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Sandra Rohrbach

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Wunschkonzert zur Wahl – TK-Branche schlägt auf die Pauke

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Wunschkonzert zur Wahl: Was fordert die Politik, was braucht die Telekommunikations-Branche im Gegenzug, damit der Glasfaserausbau in Deutschland vorangeht? Darüber sprechen wir kurz vor der Bundestagswahl im Telekom Netz Podcast mit Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin des Digitalverbands Bitkom. 

Frau spielt Schlagzeug

Politik und Unternehmen wünschen flotten Takt beim Netzausbau.

„Alle Parteien haben erkannt, dass Digitalisierung wichtig ist und dass man dafür auch den Breitbandausbau voranbringen muss. Gleichzeitig müssen wir mal aufhören, alles schlecht zu reden. Denn wir sind bereits auf einem guten Weg“, hält Dehmel fest. Sicherlich müssten die Netzbetreiber noch weitere Anstrengungen unternehmen, damit es überall gleichwertige Arbeits- und Lebensverhältnisse gibt. Notwendig seien dafür aber auch politische Rahmenbedingungen, die beispielsweise schnelleres Bauen von Glasfasernetzen möglich machen. 

TK-Verbände fordern „Privat vor Staat“

Die dringlichsten Forderungen der Telekommunikationsbranche Richtung Politik lauten daher: „Privat vor Staat“, sprich privatwirtschaftliche Aktivitäten und Förderung sinnvoll zusammenführen, Bürokratie auf Bundes- und Landesebene abbauen, um Genehmigungen für den Netzausbau zu beschleunigen oder moderne Verlege-Verfahren für Glasfaserkabel zuzulassen. „Wir brauchen einen flotten Takt, wenn wir beim Netzausbau und der Digitalisierung vorankommen wollen“, betont Dehmel vom Bitkom. Einig ist sich die Verbandsvertreterin darin mit weiteren großen TK-Verbänden wie dem Anga, Buglas oder Vatm. Dies geht aus einem kürzlich erschienen, gemeinsamen Positionspapier hervor.

Bitkom-Geschäftsleiterin Susanne Dehmel

Bitkom-Geschäftsleiterin Susanne Dehmel wünscht sich mehr Dynamik beim Thema Digitalisierung der Verwaltung.

Die Bitkom-Geschäftsleiterin weist im Podcast darauf hin, dass man unbedingt alle Möglichkeiten nutzen sollte, um den Bau von Gigabit-Netzen zu erleichtern. „Der Mangel an Baukapazitäten in Deutschland ist der größte Hemmschuh. Deshalb brauchen wir mehr Akzeptanz in den Bauämtern für das Verlegen von Kabeln in geringerer Tiefe“, betont Dehmel. Denn das ist weniger aufwendig, ressourcenschonend und braucht weniger Zeit.

Doch nicht nur der klassische Netzausbau sollte in Zukunft effizienter umgesetzt werden. Dehmels Wünsche an die Politik lauten, vor allem die Möglichkeiten der Digitalisierung besser auszunutzen. Dies gilt beispielsweise in der Verwaltung, aber auch für Branchen wie Gesundheit oder Bildung: „Wie brauchen gezielte Investitionen in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Quanten-Computing, genauso wie in eine europäische Daten-Cloud wie Gaia-X“, so Dehmel. Dafür müssten nun beherzt wichtige Meilensteine in der nächsten Legislaturperiode erreicht werden.

Dachterrasse und Kuppel des Reichstags in Berlin.

Politik und Regulierung

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