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Sandra Rohrbach

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Steffi baut Campusnetze für die smarte Fabrik

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Smart Factory und Internet der Dinge - Stefanie Kuhlmann von der Telekom zeigt, wie auf einem Werksgelände Campusnetze die Industrie vernetzen.

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Sandra Rohrbach (links), Pressesprecherin Deutsche Telekom, unterhält sich mit Stefanie Kuhlmann (rechts), 5G Business Development Managerin Deutsche Telekom

Ein Campusnetz ist kurz gesagt ein werkseigenes Mobilfunknetz. Es sorgt in modernen Fabriken dafür, dass Maschinen miteinander kommunizieren. Oder der Roboter mit dem Menschen. Da immer mehr Geräte vernetzt sind, werden die Abläufe in den Fabriken noch besser aufeinander abgestimmt. Wie das in Zukunft aussieht, das ist in der Testfabrik der Technischen  Hochschule RWTH Aachen zu sehen.

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Im "Center Connected Industry" treffen wir Stefanie Kuhlmann. Die 5G Business Development Managerin der Telekom baut mit am Campusnetz dieses Werksgeländes. Steffi spielt eine der Hauptrollen in der YouTube-Serie "Frauen im Netz" (@SteffiKuhlmann). Auf dem Telekom Netz Channel werden Frauen in Technikberufen vorgestellt (weitere Videos findet ihr hier).

Mobilfunk als neues Daten-Fließband in der Fabrik

In der modernen Produktion werden sowohl Mitarbeiter als auch Maschinen immer stärker miteinander vernetzt. Das hohe Datenaufkommen, das damit zusammenhängt, erfordert allerdings auch leistungsfähigere Netze. Die klassische Vernetzung über Kabel wird den hohen Anforderungen einer Smart Factory heute nicht mehr gerecht. Selbst WLAN als Vernetzungstechnologie ist für bestimmte Bereiche der Industrie schlicht nicht ausreichend.

Campusnetz-Expert*innen wie Steffi wollen deshalb die Mobilfunktechnologie als Standard in den Unternehmen etablieren – erst in den Industriekonzernen und später auch im Mittelstand.

Vorteile von Campusnetzen in der Produktion

Die Gründe dafür leuchten ein, wenn man bedenkt, wie flexibel und vor allem mobil eine Fabrik heute funktionieren muss. Während sich zum Beispiel ein fahrender Roboter im WLAN-Netz nur in einem begrenzten Bereich bewegen kann, springt er in einem Mobilfunknetz automatisch in die nächste Funkzelle und arbeitet ohne Unterbrechung weiter. In einem WLAN-Netz würde der Roboter dagegen zum Stehen kommen.

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Roboter mit 5G

Das Campusnetz, das eine Kombination aus einem öffentlichen und einem privaten Mobilfunknetz ist, funktioniert dagegen wie alle Mobilfunktechnologien über sogenannte Funkzellen, die von den Geräten je nach Bedarf genutzt werden können, ohne den Workflow zu verzögern. Zudem bietet ein Campusnetz den großen Vorteil eines privaten Netzes: Alle Daten, die im Unternehmen verarbeitet werden, bleiben auch im internen Netz und sind dadurch besser vor Angriffen geschützt.

Fahrerlose Transportfahrzeuge im Test

Das Center Connected Industry (CCI) befindet sich auf dem Gelände der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen – der zurzeit größten Universität für technische Studiengänge in Deutschland. Im CCI werden innovative Technologien und neue Möglichkeiten des Internets der Dinge ausgiebig getestet und bewertet. Dazu gehört auch das Campusnetz der Telekom, das in erster Linie in intelligenten Fabriken oder Logistikzentren eingesetzt werden soll.

Schon seit Ende des letzten Jahres setzt die Telekom in einem Werk des Leuchtmittelherstellers OSRAM ein Campusnetz im Rahmen des autonomen Materialtransportes ein. Das Ziel: Zukünftig sollen mittels Mobilfunk nur noch fahrerlose Transportfahrzeuge in der Fabrik herumfahren und damit Mitarbeiter entlasten sowie zur Effizienz des Unternehmens beitragen. Das Projekt läuft derzeit noch über ein LTE-Netz.

5G für die Industrie

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5G Antenne

Im Grunde wird ein Campusnetz wie ein klassisches Mobilfunknetz aufgebaut. Steffi beschreibt die einzelnen Bestandteile: "Ein Mobilfunknetz besteht aus einer Radio-Komponente und einem Core-Netzwerk. Wir bauen also Antennen auf dem Campus und haben das Core-Netzwerk, quasi das Herzstück des Mobilfunknetzes. Ergänzt wird das Ganze um eine Edge-Cloud, die das private Rechenzentrum des Kunden darstellt, in unserem Netz." Durch die Cloud wird gesichert, dass die Daten den Campus nicht verlassen und sicher beim Kunden vor Ort verarbeitet werden.

Steffi und ihre Kollegen haben dabei auch die 5G-Technologie im Blick, die zum Einsatz kommt, sobald sie gebraucht wird, also wenn die Anforderungen steigen. Bisher reicht die LTE-Technologie für die Testphase aus.

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Stefanie Kuhlmann demonstriert die Augmented Reality Brille

Ein gutes Beispiel für den Einsatz der Mobilfunk-Technologie im Campusnetz des CCI ist die Augmented-Reality-Brille. Mithilfe der innovativen AR-Technik können Facharbeiter in der Industrie auch Maschinen reparieren, die sie nicht in- und auswendig kennen. Durch die "erweiterte Realität" der Brille, die via Funktechnologie betrieben wird, wird dem Mitarbeiter virtuell eine Anleitung angezeigt und die Reparatur somit deutlich vereinfacht.

Nur Mut! Technik-Berufe auch für Frauen attraktiv

Im Video erklärt Steffi, welche Aufgaben sie als 5G Business Development Managerin hat: „Uns geht es vorrangig darum, mit den Kunden in Dialog zu treten und unsere Campusnetz-Lösungen vorzustellen. Zusätzlich sammle ich ständig neue Anforderungen unserer Kunden und trage sie dann zur Telekom.“ Sie agiert damit als eine Art Schnittstelle zwischen dem Markt und Unternehmen. Steffi verrät auch, dass Frauen in ihrem beruflichen Bereich leider noch eine Seltenheit sind und sie immer noch auf Vorurteile trifft. Diese baut sie dann einfach mit Selbstbewusstsein und ihrem Fachwissen ab.

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