Blog.Telekom

Hubertus Kischkewitz

39 Kommentare

Breitbandausbau im Neckar-Odenwald-Kreis

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Bauarbeiten zur Kabelverlegung.

In Obrigheim wird bereits gebaut. Kunststoffhüllen, sogenannte Speedpipes, werden in Gräben verlegt. In diese Hüllen wird später das Glasfaserkabel eingeblasen.

 

Der Plan ist ambitioniert. In knapp zwei Jahren will die Telekom 65.000 Haushalte im Necker-Odenwald-Kreis ans schnelle Internet anschließen.

Dazu werden insgesamt rund 400 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 430 hochmoderne Verteilerkästen in den Straßen aufgestellt. Verfolgen Sie hier das Baugeschehen von Anfang an und seien Sie ganz nah dabei, wenn die Region auf die Datenautobahn auffahren kann. Blicken Sie mit uns hinter die Kulissen eines solchen Netzausbaus, begleiten Sie uns zu Nutzern, die sich auf das schnelle Netz freuen. Werden Sie Mitglied in unserer WhatsApp-Gruppe.

Inhalt

Spatenstich füs siebte Paket

20170621_NOK_Spatenstich7

Die äußeren Bedingungen könnten nicht besser sein: Strahlende Gesichter beim Spatenstich in Ravenstein-Hüngheim. Landrat Brötel zieht es in den Schatten der Fahrerkabine.

21. Juni. Das Wetter spielte mit:  Zum offiziellen Baubeginn des siebten Paketes des Netzausbaus im Neckar-Odenwald-Kreis trafen sich Landrat Dr. Achim Brötel, die Bürgermeister Hans-Peter von Thenen (Ravenstein), Jürgen Galm (Osterburken) und Rainer Houck (Schefflenz) sowie weitere örtliche Politiker mit Vertretern der Telekom und der ausführenden Baufirmen in Ravenstein-Hüngheim. Landrat Dr. Achim Brötel betonte: „Unser Ziel bleibt weiterhin: Wir wollen möglichst vielen Menschen und Unternehmen in möglichst kurzer Zeit einen möglichst schnellen Internetanschluss verschaffen. Also: Flächendeckendes schnelles Internet für alle. Heute sind wir dem Ziel wieder einen Schritt näher gerückt.“ Von einem „für die Gemeinden außerordentlich wichtigen Tag“ sprach der Ravensteiner Bürgermeister Hans-Peter von Thenen: „Alle freuen sich, dass nun auch in unserem Bereich das schnelle Internet Einzug erhält.“

Die Telekom wartete mit eindrucksvollen Zahlen auf: Damit die Menschen auch in Ravenstein, Osterburken und Schefflenz mit all ihren Ortsteilen schon bald mit auf die Datenautobahn auffahren können, verlegt die Deutsche Telekom im siebten Ausbaugebiet insgesamt 23.330 Meter Glasfaserkabel und stellt 47 hochmoderne Straßenverteiler auf. 

Der Zeitplan bleibt weiterhin ambitioniert. Bis spätestens November 2017 sollen die Menschen in den drei Städten und Gemeinden schneller surfen können. René Kuisle, Projektleiter der Telekom für den Breitbandausbau im Neckar-Odenwald-Kreis, setzt auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Bisher haben wir geliefert, was zugesagt war. Schon rund 34.500 Haushalte können im Kreis auf die neuen schnellen Anschlüsse zugreifen. Laut Kuisle laufen auch in den anderen Ausbaugebieten die Arbeiten weiterhin im zeitlich vorgesehenen Rahmen. 

Halbzeit im Neckar-Odenwald-Kreis

08. Mai. Es geht weiter Schlag auf Schlag beim Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis, die Spatenstiche und symbolischen Freischaltungen wechseln einander nahezu im Wochentakt ab. „Wir haben mit den Planungen eben auch dafür gesorgt, dass wir dauernd etwas zu feiern haben“, sagt der Neckar-Odenwälder Landrat Achim Brötel schmunzelnd dazu.

Und am Montag war es nun wieder soweit, Grund zum Feiern haben diesmal die Bürger in Mudau und Waldbrunn, im Ausbaugebiet 4. Hier sind die Arbeiten zum Netzausbau abgeschlossen, Bürgermeister, Landrat und Vertreter der Telekom konnten das schnelle Internet in einer kleinen Feierstunde im Rathaus offiziell freischalten und damit auch die Halbzeit des Gesamtprojektes feiern.

Neuer Inhalt (1)

Bürgermeister Norbert Rippberger aus Mudau (rechts) und Bürgermeister Markus Haas aus Waldbrunn (2. v. r.) schalten zusammen mit Joachim Otto (mitte), Martin Stiebitz (2. v. l.) von der Telekom und Landrat Achim Brötel (links) das schnelle Netz ein.

Rund 3.200 Haushalte in den beiden Gemeinden Mudau und Waldbrunn können ab sofort oder in den kommenden Tagen schnell im Internet surfen, das Netz ist dabei so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Mbit/s, beim Hochladen auf bis zu 10 Mbit/s. 38 Kilometer Glasfaser haben die Baufirmen hierfür in den vergangenen Monaten verlegt, 38 neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt.

„Jetzt wird endlich auch der Rechner im Rathaus so schnell, wie unsere Mitarbeiter es schon lange sind“, scherzt der Mudauer Bürgermeister Norbert Rippberger. In der Vergangenheit mussten seine Leute in der Verwaltung immer wieder Zwangspausen von mehreren Minuten einlegen, weil das Netz zu schwach war, um zum Beispiel Fotos oder detaillierte Baupläne zügig auf dem Bildschirm anzuzeigen. Rippberger betont aber gemeinsam mit den Telekom-Vertretern auch noch einmal: „Das schnelle Internet kommt nicht von alleine in die Haushalte, jetzt müssen die Bürger aktiv werden!“ Der schnelle Anschluss muss gebucht werden, betont auch Telekom-Regionalmanager Joachim Otto. „Die Tür zur Zukunft ist weit geöffnet, jetzt müssen die Bürger auch hindurch gehen und das Angebot nutzen“, bekräftigt Landrat Achim Brötel.

Gemeinsam mit allen Beteiligten freut sich Brötel auch besonders darüber, dass das Vorhaben trotz sehr sportlichem Zeitplan weiterhin „wie am Glasfaserschnürchen“ und ohne Verzögerungen  läuft. Bis zum 31. Dezember 2017 soll das Großprojekt „Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis“ abgeschlossen sein, „dann werden wir gemeinsam mit der Telekom die Zeitenwende endgültig erfolgreich geschafft haben, als erster Landkreis in Baden-Württemberg!“, so Brötel.

Die Spatenstecher kommen kaum noch hinterher

12. April. Der Ausbau des schnellen Internets im Neckar-Odenwald-Kreis geht inzwischen so zügig voran, dass die offiziellen Spatenstecher kaum noch hinterherkommen: So traf sich am Mittwoch allerlei kommunalpolitische Prominenz mit Vertretern der Telekom zum symbolischen Ausbaubeginn im Ausbaugebiet 6 (Walldürn-Höpfingen-Hardheim), obwohl hier Bagger und Baufirmen schon seit einigen Tagen schwer am Arbeiten sind. Das ehrgeizige Großprojekt „Schnelles Internet für den Neckar-Odenwald-Kreis“ überholt sich inzwischen quasi selber. Aber: „Wenn es um die Zukunft geht, darf man einfach keine Zeit verlieren“, sagt Landrat Achim Brötel zu der Hochgeschwindigkeit des Netzausbaus. 

20170412_Spatenstich_6_NOK

Landrat Brötel (rechts) und Martin Stiebitz (2.v.r), Telekom, ziehen gemeinsam ein Bündel feiner Kunststoffröhrchen von der Rolle, in die später Glasfasern eingezogen werden.

Brötel gehörte am Mittwoch zu all jenen, die dabei sein wollten beim offiziellen Start im aktuellen Ausbau-Cluster. Zu dem gehören die Gemeinden Walldürn, Höpfingen und Hardheim. Allein hier sollen weitere rund 30 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, dazu kommen fast 70 Kabelverzweiger, die neu errichtet oder aufgerüstet werden. Bis Ende August sollen dann die Internetnutzer im Bereich der drei Kommunen im schnellen Internet surfen können – „auch das ein sehr ambitioniertes Ziel“, so der Neckar-Odenwälder Landrat. 

Wie sehr das schnelle Internet auch in Höpfingen herbeigesehnt wird, unterstrich der Höpfinger Bürgermeister Adalbert Hauck: Ihn habe dieser Tage eine Vereinsvorsitzende aus der Gemeinde aufgesucht, die sich nicht mehr zu helfen wisse: Das Internet sei mit gerademal 2 MB so schwach, dass sie kaum in der Lage sei, die Homepage ihres Vereines zu pflegen, klagte die Frau. „Das gehört schon ganz bald der Vergangenheit an“, freut sich der Bürgermeister. 

Dank der reibungslosen Zusammenarbeit von Telekom, Baufirmen und Kreisverwaltung sind derzeit schon fast die Hälfte der kreisweit 65.000 Anschlüsse im Hochleistungsnetz, rechnete beim offiziellen Spatenstich Landrat Brötel vor. Und schob gleich noch eine Zahl hinterher: Mit dem Ausbau im Cluster 6 sind insgesamt bereits drei Viertel des Gesamtprojekte bereits vollständig geschafft oder zumindest in Arbeit. „Während andere Landkreise noch nachdenken und zögern, machen wir das hier goldrichtig“, so Brötel, „auch wenn die beherrschende Farbe im Landkreis derzeit nicht Gold, sondern Telekom-Magenta ist!“ 

Auf den guten Stand des Gesamtprojekts hob auch Martin Stiebitz, Projektleiter für den Breitband-Ausbau der Landkreise in der Telekom Technikniederlassung Südwest, ab: Nur noch ein paar Wochen müssten die Internetnutzer im Ausbaugebiet 4 auf die schnellen Anschlüsse warten, wie er erklärte. In Mudau und Waldbrunn seien die Tiefbauarbeiten nahezu beendet. „Aktuell erfolgt der Einbau der Systemtechnik in die Multifunktionsgehäuse“, so Stiebitz. Nach einer Testphase ist die Freischaltung der neuen Breitbandversorgung für Mai geplant. Bei Informationsveranstaltungen am 26. April in Waldbrunn und am 27. April in Mudau sollen alle Interessenten über die Möglichkeiten des neuen Netzes informiert werden. Angesichts einiger aktueller Nachfragen betonte Stiebitz, dass die schnellen Internetanschlüsse nicht von allein in die Haushalte kommen. Die Kunden müssen aktiv werden und sich daher zuvor informieren. 

Insgesamt werden im Neckar-Odenwald-Kreis rund 240 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 438 Kabelverzweiger gänzlich neu errichtet oder mit moderner Übertragungstechnik aufgerüstet. Somit sind bereits rund 80 Prozent der Strecke zwischen Vermittlungsstelle und Kunde mit Glasfaser erschlossen. Mit der Einschaltung von Vectoring erhalten die meisten Haushalte und Gewerbebetriebe bis zu 100 MBit Download. Auch der Upload wird für Unternehmen und Privatpersonen, beispielsweise über die Nutzung von Clouds, immer wichtiger. Die neuen Anschlüssen erreichen Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 40 MBit/s.

Im Winter wird der Netzausbau zur Hängepartie

10.März. In einer Region, die im Untertitel „Badisch-Sibirien“ heißt, haben es Baufirmen manchmal schwer. So hat Petrus für den Neckar-Odenwald-Kreis statistisch gesehen sechs Monate pro Jahr für Eis und Schnee reserviert, die kalte Jahreszeit dauert hier mitunter von Anfang Oktober bis tief in den März hinein. Bei all jenen, die mit Erdarbeiten zu tun haben, mit Baggern, Schaufeln, Presslufthammer, die Baugruben öffnen oder wieder schließen wollen - bei all denen macht sich Petrus damit nicht gerade beliebt: Wenn der Wettergott es will, müssen Bauarbeiten ruhen, Zeitpläne hin oder her.

„Für uns persönlich ist Schnee und Kälte kein Problem“, sagt Vorarbeiter René Deißler von der Firma Schuler-Bau in Mosbach lächelnd, „wir sind das ja hier gewöhnt!“. Deißler ist zuständig für die sogenannte Einziehtechnik, er sorgt derzeit mit seinen Leuten dafür, dass im Zuge des Breitbandausbaus im Neckar-Odenwald-Kreis 20 Kilometer Glasfaserkabel durch die Rohre gezogen werden und damit dort hinkommen, wo sie hinsollen: aktuell im Ausbaugebiet 5 zu rund 7400 Haushalten in und um Buchen. Im Sommer soll das Buchener schnelle Internet dann freigeschaltet werden.

Aber jetzt ist noch Winter in Badisch-Sibirien. „Wenn es zu kalt wird, bekommen wir gleich mehrere Probleme“, sagt Deißler. Da ist zum einen der mitunter tiefgefrorene Boden. Baugruben ausheben: Fehlanzeige. Nach getaner Arbeit Baugruben wieder schließen und Asphalt aufbringen: ebenfalls Fehlanzeige bei Schnee und Tiefkühltemperaturen. So sehen manche Baugruben verlassen und vergessen aus, über Tage, manchmal sogar über Wochen, und manch ein Anwohner wundert sich. Vergessen ist bei der Telekom und ihren Baufirmen aber nichts, die Arbeiter warten nur schlichtweg auf mildere Temperaturen.

Telekom-Bauführer Ruben Dittrich erklärt, wie diese Maschine die Glasfaserkabel in die Erde bläst.

Telekom-Bauführer Ruben Dittrich erklärt, wie diese Maschine die Glasfaserkabel in die Erde bläst.

Ein weiteres Problem: Die hochmodernen Glasfaserkabel, mit denen die Telekom das schnelle Internet zu den Menschen bringen wird, lässt sich bei Kälte schlechter in den Boden bringen. Das Glasfaserkabel verliert seine Geschmeidigkeit. Das Gleiche gilt für die sogenannten Pipes, also die orangefarbenen Röhren, durch die das Kabel über Kilometer unter der Erde durchgeblasen, durchgeschossen wird.

Ein Gleitmittel soll helfen, dass die Kabel beim Einziehen möglichst komfortabel durch die Pipes sausen, „aber das Mittel besteht zu 90 Prozent aus Wasser!“, sagt Telekom-Bauführer Ruben Dittrich, „Wenn es zu kalt ist, friert auch das Gleitmittel ein!“ Die Folge wäre „gestresstes“ Material, sowohl bei den Pipes als auch beim strapazierten Glasfaserkabel, beides wiederum würde zu einer Dämpfung der Übertragungsraten führen. Unter fünf Grad wird in der Regeln nicht mehr eingeblasen. „Das ist ja nicht im Sinne des Erfinders von schnellem Internet“, sagt Dittrich, „lieber warten wir dann ein paar Tage, bis es wieder wärmer wird.“

Um Petrus im Winter zumindest hin und wieder austricksen zu können, haben sich Glasfaser-Hersteller und Baufirmen einiges einfallen lassen. Hier sehen Sie, wie die Telekom den Netzausbau im Winter meistert.

20170310_Netzausbau im Winter

Bürgermeister Wittmann: Ein wunderbarer Tag für die Gemeinden

5.März

Feierliche Inbetriebnahme des schneller Netzes in Fahrenbach

Fahrenbach: Landrat, Bürgermeister und Ehrengäste geben den Startschuss für weitere schnelle Anschlüsse im Neckar-Odenwald-Kreis.  

Der Winter zeigte seine strenge Seite, war aber nicht hart genug, um den Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis zu stoppen: So können sich jetzt weitere 10.300 Haushalte über schnelle Internetleitungen freuen. In den Gemeinden Aglasterhausen, Schwarzach, Neckargerach, Elztal und Fahrenbach sowie den Mosbacher Ortsteilen Sattelbach und Reichenbuch ist das schnelle Netz sofort buchbar. In Neunkirchen, Zwingenberg und Binau stehen die neuen Anschlüsse spätestens bis Ende des Monats zur Verfügung. Den vielen frostigen Tagen geschuldet, müssen in einzelnen Straßen noch Montagearbeiten nachgezogen werden.

Zur offiziellen Inbetriebnahme des dritten Ausbaugebietes trafen sich Landrat Dr. Achim Brötel, die Bürgermeister der Gemeinden sowie weitere örtliche Politiker mit Vertretern der Telekom und der ausführenden Baufirmen in Fahrenbach. Landrat Dr. Achim Brötel betonte: „Mein Dank geht einmal mehr an alle Beteiligten für die große Koordinationsleistung. Denn acht Gemeinden vom Neckartal bis zum Odenwald und dazu noch die verbliebenen beiden Mosbacher Stadteile parallel auszubauen, ist nur möglich, wenn das Projektmanagement auf höchstem Niveau und mit großer Entschlossenheit vorangetrieben wird. Und so wird das schnelle Internet mit jeder Freischaltung für immer mehr Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Realität, während andere noch in der Planung stecken.“

Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann unterstrich stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen: „Nach einem wirklich nahezu reibungslosen Ablauf des Tiefbaus bis Mitte Dezember ist heute ein wunderbarer Tag für die Gemeinden. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass das schnelle Netz von vielen sehnsüchtig erwartet und, ob beruflich oder privat, auch dringend gebraucht wird. Deshalb ist es gut, dass wir nun den Startknopf drücken können.“

In den vergangenen Tagen war auf allen Netzbaustellen im Neckar-Odenwald-Kreis Höchsttempo angesagt. „Alle am Projekt Beteiligten haben engagiert gearbeitet, um den Widrigkeiten der Jahreszeit zu trotzen“, sagte Martin Stiebitz, Projektverantwortlicher für den Landkreisausbau in der Telekom Technikniederlassung Südwest. „So mussten beispielsweise Baustellen in Zwingenberg und Binau lange ruhen, weil Bodenfrost Erdarbeiten unmöglich machten.“ Laut Stiebitz haben aber die Bauarbeiter, Glasfasermonteure wie Systemtechniker hart gearbeitet, um die Zeit wieder aufzuholen. Deshalb laufen auch in den anderen Ausbaugebieten die Arbeiten im zeitlich vorgesehenen Rahmen und im Ausbaugebiete vier (Waldbrunn und Mudau) ist man bereits auf die Zielgerade eingebogen.

Stiebitz betonte abschließend noch: „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, zu wissen, dass die schnellen Internetanschlüsse nicht von allein in die Haushalte kommen, vielmehr muss jeder selbst aktiv werden und einen neuen Anschluss buchen.“

Bellos Daten sausen um die Welt

23. Februar

Neuer Inhalt (1)

Tierarzt Hubert Weniger freut sich auf das schnelle Internet. Es kommt auch seinen tierischen Patienten zugute.

Henry ist tierisch genervt. Erst die vielen fremden Menschen im Wartezimmer, die nervösen Hunde, die maunzenden Katzen und die Meerschweinchen, und jetzt auch noch der blöde Behandlungstisch, auf den man ihn hinaufgehievt hat. Dabei sind die Leute in den Kitteln alle furchtbar nett und vorsichtig mit ihm, aber das hilft Henry im Moment ja auch nicht wirklich.

Wenn Henry einen Sinn für High-Tech hätte, und für die Vorzüge der Digitalisierung, dann wäre er jetzt durchaus begeistert. Dann wüsste er, dass er in der hochmodernen Tierarztpraxis in besten Händen ist, und dass er nicht nur hier am Ortsrand von Osterburken gut behandelt wird, sondern dass sich auch Veterinär-Experten Gedanken über ihn machen, die vielleicht hunderte von Kilometern entfernt sind. Das Internet machts möglich. Aber Henry ist eben ein Border-Collie, und von Digitalisierung hat er noch nie etwas gehört.

Neuer Inhalt (1)

Bordercollie Benno schaut skeptisch drein. Auf dem Behandlungstisch fühlt er sich nicht besonders wohl.

„Dabei geht auch in einer Tierarzt-Praxis nichts mehr ohne gutes Internet!“, sagt Tierarzt Hubert Weniger, „auch, wenn den meisten unserer zwei- und vierbeinigen Kunden das gar nicht so bewusst ist.“ Weniger hat sich auf Kleintiere spezialisiert, da ist von der Schlange über den Hamster bis zur riesenhaften Dogge alles dabei. Tatsächlich ist die Praxis eine kleine Klinik, die Tierärzte operieren hier in einem hauseigenen OP und erfassen alle nötigen Daten im eigenen Labor. Die Zahl der Patientenakten liegt in fünfstelliger Höhe, mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigt Hubert Weniger in Osterburken.

„Wir haben in jedem Behandlungsraum einen Rechner“, sagt Weniger, „und wir sind einen Gutteil des Tages online!“. Da wird im Internet nach Medikamenten und Symptomen recherchiert, da werden Daten mit mehreren Uni-Kliniken ausgetauscht, da werden bei komplizierten Fällen hochspezialisierte Tierärzte in aller Welt um ihre Meinung gebeten. Jedes Mal sausen dann Diagnosen, Laborbefunde, Tabellen und Fotos durch die Leitungen. „Auch bei sehr seltenen Erkrankungen oder sehr riskanten Eingriffen kann es nicht schaden, wenn nochmal ein anderer Kollege draufguckt“, sagt Weniger, der sich übers Internet auch über neueste Operationsmethoden oder aktuelle Entwicklungen im Pharmabereich auf dem Laufenden hält. Dazu kommen täglich unzählige e-Mails und all die Fotos von tierischen Hüft-, Knie- und Ellenbogengelenken, die der Praxis ständig  geschickt werden: Hubert Weniger arbeitet auch als sogenannter Befunder für Zuchtvereine und muss anhand der Bilder entscheiden, ob sich ein Tier zur Weiterzucht eignet oder eben nicht.

Die moderne Tierarztpraxis verfügt über Ultraschall- und Röntengeräte, außerdem gibt es einen Computertomographen (CT) für tierische Fälle. „Allein die Aufnahme aus dem CT hat ein riesiges Datenvolumen“, berichtet Weniger, „das ist, als wollte man 500 hochaufgelöste Fotos auf einmal per E-Mail verschicken!“. Da kann es derzeit schon mal passieren, dass die Leitungen in die Knie gehen und Wenigers Mitarbeiter noch bis in den Abend am Rechner sitzen, bis die Aufnahme endlich digital versendet ist, an eine Uniklinik, oder einen hochspezialisierten Kollegen.

Das alles soll demnächst deutlich schneller gehen, wenn auch Osterburken bald ans superschnelle Internet angeschlossen ist. „Das wird uns die Arbeit hier erheblich erleichtern“, freuen sich Weniger und seine Kollegen. Dem Bordercollie Henry ist das zugegebenermaßen alles ziemlich schnuppe. Er freut sich, dass er am Ende wieder vorsichtig vom Behandlungstisch gehoben und zur Belohnung mit Leckerlis verwöhnt wird. Die verschwinden dann auch nahezu mit Lichtgeschwindigkeit in seinem Maul – so schnell, wie auch das Internet in wenigen Monaten in Osterburken sein wird. 

Zum Jahresauftakt mehr Tempo im Internet

12. Januar

Neuer Inhalt (1)

Telekom-Regionalmanager Joachim Otto und Landrat Dr. Achim Brötel (v.r.) drücken den symbolischen Startknopf fürs schnelle Internet.

Es ist soweit, Es geht Schlag auf Schlag weiter: Zum Auftakt des Jahres können sich Bürgerinnen und Bürger in Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt und Neckarzimmern über schnelle Internetleitungen freuen. Die Telekom hat ihre Arbeiten im zweiten Ausbaugebiet des Neckar-Odenwald-Kreises abgeschlossen. Die meisten der rund 7000 versorgten Haushalte in diesem Gebiet können ab sofort davon profitieren, nur die Bewohner des Kerns der Gemeinde Billigheim müssen sich aus technischen Gründen noch bis zum 31. Januar gedulden, dann können auch sie einen schnellen Anschluss buchen. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud ist bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 10 MBit/s. 

Beim offiziellen Start des schnellen Netzes heute (11.) in Haßmersheim freute sich Landrat Dr. Achim Brötel: „Das Ausbautempo bleibt hoch. Und erneut hat sich die enge Kooperation aller Beteiligten bewährt, alle wollen die beste Lösung. So konnten beispielsweise durch die Überlassung von kommunalen Leerrohren mehr Haushalte und Gewerbebetriebe als zunächst geplant über die modernen Straßenverteiler angeschlossen werden.“ 

Der Haßmersheimer Bürgermeister Michael Salomo sprach seinen ebenfalls erschienenen Amtskollegen Reinhold Berberich (Billigheim), Walter Neff (Hüffenhardt) und Christian Stuber (Neckarzimmern) aus dem Herzen: „Schnelles Internet ist ein klarer Standortvorteil, für die Wirtschaft wie für jede Immobilie. Durch die neueste Internettechnik werden unsere Gemeinden noch attraktiver und vor allem zukunftssicherer.“ 

Stichwort zukunftssicher: Insgesamt wurden im gesamten Ausbaugebiet 25 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 37 moderne Multifunktionsgehäuse (MFG) in den Straßen aufgestellt. Damit ist auch der Grundstein für noch mehr Tempo gelegt. „Alle Multifunktionsgehäuse wurden bereits mit der neuen Vectoring-Technik ausgerüstet. Voraussichtlich Mitte 2017 werden sich so die Bandbreiten verdoppeln und die meisten Anschlüsse über 100 MBit verfügen. Wir warten nur noch auf eine Entscheidung der EU, die den Einsatz dieser Vectoring-Technik in Gebieten zulässt, in denen der Ausbau mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde“, unterstrich Joachim Otto, Regionalmanager der Telekom. 

Laut Otto ist damit das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht: „Super-Vectoring wird die Geschwindigkeit beim Herunterladen auf 250 MBit/s und beim Heraufladen auf 50 MBit/s steigern.“ Und sollte in Zukunft die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen bis in die Haushalte weiter ansteigen, will die Telekom die restlichen Kupferstrecken ebenfalls austauschen – die Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt.

Für die Bürgerinnen und Bürger in dem Ausbaugebiet ist es wichtig, zu wissen, dass die schnellen Internetanschlüsse nicht von allein in die Haushalte kommen, vielmehr muss jeder selbst aktiv werden und einen neuen Anschluss buchen. 

Der Laptop erobert die Autowerkstatt

3. Januar

Neuer Inhalt (1)

Laut Autohaus-Chef Felix Gramling (links) stehen die Autohäuser vor einer ihrer größten Umwälzungen. Er erwartet einen "digitalen Wirbelsturm".

„Wir erwarten einen digitalen Wirbelsturm“, sagt Felix Gramling, lehnt sich zurück und nimmt erstmal einen weiteren Schluck Kaffee. Digitale Sturmwarnungen hin oder her: Gramling bleibt gelassen. Das hat der knapp 40jährige als Juniorchef vom Autohaus Gramling in Mosbach gelernt. In vierter Generation leitet er das Unternehmen, rund 200 Mitarbeiter gehören dazu.

 2017 feiert Gramling 100jähriges Bestehen, seit 1936 vertritt das Autohaus Mercedes und hat neben der Hauptstelle in Mosbach Niederlassungen in Walldürn, Mudau und Osterburken. Überall dort also hat man die unternehmerische Wettervorhersage für die Autobranche vernommen, der digitale Tornado kündigt sich an, und Gramling wird darauf vorbereitet sein, „sonst würden wir vom Markt verschwinden, wie alle, die sich nicht rechtzeitig eingestellt haben auf die elementarste Umwälzung  in der Branche seit Erfindung des Automobils“.

Wenn die Vorhersagen eintreffen, wird in ein paar Jahren alles anders sein: Dann werden Autokäufer in den Niederlassungen vielleicht noch ein oder zwei Fahrzeuge einer Modellreihe vorfinden, werden sich hineinsetzen oder auch mal Probe fahren können. Alles andere läuft digital. Das individuelle Wunschfahrzeug wird dann quasi am Laptop zusammengestellt und als 3D-Animation in den Raum hinein projiziert. „Der Kunde kann sich alles genau ansehen, er kann um das virtuelle Auto herumgehen und es von allen Seiten betrachten – nur gleich reinsetzen und losfahren geht dann nicht mehr“, sagt Gramling. Wenn andere, mitunter völlig branchenfremde, Anbieter anfangen, Autos im Internet zu verkaufen, will die Branche gegenhalten können. Also quasi halb digital verkaufen, aber den gesamten Service vor Ort und die persönliche Ansprache beibehalten.

Neuer Inhalt (1)

Die Fehlerdiagnose läuft in den Werkstätten mit digitaler Unterstützung. Der Computer liest den Fehler aus.

„Für die Niederlassungen bedeutet das ein komplettes Umdenken, einen mitunter kompletten digitalen Umbau“, sagt Gramling. Jeder Mitarbeiter soll künftig 6 MBit-Datenleitungen am Arbeitsplatz haben, „das ist schon eine Menge Holz!“ Aber: „Wir kommen der Sache näher“, sagt Gramling, „und mit dem superschnellen Internet im Neckar-Odenwald-Kreis ist ja ein erster Schritt getan!“ Bei der Niederlassung in Mosbach wird das hochleistungsfähige Glasfaserkabel demnächst bis ins Haus liegen.

Schon heute ist das Unternehmen Gramling auf gute Datenleitungen angewiesen. „In unserer Werkstatt wird zwar noch mit Hammer und Schraubenzieher gearbeitet, aber vieles geht daneben digital.“ Die viele Elektronik in den Fahrzeugen wird über Rechner mit einer zentralen Datenbank von Mercedes-Benz verbunden, der Hersteller liefert via Computer Reparaturvorschläge und –Anweisungen, an die die Techniker vor Ort sich quasi halten müssen. „Trotzdem verlassen wir uns auch immer wieder und immer noch auf die Erfahrung und das Bauchgefühl unserer Mitarbeiter, ohne Menschen geht es nicht, die Techniker sind unersetzlich“, sagt Gramling.

7000 Kundenbesuche pro Jahr müssen außerdem digital verwaltet und organisiert werden, durch die Internetleitungen werden zudem ständig hochaufgelöste Fotos geschickt, mal von einer verbeulten Stoßstange, mal von einem Kabelbrand, all das muss zur Begutachtung irgendwo hin, quer durch Deutschland, schnell und sicher.

Für die rund 120 Computer im Haus hat Gramling einen eigenen Experten, mit ihm und mit den anderen Mitarbeitern setzt sich der Juniorchef regelmäßig zusammen, wie in einer Art Think-tank, einer Ideenschmiede. „Wir beraten und spinnen ein bisschen herum, was könnte man verbessern, wo muss was geändert werden, wie sieht das hier alles in zwanzig oder fünfzig Jahren aus, da kommen mitunter die besten Vorschläge zustande.“

Wenn er dann so über den digital Tornado nachdenkt, den bevorstehenden digitalen Wandel und die bahnbrechenden Umwälzungen in seiner Branche, dann erinnert sich Felix Gramling auch wieder an seinen ersten Computer, damals, als er gerade mal 12 Jahre alt war. „Ein 286er Siemens, damals eine wahre Wundermaschine“, sagt Gramling lachend. Aber wenn er sich heute in seinem Unternehmen so umschaut, dann kommt es ihm vor, als sei diese Jugenderinnerung schon Jahrhunderte her.

 

Spatenstich in Buchen: Ausbautempo bleibt hoch

5. Dezember

20161205_Neckar Odenwald_Buchen

Landrat Brötel (vordere Reihe, 4.v.l.) und Regiomanager Joachim Otto (vordere Reihe, 5.v.l.) geben mit dem Spaten den Startschuss für den Ausbau rund um Buchen.

Beim Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis ist bereits die fünfte Klappe gefallen. Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Roland Burger und Vertreter der Telekom haben in Buchen die Arbeiten im Ausbaugebiet 5 gestartet. Neben der Kernstadt wird das Netz in Bödigheim, Eberstadt, Einbach, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen, Hollerbach, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen auf hohes Tempo mit Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s gebracht. 

Bürgermeister Burger begrüßte die Gäste: „Wir freuen uns, dass nach dem durch die Stadtwerke Buchen betriebenen BCH-Net nun auch das Telekom-Netz flächendeckend für das schnelle Internet ausbaut wird. Die Tiefbauarbeiten werden über die Wintermonate überall in der Stadt sichtbar sein, aber dafür werden wir voraussichtlich bereits im kommenden Sommer von dem ausgebauten Netz profitieren. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger.“

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir auch hier zügig vorankommen werden. Die Telekom und die Landkreisverwaltung bilden ein absolut eingespieltes Team“, sagte der Landrat vor dem Hintergrund der Erfahrungen in den anderen vier Gebieten.

„Wir werden auch in Buchen die Glasfaser sehr nah an die Kunden heran und bis zu den Straßenverteilern legen“, sagte Joachim Otto, Regionalmanager der Telekom. „Insgesamt werden in diesem Ausbaugebiet rund 15 Kilometer Glasfaser verlegt und 55 hochmoderne neue Straßenverteiler aufgestellt.“ Techniker und Baufirmen hoffen natürlich auf einen moderaten Winter. Langanhaltende Regenperioden oder Frostphasen könnten die Bauarbeiten verzögern. So können Glasfaserkabel beispielsweise bei Temperaturen unter fünf Grad nur noch bedingt verlegt werden, erklärte Otto. 

Zum Stand des Ausbaus verwies Otto darauf, dass in Mosbach und Obrigheim die schnellen Anschlüsse bereits gebucht werden können. In Ausbaugebiet 2 startet die Vermarktung der schnellen Anschlüsse Anfang Januar. In den nächsten Tagen finden dazu Informationsveranstaltungen der Telekom statt. Im dritten Ausbaugebiet sind bereits die Tiefbauarbeiten erledigt, hier laufen die Montagearbeiten an den Kabeln und Multifunktionsgehäusen. Bis zum Jahresende sollen die Tiefbauarbeiten auch im vierten Gebiet abgeschlossen sein, bis spätestens März 2017 wird die Technik installiert. Alle Ampeln stehen somit auf Grün, fasste Otto zusammen.

Rathausmitarbeiter in Mudau freuen sich auf das superschnelle Internet

18. November

Bürgermeister Rippberger sitzt wartend vor seinem Rechner.

Bürgermeister Norbert Rippberger sehnt die Zeit herbei, in der er nicht mehr vor seinem Rechner warten muss, bis sich eine Seite aufbaut.

„Unser Kaffeeverbrauch ist enorm!“, sagt Norbert Rippberger und lacht. Der Bürgermeister der kleinen Kommune Mudau im Neckar-Odenwald-Kreis sitzt vor seinem Rechner und nimmt einen weiteren Schluck aus der Tasse. Der hohe Kaffeekonsum des Rathauschefs und seiner Mitarbeiter hängt manchmal mit dem Stress zusammen, den die Arbeit mit sich bringt – und manchmal eben auch mit dem Gegenteil: „Wenn ich hier eine detaillierte Karte einer Gemarkung hochladen will, dann dauert das schon mal eine Tasse lang – überspitzt formuliert.“ Dann bleibt der Schirm erstmal weiß, oder der Rechner versucht, Rippberger zu trösten: „Karte wird geladen“, steht dann da, oder „Anfrage wird verarbeitet“. 

Natürlich geht schon jetzt alles viel schneller als früher, weiß auch der Bürgermeister. „Bei uns gibt es ja kaum noch Papier-Formulare, alles funktioniert digital, beim Einwohnermeldeamt, bei Grundbuchangelegenheiten, beim Standesamt.“ Knapp 20 Mitarbeiter hat die Verwaltung, jeder hat seinen Rechner, tippt und scrollt, lädt Daten hoch und runter. 

„Zu manchen Zeiten wird es dann schon mal sehr träge“, sagt auch Christoph Müller, der sich im Rathaus auch um alles rund ums Digitale kümmert. Da müssen die Mitarbeiter schon ein bisschen Geduld aufbringen, wenn aufwändige Karten oder Tabellen fünf oder zehn Sekunden brauchen, bis sie  auf dem Schirm erscheinen, „das kommt einem ja heutzutage schon wie eine kleine Ewigkeit vor“, sagt Müller schmunzelnd. Besonders die Karten im sogenannten geo-Informationssystem haben es dabei in sich: so detailliert sind sie, dass die Rathausmitarbeiter noch jeden schmalen Trampelpfad, quasi jeden dicken Stein am Wegesrand erkennen können, dazu werden Messdaten und Name und Adresse der Flurstück-Besitzer angezeigt. 
Dazu kommen die rund 400 Mails, die täglich ins Rathaus geschickt- oder von dort in alle Welt versendet werden. Mails von Bürgern, aber auch von Ingenieuren oder Architekten, aufwändige Dateien im Anhang, Karten, Baupläne, Tabellen - all das belastet dann wieder die Leitungen. Die unzähligen Dokumente werden nicht nur auf den eigenen Servern, sondern auch in einer Cloud gespeichert, die ein externer Dienstleister den Kommunen zur Verfügung stellt. „Auch da wird es manchmal ganz schön eng“, weiß Müller, „und wer nicht schnell genug ist, der muss dann halt warten, wenn es sich mal wieder knubbelt.“ 

Und so richtig schnell sind die Leitungen im Mudauer Rathaus eben bislang nicht, „gefühlt um die 5 MB“, sagt Bürgermeister Rippberger. Die Bürger und die „Kunden“ des Rathauses merken übrigens von den mitunter etwas ruckeligen Abläufen nichts, „für die sind wir so schnell wie eh und je“, sagt der Verwaltungschef. „Aber intern brauchen wir eben manchmal schon Geduld – und einen Kaffee.“

Das wird sich nun ändern. „Ab kommendem Frühjahr ist dann Schluss mit Kaffee!“, sagt Rippberger lachend. Dann wird direkt am Rathaus ein neues Multifunktionsgehäuse der Telekom stehen, das hochleistungsfähige Glasfaserkabel geht dann bis ins Gebäude. „Dann kommen wir auf mindestens 30 MB, eher 50, vielleicht sogar noch mehr!“, freut sich der Verwaltungschef. Das wird die Arbeit im Rathaus deutlich erleichtern – und Mudau hat dann noch ein Pfund mehr, mit dem die Gemeinde bei Unternehmen und potentiellen Neubürgern wuchern kann. Denn schon lange fragen Auswärtige nicht mehr nach Einkaufsmöglichkeiten oder Busverbindungen, wenn sie darüber nachdenken, sich in Mudau anzusiedeln. „Die erste Frage ist immer die nach Kinderbetreuung – und dann die nach dem schnellen Internet“, sagt Rippberger. Und dann nimmt er noch einen Schluck Kaffee, mit Genuss und in Vorfreude auf das neue digitale Zeitalter in Mudau. 

Mudau gehört mit der Gemeinde Waldbrunn zusammen zum vierten Cluster beim Breitbandausbau der telekom im Neckar-Odenwald-Kreis. In diesem Ausbaugebiet 4 sollen in den kommenden Monaten 24.000 Meter Glasfaserkabel verelgt und 36 Kabelverzweiger neu errichtet oder aufgerüstet werden, 21 in der Gemeinde Waldbrunn und 15 hier, auf Mudauer Gemarkung. Der 1.Spatenstich für das Ausbau-Cluster 4 war Ende September, wenn das Odenwälder Wetter mitspielt, soll die neue Breitbandversorgung in Waldbrunn und Mudau schon im Mai 2017 freigeschaltet werden. 

Telekom liefert pünktlich: Das schnelle Internet ist da

10. Oktober

BI_20161010_Mosbach_Inbetriebn_1Bauabschn_22

Strahlende Gesichter beim symbolischen Einschalten des schnelle Netzes: Landrat Achim Brötel (5.v.l.) und Frank Bothe (4.v.l.) mit Gästen.


Feierstunde und -Laune im Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises: Nach nur sechs Monaten Bauzeit sind die ersten schnellen Internetanschlüsse in Mosbach und Obrigheim da. 14.000 Haushalte und Gewerbebetriebe profitieren von Bandbreiten bis zu 100 MBit/s.

Es geht Schlag auf Schlag weiter, denn im Abstand von rund zwei Monaten werden sieben weitere Ausbaugebiete schnell gemacht. Der Landkreis Neckar-Odenwald ist damit die Nummer eins in Baden-Württemberg. Der Landrat strahlte, als er sagte: „Wir bauen Zukunft, wir bauen die digitale Zukunft für unseren Landkreis, für die Städte und Gemeinden, für die Unternehmen, insbesondere aber für die Menschen. Wir haben uns bekanntlich dafür entschieden, das schnelle Internet für alle im kooperativen Ausbau unter Partnern zu realisieren. Dabei sind wir definitiv der erste Landkreis in ganz Baden-Württemberg, der diesen Weg so geht. Ich glaube, darauf können wir zu Recht durchaus auch etwas stolz sein.“

Dann lobte Achim Brötel die Telekom: „Ein solcher kooperativer Ausbau unter Partnern geht nur, wenn man dafür tatsächlich auch einen starken Partner hat. Und ich sage es immer wieder: Wir haben den stärksten gefunden, den es dafür überhaupt gibt. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass die Deutsche Telekom als Siegerin aus unserem europaweiten Ausschreibungsverfahren hervorgegangen.“

Frank Bothe, Leiter der Technik-Niederlassung Südwest, äußerte sich denn auch hochzufrieden: „In weniger als sieben Monaten seit Vertragsunterzeichnung können Tausende Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s erhalten. Dieser schnelle Ausbau war nur durch eine sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, den Kommunen, den verantwortlichen Bauämtern und Verkehrsbehörden möglich. Wir zeigen in Baden-Württemberg eindrucksvoll, wie die Telekom gemeinsam mit dem Landkreis und den Kommunen, den Bürgern schnelle und zuverlässige Breitbandnetze zur Verfügung stellt.“

Niederlassungsleiter Frank Bothe ließ Bilder sprechen.

Niederlassungsleiter Frank Bothe ließ Bilder sprechen. Szenen der Bauarbeiten zeigten eindrucksvoll, dass mit Hochdruck gearbeitet wurde und wird.


Laut Bothe zieht die Telekom beim Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis alle technischen Register, um die Kunden zügig mit den hohen Bandbreiten zu versorgen, den Netzausbau gleichzeitig aber auch mit möglichst geringen Einschränkungen durch Baumaßnahmen durchzuführen. So wird der Anteil an Tiefbauarbeiten bestmöglich reduziert. Das gelingt beispielsweise über neueste Verfahren in der Verlegetechnik. So kann etwa an manchen Stellen mithilfe des Horizontalbohrverfahrens bis zu vier Meter tief in der Erde und über eine längere Strecke ein kleiner Tunnel horizontal durchs Erdreich gebohrt werden, um später Kabel einziehen zu können. So müssen keine Gräben ausgehoben werden. Auch beim Einblasen von Glasfasern in Lehrrohre werden die Strecken immer länger.

Insgesamt läuft laut Bothe der Netzausbau nach Plan. In den Ausbaugebieten 2 (Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt, Neckarzimmern) und 3 (Aglasterhausen, Binau, Neckargerach, Neunkirchen, Schwarzach, Zwingenberg, Elztal, Fahrenbach) sei der Tiefbau weit fortgeschritten und teilweise laufe schon der Einbau der neuen Übertragungstechnik in den Vermittlungsstellen und neuen Straßenverteilern. Dort könnten die neuen Anschlüsse voraussichtlich im Frühjahr gebucht werden. Im Bauabschnitt 4 (Waldbrunn und Mudau) habe der Ausbau bereits begonnen und das Ausbaugebiet 5 (Buchen) lässt nicht mehr lange auf sich warten: Dort findet der Spatenstich noch in diesem Jahr statt.

Für Mosbach und Obrigheim hat die Telekom insgesamt 23.053 Meter Glasfaser gelegt und 75 Multifunktionsgehäuse in den Straßen aufgestellt. Dass auch der Ausbau im Neckar-Odenwald-Kreis mit Herausforderungen gespickt ist, machte Bothe an Beispielen deutlich: „Die gute Nachricht ist: Mosbach steht offensichtlich auf festem Grund. Für uns ist es allerdings schlecht, dass hier besonders viele Felsen und Steine unseren Bohrmaschinen das Leben schwer machen. Derzeit ist deshalb eine der großen Maschinen in Reparatur“, sagte er. Außerdem hätten sich viele Leerrohre als schadhaft herausgestellt und erneuert bzw. repariert werden müssen.

Wie groß das Interesse an den schnellen Anschlüssen ist, zeigte sich bei den ersten Infoveranstaltungen. Ins Mosbacher Rathaus kamen rund 80 Personen und in die Schule in Obrigheim mehr als 100.

Erster Bürger-Informationsabend rund ums schnelle Netz in Mosbach

07. Oktober

Ein nahezu vollbesetzter Saal im historischen Mosbacher Rathaus. Keine 50 Meter von der Stelle entfernt, an der vor rund einem halben Jahr der erste Spatenstich für den Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis stattfand, informierte jetzt die Telekom ganz konkret über die neuen Möglichkeiten mit dem High-Speed-Internet. „Das ist jetzt wirklich rekordverdächtig“, so auch der anwesende Oberbürgermeister Michael Jann, der die Besucher des ersten Informationsabends im Rathaussaal begrüßte.

Volle Sitzreihen beim Infoabend im Mosbacher Rathaus.

Volle Sitzreihen beim Infoabend im Mosbacher Rathaus.

Sechs Monate nach dem besagten Spatenstich im Ausbaugebiet 1 – Obrigheim und Mosbach – sind jetzt die ersten 11.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt. „Diese top-moderne Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor“, so Jann.

Telekom-Regionalmanager Joachim Otto bekräftigte: „Vor gut zwei Jahren haben wir mit den Plänen für den Ausbau im gesamten Landkreis begonnen, ab 10. Oktober werden wir die Leitungen im Ausbaugebiet eins freischalten, darauf sind wir wirklich stolz!“

Otto führte die Besucher beim Informationsabend in die aufwändige und komplizierte Technik ein, die hinter dem Netzausbau steht: 64 Multifunktionsgehäuse sind in den vergangenen Monaten aufgestellt worden, zwölf Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Über zehn Kilometer davon mussten per Tiefbau erfolgen, „dafür haben jetzt 98 Prozent aller erreichten Haushalte, je nach Tarif und dank hochmoderner Vectoring-Technik, bis zu 100 MB zur Verfügung“, so Otto. Ganz praktisch heißt das zum Beispiel: wer zum Laden von 100 digitalen Bildern bisher fast eine halbe Stunde Geduld und Nerven brauchte, kann das zukünftig in anderthalb Minuten erledigen.

Telekom-Regionalmanager Joachim Otto

Telekom-Regionalmanager Joachim Otto zeigt den Fortschritt des Breitbandausbaus in der Region.

Praktische Fragen waren es denn auch, die die Besucher des Informationsabends besonders interessierten: Muss ich zuhause umrüsten, um die neue, schnelle Datenleitung nutzen zu können? Funktionieren alte Router, alte Modems noch? Wo bekomme ich die entsprechenden Produkte? Wo erfahre ich, in welcher Bandbreite mein Haus zukünftig versorgt wird? Und welche Tarife bietet die Telekom an?

Fragen, die neben Joachim Otto vor allem die Mitarbeiter der regionalen Telekom-Partner-Unternehmen beantworten konnten: Rede und Antwort standen den vielen Interessierten Mitarbeiter des Mosbacher Telekomshops im Kaufland und der Mosbacher Firma Schredle, außerdem Firma Wanner aus Obrigheim und info-bit aus Waldbrunn. Die genannten Unternehmen nahmen auch gleich erste Vorbestellungen für Anschlüsse entgegen, sie stehen Internetnutzern rund um den Netzausbau auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, betont Joachim Otto.

Beratung durch einen Telekommitarbeiter auf dem Infoabend

Beratung durch einen Telekommitarbeiter auf dem Infoabend


Und noch ein paar praktische Tipps hatte der Regionalmanager der Telekom im Gepäck: „Es passiert nichts ohne Ihr Zutun!“ Interessierte sollten sich ab dem Stichtag 10. Oktober mit Ihren Unterlagen und vor allem ihren Internet-Zugangsdaten entweder an eines der Partnerunternehmen oder an die Telekom direkt wenden und sich dort eingehender beraten lassen, „am besten ist immer das direkte Gespräch“, so Otto. Außerdem bekommen alle betroffenen Haushalte Post von der Telekom, auch Besuche oder Anrufe von Mitarbeitern seien geplant. Diese können sich als Telekompartner ausweisen und werden Interessierten Tarifangebote unterbreiten. „Kommt es zu einer Bestellung, dann gibt es von uns immer auch eine Auftragsbestätigung“, so Otto.

„Bei aller Begeisterung muss ich Sie aber doch ein bißchen bremsen“, so Otto im Verlauf des Abends schmunzelnd: Tatsächlich gebucht werden können die Anschlüsse für das high-Speed-Internet im Ausbaugebiet eins erst ab kommenden Montag. Dann wird das Netz mit einem kleinen Fest-Akt und vielen prominenten Gästen hochoffiziell freigeschaltet, „aber dann können Sie wirklich buchen!“, versprach Otto.

Auch die Hotlines der Deutschen Telekom werden erst ab diesem 10.Oktober mit allen nötigen Informationen versorgt sein, um Anrufer gut zu beraten. „Soviel Geduld müssen Sie noch haben“, so Otto augenzwinkernd.

Hintergrund:

Im Oktober 2016 wird das schnelle Internet in Mosbach und Obrigheim in Betrieb genommen und mehrere Tausend Haushalte können die neuen schnellen Anschlüsse buchen. Die Deutsche Telekom bietet eigens dazu eine Reihe von Informationsveranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger an. Mitarbeiter der Telekom stellen die Möglichkeiten des neuen Netzes und die aktuellen Angebote der Telekom vor. Weiterhin hat jeder Besucher die Möglichkeit, um alle Fragen rund um das neue Netz zu stellen und sich aus erster Hand beraten zu lassen. Die Mitarbeiter der Telekom freuen sich darauf, möglichst viele interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Hier die Übersicht der Termine:

Nächster Termin in Mosbach:

  • 12. Oktober 2016, um 18:30 Uhr in der Odenwaldhalle Lohrbach, Ringstraße 59, 74821 Mosbach

Termine in Obrigheim:

  • Donnerstag, 06.10.2016, Beginn: 19:00 Uhr Aula der Realschule, Schubertstraße 2, 74847 Obrigheim
  • Dienstag, 11.10.2016, Beginn: 19:00 Uhr Mehrzweckhalle Asbach, Im Wengert, 74847 Obrigheim-Asbach

Schlag auf Schlag: Schon der vierte Spatenstich

26. September

Spatenstich mit Bagger

Spatenstich mit Bagger: Bürgermeister Markus Haas, Bürgermeister Norbert Rippberger, Joachim Otto, Regionalmanager der Telekom, Landrat Achim Brötel (im Bagger), Martin Stiebitz, Telekom Technik, und Bernhard Kisrchenlohr, Schuler-Bau.


„Das ist jetzt schon ein echter Höhepunkt!“, so Landrat Achim Brötel am Donnerstag beim Spatenstich für die vierte Stufe des Breitbandausbaus im Neckar-Odenwald-Kreis. Brötel spielte damit augenzwinkernd auf die topografische Lage des Waldbrunner Ortsteils Waldkatzenbach an: Direkt am Fuß des Katzenbuckels gelegen, dem höchsten Berg im Odenwald, „wird es bei unserem Glasfaserprojekt wohl keinen noch höheren Spatenstich geben als hier!“

Das kleine Dorf Waldkatzenbach gehört zum vierten Ausbau-Cluster, in dem die Gemeinden Waldbrunn und Mudau zusammengefasst sind. In diesem Ausbaugebiet 4 sollen in den kommenden Monaten 24.000 Meter Glasfaserkabel verlegt und 36 Kabelverzweiger neu errichtet oder aufgerüstet werden: 21 in Waldbrunn und 15 auf Mudauer Gemarkung.

Beim ersten Spatenstich in Waldkatzenbach strahlten Kommunalpolitiker und Telekom-Verantwortliche denn auch mit der Odenwälder Sonne um die Wette. Mit dabei waren neben Landrat Achim Brötel auch die Bürgermeister Markus Haas aus Waldbrunn und Dr. Norbert Rippberger aus Mudau. Für die Deutsche Telekom freute sich Regionalmanager Joachim Otto darüber, dass nun schon das vierte Ausbaugebiet in Angriff genommen werden könne. „Noch vor einem halben Jahr haben wir am Besprechungstisch gesessen und mit großem Respekt und ein wenig Skepsis auf die ehrgeizigen Termin- und Zeitpläne geschaut – und jetzt haben wir die Hälfte der Spatenstiche schon hinter uns!“

Auch in Waldbrunn und Mudau will die Telekom das Projekt zügig und entschlossen vorantreiben – die Freischaltung der neuen Breitbandversorgung ist bereits für Mai 2017 vorgesehen – „wenn Petrus im Winter hier am Katzenbuckel mitspielt“, so Otto schmunzelnd.

Über ein „historisches Ereignis“ in Waldbrunn freute sich Bürgermeister Markus Haas: „Das schnelle Internet ist inzwischen ein existentielles Thema für den ländlichen Raum“, so Haas. Potentielle Neubürger fragten schon lange nicht mehr zuallererst nach Einkaufsmöglichkeiten oder Baupreisen. „Die ersten beiden Fragen sind inzwischen immer die nach Kinderbetreuung – und nach der Internetverbindung“, weiß der Waldbrunner Rathauschef aus Erfahrung. „Umso besser, dass jetzt alle Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis an einem Strang ziehen – und alle in dieselbe Richtung!“, so Haas, der damit auch seinen Bürgermeisterkollegen quer durch den Landkreis Dank aussprach.

Landrat und Telekom-Vertreter informierten beim Spatenstich in Waldbrunn auch zu den bisherigen Ausbaugebieten: im Gebiet 1, also Mosbach und Obrigheim, steht demnach der Netzausbau kurz vor dem Abschluss. Im zweiten und dritten Ausbaugebiet, zu dem Billigheim, Hassmersheim, Hüffenhardt und Neckarzimmern gehören, sowie Aglasterhausen, Binau, Neckargerach, Neunkirchen, Schwarzach, Zwingenberg, Elztal und Fahrenbach, sei der Tiefbau weit fortgeschritten, teilweise laufe hier schon der Einbau der neuen Übertragungstechnik. In diesen beiden Abschnitten können die neuen Anschlüsse voraussichtlich ab dem Frühjahr gebucht werden.

„Mit dem Breitbandausbau klettern auch Dörfer wie Waldbrunn jetzt in urbane Höhen“, so abschließend Bürgermeister Markus Haas, der auch darauf verwies, dass zum Netzausbau auch die Verbesserung des mobilen Netzes gehört. „Darauf werden manche Städte in der Region noch neidisch werden.“, so Haas. „Für uns im Neckar-Odenwald-Kreis beginnt jetzt ein noch schnelleres Zeitalter!“.

LTE-Mobilfunktechnik macht Schefflenz flott

21. August

Beim Start des Ausbauprogramms der Telekom im Festnetz hat Niederlassungsleiter Frank Bothe auch laufende Verbesserungen der Mobilfunkversorgung angekündigt. Und die Telekom liefert: So sorgt sie jetzt in weiten Teilen von Schefflenz mit LTE-Technik dafür, dass Fotos und Videos unterwegs schneller geteilt werden können. Weitere LTE-Standorte im Neckar-Odenwald-Kreis werden folgen. Bis 2018 will die Telekom 95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit LTE-versorgen.

LTE steht für Long Term Evolution, die vierte Mobilfunkgeneration. Wie ein lokaler Radiosender versorgt ein LTE-Standort die Bewohner im Umfeld mit seinem „Programm“ – dem schnellen Internet. Die Funkzellen haben in der Regel einen Radius von bis zu fünf Kilometern. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bis zu 150 Megabit pro Sekunde (MBit/s).

Smartphones und Tablets können LTE standardmäßig empfangen. Ältere Laptops und PCs können über einen USB-Stick fit für das mobile Internet gemacht werden. Der Stick übernimmt die Rolle einer Antenne, empfängt und versendet die Daten.

Interessant für rege Internet-Surfer ist sicher auch der Hybrid-Router, den die Telekom anbietet. Er bündelt beim Surfen zuhause automatisch die Bandbreite aus Festnetz und Mobilfunk. DSL und LTE arbeiten Hand in Hand. Der Router nutzt für den Datentransport zunächst die Festnetz-Leitung und holt bei Bedarf zusätzliche Bandbreite aus dem Mobilfunknetz dazu. So können Nutzer zuhause über das LTE-Netz Spitzengeschwindigkeiten erreichen.

Wo LTE zur Verfügung steht, kann im Internet unter www.telekom.de/netzausbau recherchiert werden – und natürlich weiß auch der Fachhändler vor Ort Bescheid. Infos gibt es auch unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 330 1000.

Ohne Strom geht nichts: Manchmal hilft ein Holzweg

13. August

Beim Breitbandausbau des Neckar-Odenwald-Kreises spielt moderne Technik die dominierende Rolle und alles läuft, bestens geplant, auf den Starttermin fürs schnelle Internet zu. Doch manchmal hilft dabei auch ein Holzweg. Bevor Sie rätseln, die Lösung ist folgende:

Die in den Verteilerschränken an den Straßen eingebaute Übertragungstechnik braucht Strom. Unter anderem wandeln Hochleistungscomputer in den sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG) die Lichtsignale aus dem Glasfaserkabel aus der Vermittlungsstelle in elektrische Impulse um, die über Kupferkabel in die Häuser der Kunden gelangen. Auch die Lüfter und die Alarmanlage brauchen Strom. Dessen Heranführung ist Sache der örtlichen Stromanbieter.

Für die Stromzuführung stellen die Stadtwerke Holzmasten auf.

Für die Stromzuführung stellen die Stadtwerke Holzmasten auf.

Nicht immer können sie Stromversorger dafür ein Erdkabel verlegen, sie entscheiden sich für eine oberirdische Linie, sprich sie hängen die Stromkabel an Holzmasten. Und schlagen so auch zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie nutzen die Masten gleichzeitig für die Straßenbeleuchtung.

Allein in Mosbach samt Ortsteile wurden sieben Masten aufgestellt, sicher zwei Meter tief im Boden verankert. Anschließend wurde das Ein-Kilovolt-Niederspannungskabel am Mast befestigt. Vom unteren Mastende geht es dann kurz zum Multifunktionsgehäuse in die Erde hinein, bis an die die Energieanschlusssäule des MFG. Dann rückt der Elektriker an, montiert und mißt die Leitung.

Auch die Telekom selbst setzt bei ihrem Breitbandausbau mitunter auf den Holzweg. In sehr ländlichen Gebieten verlegt sie Glasfaserkabel über Holzmasten.

Beim Ausbau im Neckar-Odenwald-Kreis ist das allerdings nicht der Fall.

Der nächste Spatenstich: Netzausbau läuft auf Hochtouren

01. August

Landrat Achim Brötel

Landrat Achim Brötel: „Während anderen noch nachdenken, bauen wir schon die digitale Zukunft.“

Der Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis hält sein hohes Tempo. In zwei Bauabschnitten läuft der Ausbau bereits seit Monaten auf Hochtouren. Jetzt starten die Bauarbeiten in weiteren Gemeinden.

Zum dritten Ausbaupaket gehören Aglasterhausen, Schwarzach, Neunkirchen, Binau, Neckargerach, Zwingenberg, Fahrenbach und Elztal. Es ist ein sehr erfreulicher Tag für die Gemeinden. Entsprechend hoch war das Interesse, beim Spatenstich dabei zu sein. Neben Landrat Dr. Achim Brötel und der Bürgermeisterin von Aglasterhausen, Sabine Schweiger, kamen die Bürgermeister Peter Keller, Marco Eckl, Jens Wittmann, Norman Link, Wolfgang Schirk und Mathias Haas. Im Ausbaugebiet 3 werden 62 Kabelverzweiger ersetzt oder aufgerüstet. Hierzu werden 22,5.Kilometer Glasfaser verlegt oder eingezogen.

Landrat Brötel zeigte sich beeindruckt vom bisherigen reibungslosen Verlauf der Arbeiten. „Der erste Bauabschnitt ist nahezu abgeschlossen, der zweite läuft nach Plan, jetzt der Startschuss für den dritten – all das stärkt noch meine Zuversicht, den Netzausbau pünktlich 2017 abschließen zu können“, sagte Brötel. „Die Telekom gräbt sich wie ein Maulwurf durch das gesamte Kreisgebiet“, sagte Brötel weiter, „während andere noch nachdenken, handeln wir und bauen die digitale Zukunft.“ Brötel ist sich sicher, dass der gemeinschaftliche Ausbau, wie ihn der Kreis und die Telekom praktizieren, „weitere Nachahmer finden wird. Unser Weg ist der einzig richtige. Es ist ein schneller Weg, vielen Menschen in möglichst kurzer Zeit das schnelle Netz zu bringen.“ Dazu brauche man allerdings starke Partner, der Landkreis Neckar-Odenwald habe den stärksten gefunden, den man bekommen könne. Der Landrat lobte auch die beteiligten Tiefbaufirmen. „Sie liefern unter hohem Zeitdrucke eine gewaltige Leistung ab“, sagte er.

Aglasterhausen

Spannenden Demonstration: In nur wenigen Minuten war das Glasfaserkabel in ein spezielles Kunststoffröhrchen eingeblasen. Der Landrat (vorne, 3.v.l.) und die anderen Ehrengäste waren Zeugen des Tempos.

„Ich bin hochzufrieden und stolz auf die Leistung, die hier abgeliefert wird“, sagte Martin Stiebitz, Projektleiter für den Breitband-Ausbau der Landkreise in der Technikniederlassung Südwest. Als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens bewährt sich seiner Meinung nach weiterhin die wöchentlich tagende Projektgruppe aus Vertretern der Telekom, der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiNO), der beauftragten Bauunternehmen, der Stromversorger und der Gemeinden. „Dort wird für jede Glasfasertrasse und für jeden Standort der neu zu installierenden Kabelverzweiger in den grauen Multifunktionsgehäusen die beste Lösung gesucht“, sagte Stiebitz.

Der Projektleiter nannte Details zum Stand der Dinge. So sind sämtliche Tiefbauarbeiten in Mosbach und Obrigheim (Ausbaugebiet 1) abgeschlossen. Gleiches gilt für Hüffenhardt und Kälbertshausen. Seit Juli läuft auch in Haßmersheim der Ausbau auf vollen Touren. In Billigheim wurde in der vergangenen Woche begonnen. In Neckarzimmern beginnen die Aktivitäten im August. (alle Ausbaugebiet 2).

Laut Stiebitz wurden in den beiden ersten Ausbaugebieten insgesamt bisher schon 44,1 Kilometer Glasfaser verlegt und 107 hochmoderne Multifunktionsgehäuse aufgestellt. Nach der kompletten Installation der Technik und einer Testphase stehen die schnellen Anschlüsse nach jetzigem Stand in Mosbach und Obrigheim im Oktober/ November 2016 zur Verfügung. Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt, und Neckarzimmern folgen voraussichtlich im Januar/Februar 2017.

Spatenstich für Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt und Neckarzimmern

31. Mai

Der Countdown für den Start in die digitale Zukunft läuft nun auch in den Gemeinden Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt und Neckarzimmern.

Beim offiziellen Spatenstich in Hüffenhardt trafen sich Landrat Dr. Achim Brötel, die Bürgermeister Reinhold Berberich (Billigheim), Michael Salomo (Haßmersheim), Reinhold Walter Neff (Hüffenhardt) und Christian Stuber (Neckarzimmern), und Vertreter der Telekom. Die vier Gemeinden bilden das zweite Ausbaucluster des Netzausbaus im Neckar-Odenwald-Kreis.

Landrat Brötel äußerte sich hochzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten. Er gehe fest davon aus, dass sich das nicht ändert sagte der Kreischef. „Flächendeckend schnelles Internet im Neckar-Odenwald-Kreis erfordert derzeit vor allem eines: Schnelles Arbeiten aller Beteiligten. Das hat sich bisher eindrucksvoll gezeigt. Alle Beteiligten werden getragen von dem Willen, den Quantensprung in der Breitbandversorgung der Region in der vorgegebenen knappen Zeit vollumfänglich herbeizuführen“, sagte Brötel.

Eine Gruppe Männer im Anzug vor einem Multifunktionsgehäuse.

Beim Spatenstich wurde symbolisch eines der neuen Multifunktionsgehäuse aufgestellt.

 

Nahezu abgeschlossen sind aktuell die Erdarbeiten im Ausbaugebiet 1, wobei die teilweise dichte Bebauung und die große Zahl der Kabelverzweiger gleich zu Beginn des Gesamtprojektes eine Herausforderung darstellten. Die Arbeiten in Obrigheim begannen bereits Ende Februar. Da die Gemeinde von Neckarelz aus mit schnellem Internet angeschlossen wird, führt die Trasse über die Neckarbrücke in Diedesheim. Zeitgleich zu den Arbeiten in Obrigheim wurde Diedesheim erschlossen. Ein besonderes Augenmerk galt den Gewerbegebieten. Deshalb wurde mit der Telekom ausgehandelt, dass in Obrigheim das Gewerbegebiet am Neckar und in Neckarelz das Gewerbebiet Hohlweg einen zusätzlichen Kabelverzweiger und damit eine noch bessere Abdeckung erhalten. In der Kernstadt Mosbach startete die Bauphase im Mai. Im Juni schließlich folgen die noch nicht angeschlossenen Ortsteile von Obrigheim und Mosbach.

Insgesamt wurden so im Ausbaugebiet 1 bisher 16 Kabelverzweiger ersetzt oder aufgerüstet und fast zwei Kilometer Glasfaser verlegt. Auch mit der Errichtung ganz neuer Multifunktionsgehäuse wurde begonnen.

Ein Techniker arbeitet am Ausbau in Odenwald-Obrigheim.

In Obrigheim ist man schon weit: Hier konfiguriert Netztechniker Ernst Thalacker die neue Übertragungstechnik.

 

„Der Ausbau im Gebiet 1 liegt voll im Zeitplan“, unterstrich Joachim Otto, der Regionalmanager der Deutschen Telekom. Er weist allerdings darauf hin, dass nach Abschluss der Erdarbeiten noch mehrere Monate vergehen werden, in denen neue Übertragungstechnik installiert und in die Systeme der Telekom eingebunden wird. Nach jetzigem Stand könne man im gesamten Gebiet 1 Ende des Jahres schnelles Internet beziehen. Laut Otto hat die Telekom den Tiefbau in Hüffenhardt-Kälbertshausen bereits gestartet. Noch im Juni wird dann auch in Haßmersheim der Ausbau auf vollen Touren laufen. In den nächsten Wochen beginnen auch die Ausbauaktivitäten in Billigheim und Neckarzimmern. „Wir werden im Tempo nicht nachlassen“, sagte Otto, „bereits im Juli werden die Tiefbauarbeiten in Hüffenhardt beendet sein.“

Im Ausbaugebiet 2 werden 35 Kabelverzweiger ersetzt oder aufgerüstet. Hierzu werden 22,5 Kilometer Glasfaser verlegt oder eingezogen. Nach der kompletten Installation der Technik und einer Testphase soll im Januar/Februar 2017 mit der Vermarktung der schnellen Anschlüsse begonnen werden.

Besuch bei den Telekom-Planern

20. Mai

Planungsszene im Büro.

Otto Sebert (2.v.r.) im Gespräch mit seinem Planungs-Kollegen Dirk Müller (re.) und Projektleiter Rene Kuisle (li.).

 

Eine gute Planung ist die halbe Miete, das gilt mehr denn anderswo beim Breitbandausbau einer Gemeinde oder Kreises. Gleich acht Mitarbeiter der Telekom planen deshalb aktuell den Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis. Wir machen eine Stippvisite bei Ihnen.

Otto Sebert  legt erleichtert den Hörer auf. "Endlich", sagt der Strukturplaner, "kann ich diesen Standort abhaken." Gemeint ist ein Verteilerkasten an einer Straße in Obrigheim. Der Tiefbauamtsleiter der Gemeinde  hat grünes Licht gegeben, dass die Telekom hier einen alten Verteilerkasten mit neuer Technik fit machen kann fürs schnelle Internet.

Multifunktionsgehäuse heißen diese Verteiler jetzt. Früher noch enthielten die alten Kästen nichts anderes als Kabel und Schaltleisten. Ein mitunter zehn Zentimeter dickes Hauptkabel mit bis zu 500 Kupferdoppeladern kam hier an, im Kasten wurde dann die einzelnen Leitungen getrennt und in die einzelnen Häuser zum Kunden geführt. Heute stecken die grauen Kästen voller Technik und spielen eine ganz entscheidende Rolle für die Arbeit der Planer. Denn in der Regel verlegt die Telekom Glasfaserkabel bis zu den Straßenverteilern, die Kupferleitungen zum Kunden bleiben. Ausnahmen sind Neubaugebiete, in denen die Glasfaserkabel gleich bis ins Haus gelegt werden .

Allerdings schaltet die Telekom auf den alten Kupferstrecken mithilfe von Vectoring einen Turbolader ein. Hightech findet sich deshalb auf engstem Raum.

» Mehr Informationen zu Multifunktionsgehäusen

Keine Planung auf der grünen Wiese

Fakt bleibt dennoch: Die Multifunktionsgehäuse müssen gut über das Gebiet verteilt sein, denn die Physik setzt enge Grenzen. Als Faustformel gilt: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. 430 solcher Multifunktionsgehäuse will die Telekom im Neckar-Odenwald-Kreis deshalb aufstellen. Das ist für die Planer wahrlich keine leichte Aufgabe. Schließlich können sie nicht auf der grünen Wiese planen. In der Regel kann er die Verteiler nur auf öffentlichem Grund aufstellen. Das schränkt die Wahlmöglichkeiten deutlich ein. Außerdem möchten viele bei der Standortwahl mitreden: Die Polizei etwa, wenn sie die Einsicht in Kreuzungsbereiche gefährdet sieht. Oder Anwohner, die den grauen Kasten nicht vor der Haustür wollen. In rund zehn Prozent aller Fälle muss deshalb ein Ortstermin her, um die unterschiedlich Interessen unter einen Hut zu bringen.

Zwei Kinder stehen vor einem offenen Multifunktionsgehäuse.

Ein Multifunktionsgehäuse der Telekom

 

Stehen die Standorte der MFG fest, ist die Arbeit der Planer längst nicht getan. Nun geht es darum, die Art und Weise der Anbindung mit einem Glasfaserkabel festzulegen. Das verlangt Antworten auf viele Fragen. Und ein intensives Kartenstudium. Allen Plänen voran steht der sogenannte Mega-Plan. Das ist das Kartenwerk der Telekom, in dem sie das gesamte Netz dokumentiert. Hier ist alles was zum Netz gehört verzeichnet, jedes Kabel, jeder Straßenverteiler, alle Muffen, in denen Kabel verzweigt werden. Das Werk ist gewaltig: Schließlich hat die Telekom 400.000 Kilometer Glasfasernetz in Deutschland, die Kupferstrecken summieren sich auf Zigmillionen Kilometer. Immer wieder greifen Sebert und seine Kollegen auch auf Bebauungspläne oder Karten anderer Versorgungsunternehmen zurück.

Die Vielfalt macht den Job interessant

Der Strukturplaner offenbart detektivische wie analytische Fähigkeiten: Kann man Vorhandenes nutzen? Gibt es Leerrohre? Oder muss man neue Kabel aufwändig im Tiefbau verlegen? Und falls ja, kann man in offenem Gelände oder in Grünflächen einen einfachen Graben ziehen oder müssen Straßen oder Gehwege aufgebaggert und später wiederhergerichtet  werden? Wie kann man Beeinträchtigungen des Verkehrs so gering wie möglich halten?

Auch die Kapazität jeder einzelnen Anbindung muss gut durchdacht sein. "Wer weiß, was die Zukunft bringt", erklärt Otto Sebert. Wo heute noch 20 Haushalte an einem MFG hängen, müssen morgen vielleicht 200 versorgt werden. Er beschäftigt sich deshalb auch nicht nur mit den Plänen zum Ist-Zustand, sondern berücksichtigt auch geplante Weiterentwicklungen in einer Gemeinde, soweit bekannt. Die Kabel, die die Telekom von der Vermittlungsstelle bis zum Straßenverteiler verlegt, enthalten deshalb unterschiedlich vielen einzelnen Glasfasern, mal sind es zwölf, mal sind es 96.

Verschwenderisch darf man nicht planen. Weder in jenen Ausbaugebieten, die mit Zuschüssen der öffentlichen Hand, also Steuergeldern optimiert werden noch in jenen, die die Telekom mit eigenen Mitteln ausbaut. Denn Geld, das hier zu viel eingesetzt würde, fehlt an anderer Stelle irgendwo in Deutschland  und andere Menschen müssten warten. Die Telekom investiert jedes Jahr vier Milliarden Euro in den Netzausbau, das reicht aber nicht, um alle Haushalte in Deutschland gleichzeitig schnell zu machen.

Es ist die Vielfalt, die den Job für Otto Sebert  schon seit 16 Jahren von Jahr zu Jahr interessanter macht. So gibt es bei  jeder großen Netzausbaumaßnahme spezielle Aufgabenstellungen, etwa Eisenbahnstrecken, Flüsse oder Autobahnen, die mit neuen Leitungen gequert werden müssen. Das ist auch im Neckar-Odenwald-Kreis nicht anders. "Die besondere  Herausforderung ist hier allerdings, dass viele oft weit auseinander liegende kleine Gemeinden und Siedlungen schneller gemacht werden sollen", so Sebert. Was dazu führt, dass hier rund 400 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden müssen.

Das Gespräch mit uns nutzt Sebert noch, um ein Missverständnis anzusprechen, dass ihm als Planer häufig unterkommt, weil sich Kunden darüber wundern, dass mitunter Gemeinden nicht auf einen Schlag ausbaut werden: "Wir bauen auf der Basis unserer Netzstruktur aus, also nach Vorwahlbezirken und Anschlussbereichen. Deren Grenzen sind aber nicht deckungsgleich mit den kommunalen. Wir können aber nicht einfach ein Kabel aus dem einen Anschlussbereich in den anderen legen. Das kann in der Tat in einer Stadt oder auch in einem Viertel zur einer ungleichen Versorgung führen", bittet er um Verständnis, dass der Ausbau einer Kommune nicht immer zeitgleich erfolgen kann.

Alles im Zeitplan

14. April

Ein Bagger schaufelt Erde.

Stippvisite mit der Kamera in Obrigheim und Mosbau. Der Netzausbau hat hier mächtig Fahrt aufgenommen. Auf einer ganzen Reihe von Baustellen sind die Baukolonnen im Einsatz. In Obrigheim ist schon ein Großteil der Tiefbauarbeiten erledigt. Zehn der im Ort notwendigen elf neuen Multifunktionsgehäuse stehen bereits. Sie werden den kommenden Tagen mit Strom angeschlossen. Dann beginnen die Telekom-Techniker mit den Montage-Arbeiten der Übertragungstechnik. Sie werden Glasfaserkabel miteinander verbinden, bzw. Verzweigungen (Muffen) im Netz montieren, etwa um von einem Hauptkabel aus einzelne Kabel in die Straßen zu legen. Sie werden moderne Übertragungstechnik im MFG einbauen und Prüfungen des neuen Netzes durchführen. All das wird aber noch Wochen und Monaten brauchen. In Mosbach stehen 5 von 40 neuen Straßenverteilern, täglich kommen neue hinzu.

Für Mosbach wie für Obrigheim gilt deshalb weiterhin: Die schnelle Leitungen können ab Oktober 2016 gebucht werden. Offensichtlich warten viele schon darauf. Das Interesse am Netzausbau ist groß, dies zeigt sich über Zugriffe auf die Info-Seiten der Kreisverwaltung www.breitband-nok.de und an den Anfragen beim Landratsamt.

Viele Infos rund um den Ausbau im Neckar-Odenwald-Kreis und das schnelle Netz gibt weiterhin auch in der NOK-WhatsApp-Gruppe.

In der Kalenderwoche 18 geht es übrigens schon mit Bauarbeiten in Hüffenhardt los, drei Wochen später in Haßmersheim. In Billigheim und Neckarzimmern laufen noch die exakten Ausbauplanungen, dann rücken auch hier die Baukolonnen an.

Planierarbeiten auf einer Straße.
Ein Bagger schaufelt Erde.
Speedpipes werden installiert
Baumaßnahmen auf der Straße.

Video vom Spatenstich

19. März

Spatenstich

Netzausbau: So ist der zeitliche Ablauf

17. März

Ausbaugebiet 1: Mosbach (Stadt), Obrigheim, Planungsbeginn: Jan. 2016, Vermarktung: Okt. 2016.

Ausbaugebiet 2: Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt, Neckarzimmern. Planungsbeginn: März 2016, Vermarktung: Dez. 2016

Ausbaugebiet 3: Aglasterhausen, Binau, Elztal, Fahrenbach, Neckargerach, Neunkirchen, Schwarzach, Zwingenberg. Planungsbeginn: Mai 2016, Vermarktung: Feb. 2017.

Ausbaugebiet 4: Mudau, Waldbrunn. Planungsbeginn: Juli 2016, Vermarktung: Mai 2017.

Ausbaugebiet 5: Buchen i. Odenwald (Stadt). Planungsbeginn: Sep. 2016, Vermarktung: Juli 2017.

Ausbaugebiet 6: Hardheim, Höpfingen, Walldürn (Stadt). Planungsbeginn: Nov. 2016, Vermarktung: Aug. 2017.

Ausbaugebiet 7: Osterburken (Stadt), Ravenstein (Stadt), Rosenberg. Planungsbeginn: Jan. 2017, Vermarktung: Okt. 2017.

Ausbaugebiet 8: Adelsheim (Stadt), Limbach, Schefflenz, Seckach. Planungsbeginn: Feb. 2017, Vermarktung: Dez. 2017.

Spatenstich vor historischer Kulisse

17. März

Kaum eine Kulisse wäre geeigneter: Zum offiziellen Spatenstich hatten der Landkreis und die Deutsche Telekom auf den historischen Marktplatz von Mosbach eingeladen. Das wunderschöne alte Fachwerk zeigt den Glanz von Vergangenheit und Gegenwart, und moderne Technik fürs schnelle Internet, die im Neckar-Odenwald-Kreis zum Einsatz kommt, steht für die Zukunft. Mehr als 100 Gäste verfolgten das Geschehen im Zentrum der Stadt.

Politiker und Telekom-Vertreter setzen den ersten Spatenstich.

Der offizielle Startschuss: Politiker und Telekom-Vertreter greifen gemeinsam zum Spaten.

 

In Grußworten äußerten Landrat Dr. Achim Brötel und Oberbürgermeister Michael Jann ihre Freude über den Start des Netzausbaus und die Vorreiterrolle des Kreises. "Das Tempo der Digitalisierung in allen Bereichen des privaten wie wirtschaftlichen Lebens ist rasant. Wir können frühzeitig mitwirken, die ganze Region wird davon profitieren können“, sagte Landrat Brötel.

Der Landrat spricht vor einem Publikum in Mosbach Obrigheim.

Landrat Dr. Achim Brötel betonte die Bedeutung des Netzausbaus für die Zunkuft des Kreises.

 

Den zeitlichen Vorsprung, den sich die Region durch den Ausbau sichert, stellte auch der der Vorstandsbeauftragte der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau in Deutschland, Ulrich Adams, heraus: "Ich bin überzeugt davon, dass der Neckar-Odenwald-Kreis zu den ersten Kreisen in Baden-Württemberg, ja, in Deutschland zählen wird, der seinen Bewohnern ein solch schnelles Netz anbieten kann. Und ich freue mich, dass wir auf der Basis des ausgesprochenen Vertrauens zeigen können, wie wir mit unseren eigenen Investitionen und mit dem Landkreis als Partner flächendeckend eine so zukunftsweisende Lösung umsetzen werden."

Ulrich Adams spricht zum Publikum.

Ulrich Adams: "Wir werden in knapp zwei Jahren ein zukunftsweisendes Netz anbieten können."

 

Die Telekom demonstrierte auf dem Markt beispielhaft, was in den nächsten zwei Jahren im Neckar-Odenwald-Kreis passiert. Etwa wie Glasfaserkabel unter die Erde kommen oder wie die hauchdünnen einzelnen Glasfasern miteinander verbunden werden – das sogenannte Spleißen. Frank Bothe, der Leiter der Technik-Niederlassung Südwest, versprach, dass die Telekom den Netzausbau pünktlich abschließen werde. Wir arbeiten mit zuverlässigen Firmen aus der Region zusammen, sagte er.

Techniker Klaus Schork demonstriert das Spleissen.

Techniker Klaus Schork demonstriert das Spleissen.

 

Während der offizielle Spatenstich in Mosbach lief, legten sich die Baukolonnen der Firma Schuler in Obrigheim zeitglich bereits auf drei echten Baustellen ins Zeug. Während in der Friedhofstraße und im Bernhardsgrund noch Gräben gezogen werden, können in der Kirchgasse bereits Kunststoffhülsen, die später die Glasfasern schützen werden, eingegraben und ein paar Meter weiter bereits wieder die Gehwege gepflastert werden.

Bauarbeiten zur Kabelverlegung.

Handarbeit im Graben: Speedpipes werden miteinander verbunden.

 

Ein Bauarbeiter verlegt Rohre.

In der Friedhofstraße in Obrigheim verlegen Bauarbeiter Leerrohre.

 

Ein Bagger schüttet Erde in eine Baugrube.

Eine Sandschicht schützt die Leerrohre.

 

Ein Bagger schüttet Erde in eine Baugrube.

Internet-Breibandausbau im Neckar-Odenwald-Kreis durch die Deutsche Telekom AG am 16.3.2016: Bauarbeiten in Obrigheim.

 

Ein Bauarbeiter verteilt Schutt in einer Baustelle.

Tatort Kirchgasse in Obrigheim: Die Rohre sind drin, jetzt wird bereits der Gehweg gepflastert.

 

FAQ

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Website {js_accept}akzeptieren{js_accept} Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen finden Sie hier.