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Hubertus Kischkewitz

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Breitband-Ausbau hautnah: Noch nie so nah am Geschehen

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Techniker arbeiten am Breibandausbau in Magdeburg.

Breitbandausbau in Magdeburg

Bei der Rückkehr in seine Heimatstadt Magdeburg entdeckt ElbeBlogger Tobias Schwarz in ihm bekannten Straßen neue schnelle Wege. 

Durch die Reise als ElbeBlogger betrete ich zum ersten Mal das alte Fernmeldeamt in Magdeburg, in dem heute die Deutsche Telekom sitzt. Dort treffe ich auf Projektleiter Markus Schulz, der mir die aktuellen Daten zum Breitband-Ausbau in meiner Heimatstadt erklärt. Mehr als 200 Kilometer Glasfaserkabel werden in diesem Jahr verlegt, auch wird Kupferkabel mit neuer Technik beschleunigt. Die Telekom investiert in der Stadt dafür mehr als 13 Millionen Euro. So erhalten rund 48.000 Magdeburger Telekom-Kunden Zugang zum schnellen Internet. Wie das genau vor sich geht, werde ich an diesem Tag auf verschiedenen Etappen lernen.

Als ich im Jahr 2006 wegzog, war der Netzausbau erst in der Planung. Von schnellem Internet noch keine Spur. Heutzutage kümmert sich Michael Kempf um die Gestaltung des Breitband-Netzes in Magdeburg. Seine Aufgabe ist es, den Netzausbau möglichst effektiv und vor allem sinnvoll zu gestalten. Dadurch sollen unnötige und vor allem teure Bauvorhaben verhindert werden.

Ortswechsel. Westlich der Leipziger Straße zeigt uns das für die Telekom arbeitende Tiefbauunternehmen KaTiKom, wie das Glasfaserkabel in ein Leerrohr kommt. Über große Kabelspulen werden fünf kleine, Röhrchen in ein Einblasgerät geführt, das sie in das Leerrohr einbläst. Im Anschluss wird das Glasfaserkabel in die Röhrchen eingeführt. In diesen zwei Schritten kann so auf einer Länge von maximal 2.500 Meter Glasfaser eingebracht werden. Danach verbinden Monteure die Glasfasern einzelner Strecken miteinander. Zur Unterstützung des Magdeburger Standortes sind dafür zwei Telekom-Mitarbeiter aus Mecklenburg-Vorpommern angereist, die ich an einer Kreuzung hinterm Buckauer Bahnhof besuchte.

Mit der Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Straßen bzw. bis in die Häuser werden die meist nur als "graue Kästen" im Straßenbild wahrgenommenen Verteilerkästen modernisiert. Damit beispielsweise vorhandene Hausanschlüsse aus Kupfer fürs schnellere Internet genutzt werden können, werden sie in den Multifunktionsgehäusen mit dem Glasfaserkabel verbunden. Im Gewerbegebiet am Flughafen Magdeburg konnte ich einem Bautrupp bei einer solchen Modernisierung zusehen:

Was draußen in der Stadt neu gebaut wurde, muss jetzt in der Zentrale in der Listemannstraße dokumentiert werden. Dies macht u.a. Anita Püschel, die mir den Vorgang an ihrem Arbeitsplatz erklärt hat:

Einen sehr bunten dieser "grauen Kästen" zeigt mir der Telekom-Techniker Mike Löser auf dem Breiten Weg. Der Verteiler ist mit einem Grafitto verziert, das die alte Hauptpost zeigt. Das heutige Justizzentrum befindet sich genau hinter dem Verteiler. Mike lässt mich einen Blick in diesen Verteiler werfen, an dem ich so oft einfach nur vorbeigelaufen bin:

Von dem Verteiler geht die Verbindung direkt zum Kunden nach Hause. Wir treffen Mike später bei einer Kundin zu Hause in der Neuen Neustadt wieder. Hier erklärt er uns, wie das Netz in die Wohnung kommt, und sie, warum es ein schnellerer Glasfaserkabel-Anschluss in den eigenen vier Wänden wurde:

Der Tag ist rum. Ich habe viele Baustellen gesehen und noch mehr Technik. Es war schön, durch seine Heimatstadt zu fahren, und ein vollkommen neues Thema kennenzulernen. Über den Breitbandausbau kann und wird viel diskutiert. Auch ich tue das, meist nur in der Theorie, aber so nah am handwerklichen Geschehen wie heute war ich noch nie.

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