Verantwortung

"Jeder kann zum Lebensretter werden"

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Die Telekom und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) starten 2014 in ihr Jubiläumsjahr: Beide Partner blicken auf zwei Jahrzehnte erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Im Interview: Birgit Klesper, Senior Vice President Group Transformational Change and Corporate Responsibility Deutsche Telekom.

Frau Klesper, 1994 fand die erste Betriebstypisierung bei der Telekom statt. Seitdem haben sich tausende Mitarbeiter registrieren lassen, mehr als 70 von ihnen wurden zu "Lebensrettern". Gibt es eine Geschichte, die Sie in der Zeit besonders berührt hat? Birgit Klesper: Mich berührt grundsätzlich die hohe Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen als potentielle Spender den lebensbedrohlich Erkrankten ein Stück Hoffnung zu geben. Auch die Anzahl der mehr als 70 Lebensretter beeindruckt mich. Besonders überwältigt hat mich aber meine Teilnahme an einer persönlichen Begegnung zwischen einem Telekom-Kollegen (Spender) und der Dame, der der Kollege durch seinen Einsatz das Leben gerettet hat. Er hat nicht nur der netten Dame das Leben zurückgegeben, sondern auch einer Familie mit kleinen Kindern die Mutter und Partnerin. Beide berichteten darüber, wie sehr das ihr Leben verändert hat, nicht nur für die Empfängerin, sondern auch für den Spender. Eine Geschichte, die ans Herz ging und, wenn ich heute daran denke, immer noch geht.

Wie kam es denn gerade zu der Kooperation mit der DKMS? Birgit Klesper: Angeregt durch die Rückmeldungen vieler Mitarbeiter entschied sich die Telekom Deutschland 2010 für eine neuartige Spendenaktion zur Weihnachtszeit: Anstatt Weihnachtsgeschenke an die Mitarbeiter zu verteilen, spendete die Telekom insgesamt 500.500 Euro an karitative Einrichtungen in Deutschland. Welche Organisationen begünstigt wurden, lag in der Entscheidung der Mitarbeiter. Mehr als 15.500 Mitarbeiter aus ganz Deutschland beteiligten sich am internen Abstimmungsverfahren. Dem jeweiligen Stimmanteil entsprechend wurde die Gesamtsumme verteilt, die DKMS erhielt damals die meisten Stimmen und insgesamt 138.500 Euro.

Wenn Sie den Blick nach vorne richten, haben Sie ein besonders Ziel? Birgit Klesper: 20 Jahre Partnerschaft – das ist natürlich eine tolle Sache. Wir möchten das Jubiläum aber vor allem zum Anlass nehmen, unser Engagement noch weiter zu stärken. Ich möchte daher alle Mitarbeiter ermutigen, sich über die Möglichkeiten, die eine Stammzellspende für Erkrankte bietet, zu informieren und gegebenenfalls selbst einen Beitrag zu leisten. Ganz gleich, ob Sie sich selbst als potenzieller Stammzellspender typisieren lassen, eine Registrierungsaktion im Unternehmen durchführen oder durch Informationsveranstaltungen unterstützen. Es gibt so viele Einzelschicksale, denen mit einem verhältnismäßig überschaubaren Aufwand, geholfen werden kann. Jeder kann zum Lebensretter werden.

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