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Markus Jodl

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Dot sei Dank: 5G im Inneren der Allianz Arena

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Erstmals wird im FC Bayern Museum in der Allianz Arena eine Indoor-Versorgung mit 5G aufgebaut. Wir waren bei der Installation der sogenannten Dots vor Ort und verraten, was sie leiten.

FC Bayern Meisterschale

5G-Indoor-Versorgung: in der Allianz Arena wird sie auf Herz und Nieren getestet.

Kreisrund, flach und enorm begehrt. Das ist die Meisterschale, die Salatschüssel, die der FC Bayern als Deutscher Fußballmeister 2020 zum achten Mal in Folge gewonnen hat. Mittlerweile hat Trainer Hansi Flick die Schale im Bayern-Museum in der Münchner Allianz Arena, in der Erlebniswelt des FCB, abgeliefert. 

Und genau dort hängt unter der Decke jetzt ein ganz anderes kreisrundes Objekt, das deutlich unauffälliger aussieht als die Salatschüssel – das sich für seine Leistung aber ebenfalls einen Meistertitel verdient hätte. Denn dieser so genannte „Dot“ (Deutsch: Punkt) der Deutschen Telekom bringt erstmals 5G ins Innere der Allianz Arena. Der FCB, der sonst grundsätzlich nur mit drei Punkten zufrieden ist, setzt für die Zukunft jedenfalls ganz auf den neuen „T-Punkt“.

5G für Innenräume

In den vergangenen Wochen hat die Telekom bereits den Außenbereich rund um die Allianz Arena in Fröttmaning sowie die Zuschauerränge mit 5G auf den neuesten Stand der Mobilfunktechnik gebracht. Wenn die Fans zur neuen Saison wieder ins Stadion dürfen, können sie mit 5G-Smartphones mindestens so schnell surfen, wie Bayerns Kanada-Rakete Phonzie Davies auf dem linken Flügel unterwegs ist. Im Freien ist das technisch unproblematisch, denn hier haben die 5G-Signale tatsächlich „freie Fahrt“. 

In Innenräumen sieht das ganz anders aus. Denn hier wird gerade 5G sehr häufig von Baumaterialien wie Beton oder Stahl blockiert. Für die Indoor-Versorgung sind also andere Lösungen erforderlich. Und hier kommt, Dot sei Dank, die neue Technik ins Spiel, die die Telekom nun in der Allianz Arena erprobt.

80 Prozent Indoor-Anteil

Wer an 5G denkt, sieht womöglich viele Menschen vor sich, die im Freien, auf großen Plätzen, bei Outdoor-Veranstaltungen oder auch im Auto superschnell im neuen Netz surfen. Doch in Wahrheit soll künftig ein überraschend kleiner Teil des 5G-Datenverkehrs auf diese Draußen-Nutzung entfallen. Hasan Karaçelik, Programmleiter 5G Indoor der Deutschen Telekom, hat eine erstaunliche Zahl parat: „Die 5G-Indoor-Versorgung bekommt eine hohe Bedeutung. Wir erwarten, dass 80 Prozent der Datennutzung im Indoor-Bereich stattfindet. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Lösung dafür erproben, entwickeln und zur Verfügung stellen.“ 

Hasan Karaçelik und Lutz Jarbot

Die 5G-Indoor-Experten Lutz Jarbot und Hasan Karaçelik erläutern die Vorteile der Dots.

Das Stadion des FC Bayern, so Hasan Karaçelik, eignet sich perfekt, um diese Technik voranzubringen: „Die Allianz Arena ist deshalb für uns so gut geeignet, weil wir in diesen Hotspots, im Museum, im Presseraum, in der T-Lounge, die Lösungen für die Indoor-Technologie auf Herz und Nieren testen können.“ WLAN wäre zwar eine Alternative. Doch die gewohnten WLAN-Netze erfordern in öffentlichen Räumen eine Anmeldeprozedur, sind oft überlastet, und hinken 5G auch in Sachen Geschwindigkeit und Reaktionszeiten meist hinterher.

So funktioniert das Indoor-5G

Schlitze klopfen und kilometerlange Glasfaserkabel verlegen – dieser Aufwand entfällt mit den „Dots“ der Deutschen Telekom. Sie sind rund 20 Zentimeter groß, hängen in drei bis vier Metern Höhe direkt unter der Decke – und sehen aus wie etwas groß geratene Rauchmelder. Lutz Jarbot, Telekom-Experte für 5G-Indoor, erklärt, wie die Anbindung funktioniert: „Das Gute an der Lösung ist, dass wir basierend auf Standard-Komponenten wie Ethernetkabeln die Infrastruktur verlegen können. Da muss nichts aufgeklopft werden, wir können teilweise sogar existierende Kabel verwenden.“

Die kleinen Dots lassen sich zielgenau dort installieren, wo Bandbreite benötigt wird – zum Beispiel im Presseraum, in dem die Journalisten die Hansi-Flick-Zitate nach einem Spiel direkt per 5G in ihre Redaktionen oder auf Twitter schicken können. Eine 5G-Verbindung über die Frequenz 3,6 GHz besteht dabei nur vom 5G-Smartphone zum 5G-Dot als Empfänger und Antenne. Von dort aus landen die Daten per Ethernetkabel direkt in einem Betriebsraum, und dann praktisch in Echtzeit im Glasfasernetz der Telekom. So sind die Dots eine verblüffend einfache und effektive Lösung, um 5G-Signale aus gut abgeschirmten Innenräumen ins Internet zu bekommen. 

In der Allianz Arena funktioniert das schon jetzt. Und künftig wird diese clevere Idee in Büros, Fabriken, öffentlichen Einrichtungen und zahllosen anderen Bauten zu finden sein. In Privathaushalten mit deutlich weniger Datenverkehr bleiben dagegen DSL und WLAN – zumindest vorläufig – die bessere Wahl.

Das leisten die Dots

„Ein Dot versorgt hier in der Arena etwa 400 Quadratmeter“, verrät Indoor-Experte Jarbot. Typischerweise liegen zwischen dem Smartphone eines Nutzers und einem Dot, der das Signal empfängt und weiterleitet, nur gut 40 bis 50 Meter. Das sorgt für ein enorm schnelles und stabiles Signal, wie Programmleiter Hasan Karaçelik weiß: „Wir können für die Besucher in der Arena Datenraten von über einem Gigabit pro Sekunde im Download erreichen.“ 

Handy zeigt Datenübertragung

Auch bei der Datenübertragung weiß der Dot zu überzeugen.

Seinen Dot hat der FC Bayern nun also. Jetzt fehlt nur noch der Pott – der Champions-League-Pokal beim Finalturnier in Portugal im August.

Mehr zu den pokalträchtigen Dots gibt's im Video

Meisterschaftsschale des FC Bayern München
BI_20200522_5G-Allianz-Arena-Fahne

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