber von Innovation außerhalb der Telekom unsere Strategie unterstützen, indem sie den Zugang der Telekom zu den innovativen Unternehmen dieser Welt sichern soll. Wir können und müssen nicht alles selbst erfinden, sondern wollen unsere Stärke als Netzgesellschaft in Partnerschaften einbringen. Partnerschaften, die auch mit Kapitalbeteiligungen verbunden sind. Dabei decken wir alle Unternehmensphasen nach der Seed-Phase ab, um die Unternehmen über den kompletten weiteren Lebenszyklus begleiten zu können. Ein Fokus der Investitionen wird dabei wie schon erwähnt weiterhin auf der Start-Up-Szene in Deutschland liegen.

Zum anderen hat die DCTP den klaren Auftrag, Geld zu verdienen. Sie wird Beteiligungen an Unternehmen erwerben mit dem Ziel, diese später mit Gewinn wieder zu verkaufen. Wir investieren in das Wachstum dieser Unternehmen und schaffen Synergien, indem wir sie an die Telekom als Partner binden. Sie profitieren vom Telekom Netz, von unserer Vertriebskraft in Europa und unserer starken Marke.

Zudem schaffen wir mit DTCP die Möglichkeit auch in reifere Unternehmen zu investieren, die bislang außerhalb des reinen Venture Capital-Fokus lagen, und schaffen somit zusätzlichen Mehrwert für den Konzern.

Die Rolle von T-Venture wird sich in diesem Zuge ändern: Sie fokussiert sich künftig auf das Management des aktuellen Portfolios von rund 100 Gesellschaften. Zudem wird T-Venture für Folgeinvestitionen in diesem Portfolio verantwortlich sein. Neue Investments werden in Zukunft über DTCP erfolgen.

„DTCP vereint die Expertise und Stärke eines großen Unternehmens mit der Agilität und Flexibilität einer kleinen Investmentgesellschaft“, so unser Chef Tim Höttges. In seinen Augen wird das die Telekom voran bringen.

Die Gründerszene hat mit dem designierten CEO von Deutsche Telekom Capital Partners, Vicente Vento, schon mal darüber gesprochen, was da so kommt. Das Interview findet Ihr hier: Telekom startet neuen 500-Millionen-Fonds für Startups

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