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Georg von Wagner

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Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur Umstellung auf den IP-Anschluss

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Ein Arbeiter der Deutschen Telekom verknüpft Kabel.

Arbeiter der Deutschen Telekom

Die Deutsche Telekom stellt ihr analoges Telefonnetz auf die digitale IP-Übertragungstechnik um. Was das für Kunden heißt, steht hier.

Das Netz der Zukunft kommt. Für Kunden der Deutschen Telekom bringt es spannende neue Möglichkeiten mit sich. Bei einigen wirft die Umstellung jedoch auch berechtigte Fragen auf, die wir hier beantworten.

Bis 2018 soll jeder analoge Telefon-Anschluss der Deutschen Telekom auf die digitale IP-Technologie umgestellt werden. Das bedeutet für die Kunden der Telekom in der Regel, dass sie in den nächsten Jahren einen neuen Tarif auf Basis der IP-Technologie wählen müssen. Kunden, die über ihren Telekom-Anschluss Sonderdienste wie Hausnotruf oder eine Alarmanlage betreiben, müssen prüfen, ob die verwendeten Geräte über IP noch funktionieren oder gegebenenfalls durch neue ersetzt werden sollten.

Der Kundenservice der Deutschen Telekom hilft in diesen Fällen. Von deren Mitarbeitern im direkten Kundenkontakt haben wir wissen wollen: Was sind die drängendsten Fragen, die Kunden stellen? Die zehn häufigsten lesen Sie hier – natürlich direkt mit den ausführlichen Antworten.

1. Warum stellt die Telekom ihr Telefonnetz auf IP-Technik um?

Die Deutsche Telekom errichtet derzeit das Netz der Zukunft. Dieses neue Netz basiert komplett auf dem universellen technischen Standard Internet-Protokoll, kurz IP.

Diese Umstellung bringt viele Vorteile mit sich. So kann künftig das IP-Netz sämtliche Daten über einen einzigen Anschluss übertragen. Telefonate werden dabei per "Voice over IP" (VoIP) geführt. Gleichzeitig liefert der IP-Anschluss E-Mails aus oder ermöglicht das Surfen im Internet. Sogar Fernsehen überträgt der neue Anschluss – zum Beispiel, wenn Sie das Telekom-TV-Angebot "Entertain" nutzen. All das, und in der Zukunft vieles mehr, macht das Netz der Zukunft möglich.

Um aber die Technik in ihrem Netz modernisieren zu können, muss die Deutsche Telekom die veralteten und analogen Anschlusstypen abschalten und sie auf die neue IP-Technik umstellen. Das hat mehrere Gründe:

  • Ein Netz für alles: Das gesamte Telekom-Netz soll auf IP umgestellt werden, um zu vermeiden, dass mehrere Technologien nebeneinander existieren und dazwischen Brücken gebaut werden müssen. Solche Brücken wären zum Beispiel nötig, um ein IP-Telefonat in das analoge Netz zu übertragen. Das verbraucht nicht nur mehr Energie, sondern verursacht auch zusätzliche Kosten. Mit der Umstellung wachsen dagegen sogar Mobil- und Festnetz noch mehr zusammen. Denn die IP-basierte Sprachtelefonie funktioniert in beiden Netzen gleichermaßen.
  • Zukunftssicherheit: Der IP-Standard wird auch die schnellere und flexiblere Einführung neuer Dienste ermöglichen – etwa Videoconferencing oder "Unified Communications" (Multimedia-Kommunikation).
  • Ausfallsicherheit: Die Wartung veralteter Technik, etwa von ISDN-Anschlüssen, wird zunehmend schwieriger, da erforderliche Ersatzteile auch seitens der Hersteller bald nicht mehr verfügbar sind.
Grafik zum IP-Anschluss.

Der IP-Anschluss bringt neue Möglichkeiten in jedes Haus.

All diese Gründe führen dazu, dass die Deutsche Telekom die klassischen Telefonanschlüsse "Standard", also den Analoganschluss, und "Universal" mit ISDN auf den neuen IP-Anschluss umstellt. Das betrifft übrigens sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden.

Der Plan ist: Bisherige ISDN-Anschlüsse sollen bis spätestens Ende 2018 abgeschaltet werden. Je nach Gebiet und Anschlusstyp – etwa bei der Kombination mit VDSL – wird die Umstellung jedoch schon früher erfolgen müssen. Ähnliches gilt für einige ältere Glasfaseranschlüsse nach dem OPAL-Standard.

In jedem Fall informieren Sie Kundenbetreuer jedoch rechtzeitig und helfen Ihnen gern weiter.

2. Welche Vorteile bietet der IP-basierte Anschluss?

Der IP-basierte Anschluss bietet die gleichen Leistungsmerkmale, wie sie bisher schon vom ISDN-Basisanschluss weithin genutzt werden: zwei Sprachkanäle beziehungsweise "Leitungen", drei bis zehn Rufnummern, SprachBox für jeden Nutzer und weitere Komfortmerkmale wie Rufnummernanzeige, Weiterleitung, Blockieren unerwünschter Anrufer und vieles mehr.

Freuen dürfen sich Telekom-Kunden über viele neue Funktionen, die klassische Anschlüsse nicht bieten konnten. Am wichtigsten das sogenannte "High Definition Voice", kurz HD Voice. Dabei handelt es sich um Sprachtelefonate in deutlich besserer Tonqualität, als es im Telefonnetz bisher möglich war. Dazu benötigen beide Gesprächsteilnehmer einen IP-Anschluss und HD-Voice-taugliche Endgeräte. Übrigens funktioniert dies auch vom Festnetz in den Mobilfunk. Die generell hohe Sprachqualität ist auch bei paralleler Internetnutzung immer gewährleistet.

Angenehmer Nebeneffekt der IP-Umstellung: Künftig fallen zwei Geräte und die entsprechende Verkabelung weg. Der DSL-Splitter und der NTBA werden nicht mehr benötigt – weniger Kästchen, weniger Kabelwirrwarr.

3. Können vorhandene Endgeräte weiter genutzt werden? Welche Geräte müssen gegebenenfalls ausgetauscht werden?

Die Umstellung auf einen IP-Anschluss setzt einen passenden Internet-Router voraus. Im Sortiment der Deutschen Telekom leisten das die Modelle Speedport Entry 2, Neo und W724V. Ältere Geräte wie Speedport W723V oder W921V sind ebenfalls noch geeignet. Auch die Modelle einiger Fremdhersteller funktionieren am IP-Anschluss – mehr dazu erfahren Sie beim entsprechenden Hersteller selbst.

Die Anschlüsse des Speedport W724V

Die Anschlüsse des Speedport W724V

Der Telekom-Router W504V kann ebenfalls weiter genutzt werden – allerdings ist dazu ein spezielles "DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss" erforderlich, das die Telekom auf Bestellung kostenlos liefert. Ist der vorhandene Router nicht für den Einsatz am IP-Anschluss geeignet, muss er allerdings ausgetauscht werden.

Alle genannten Router bieten zwei Telefonbuchsen (TAE-Buchsen), an denen sich vorhandene analoge Endgeräte wie Telefone, Anrufbeantworter oder Faxgeräte anschließen lassen. Bei schnurlosen Telefonen wird die zugehörige Basisstation einfach in die TAE-Buchse des Routers eingesteckt.

Bisherige ISDN-Nutzer können auch ihre bisherigen Endgeräte am IP-Anschluss weiterverwenden. Für den Anschluss von ISDN-Telefonen wird ein IP-fähiger Router mit einem integrierten Anschluss für ISDN-Geräte (S0-Port) benötigt. Bei der Bestellung eines IP-basierten Telekom Anschlusses und gewünschter Nutzung von vorhandenen ISDN Endgeräten sollte ggf. ein entsprechender Router mitbestellt werden (beispielsweise Speedport W 724V und ISDN-Adapter oder Speedlink 5501 / Digi-Boxen).

ISDN Telefone werden an den S0 Port des Routers / Adapters angeschlossen und können so weiterverwendet werden. Bei schnurlosen ISDN Telefonen wird die Basisstation des Telefons an den S0-Port des Router angeschlossen. Auch viele Telefonanlagen lassen sich am IP-Anschluss weiterbetreiben. Hier ist eine Prüfung im Einzelfall erforderlich. ISDN-Anlagen werden zum Beispiel – wie soeben für ISDN-Endgeräte beschrieben – an einer S0-Buchse oder einem Adapter angeschlossen. Hybride TK-Anlagen lassen sich vom bisherigen Betrieb auf künftigen IP-Betrieb umstellen.

4. Was muss ich bei der IP-Umstellung beachten?

Die Umstellung ist für Sie sehr einfach. Sobald der Anschluss auf das Internet-Protokoll umgestellt wurde, entfernen Sie Geräte wie Splitter und NTBA und stecken stattdessen das Kabel für den neuen Router in die TAE-Buchse des Breitbandanschlusses. Den Umstellungstermin finden Sie unter anderem in der Auftragsbestätigung der Telekom.

An dem neuen Router können Sie danach Ihr Telefon, Fax und weitere Geräte anschließen, wie oben unter Punkt drei beschrieben.

Tipp: Treten beim Betrieb eines Faxgerätes Probleme auf, ist es sinnvoll, bei dem Gerät eine niedrige Übertragungsrate (üblicherweise 9600 Bit/Sekunde) fest einzustellen.

Bitte beachten: Wer bereits vor der Umstellung die SprachBox der Telekom genutzt hat, sollte zudem beachten, dass darauf abgelegte Nachrichten verloren gehen, weil die IP-basierten Anschlüsse auch eine neue SprachBox enthalten. Wichtige Informationen aus alten SprachBox-Nachrichten wie Rückrufnummern, Termine, Adressen und Ähnliches sollte man deshalb rechtzeitig notieren.

5. Gibt es auch neue Telefone, die speziell für die IP-Technik ausgelegt sind? Welche Vorteile bieten sie?

Ja, die Deutsche Telekom bietet neue Endgeräte an, mit denen sich die Funktionen des neuen IP-Anschlusses besonders gut nutzen lassen. Star der Reihe ist das schnurlose Telefon Speedphone 10, das eigens für den Betrieb an einem Speedport-Router wie dem aktuellen Modell W724V, Neo oder Hybrid konstruiert wurde. Es unterstützt alle Leistungsmerkmale des IP-Anschlusses sowie HD Voice für Gespräche in höchster Qualität.

Das Speedphone 10 schwarz.

Das Speedphone 10 schwarz

Auch von Fremdherstellern werden bereits schnurgebundene und schnurlose Telefone angeboten, die speziell für den Betrieb am IP-Anschluss ausgelegt sind. Das Angebot an solchen IP-Endgeräten wird in Zukunft noch deutlich wachsen. Wenn die neuen Leistungen und der volle Funktionsumfang der neuen Anschlusswelt genutzt werden sollen, ist der Einsatz von neuen für IP-Nutzung optimierten Endgeräten wie den. Speedphones 10, 30, 50 ,100, 500, 700 oder 701 sinnvoll.

6. Was kostet der Umstieg?

Der bisherige Anschluss wird, wenn Sie das Angebot der Telekom annehmen, durch den IP-Anschluss einfach ersetzt. Ob dessen monatlicher Preis im Vergleich zu Ihrem alten Anschluss etwas billiger oder etwas teurer ist, hängt davon ab, welchen Anschlusstyp Sie vorher hatten – und welche Kombination Sie künftig nutzen wollen. So kostete zum Beispiel ein ISDN-Anschluss (Universal-Anschluss) mit DSL16000 im Tarif "Call&Surf Comfort" zuletzt 38,95 Euro/Monat. Das vergleichbare IP-basierte Angebot "MagentaZuhause S" kostet in den ersten 12 Vertragsmonaten 29,95 Euro/Monat und ab dem 13. Monat 34,95 Euro/Monat.

Falls der Router durch ein neueres, IP-kompatibles Modell ersetzt werden muss, kommen gegebenenfalls noch die Kosten für das neue Gerät hinzu. Dabei haben die Kunden die Wahl, ob sie den neuen Router kaufen oder mieten möchten. Das Modell Speedport W724V kostet zum Beispiel einmalig 149,99 Euro oder monatlich 4,94 Euro (inklusive Endgeräte-Servicepaket). Wer den Speedport-ISDN-Adapter benötigt, kann diesen für einmalig 69,99 Euro kaufen.

Für den Wechsel auf einen IP-Anschluss gewährt die Telekom jedoch üblicherweise eine Gutschrift, deren Höhe vom neu gewählten Tarif abhängt. Sie ist als Zuschuss für die gegebenenfalls erforderlichen Neuanschaffungen gedacht.

7. Was passiert mit speziellen Endgeräten wie Hausnotruf, Alarmanlagen, EC-Cash-Terminals, Aufzugnotruf oder privaten Münztelefonen?

Spezialisierte Dienste mit entsprechenden Endgeräten nutzen eine Vielzahl von Anschluss- und Übertragungsarten. Deshalb muss im Einzelfall geklärt werden, ob und gegebenenfalls wie sich solche Geräte am IP-Anschluss weiter nutzen lassen.

Hausnotrufsysteme Hausnotrufsysteme können am IP-Anschluss weiterverwendet werden, sofern sie über eine Internetverbindung (LAN/WLAN) angebunden sind. Alternativ lassen sich manche Hausnotrufsysteme über Mobilfunk betreiben. Ansprechpartner ist in solchen Fällen der jeweilige Dienstanbieter.

Auch für Alarm- oder Brandmeldeanlagen ("Gefahrenmeldeanlagen") gilt: Sie können am IP-Anschluss weiterfunktionieren, sofern sie sich übers Internet an die jeweilige Servicezentrale anbinden lassen. Gefahrenmeldeanlagen der Klasse "VdS Home" können an beliebige Anschlüsse (IP oder Mobilfunk) angebunden werden. Anlagen der VdS-Klassen A, B oder C erfordern zwingend einen Ersatzweg, zum Beispiel Mobilfunk und eine ständige Spannungsversorgung. Auch in diesem Fall sollten sich betroffene Kunden von ihrem Dienstanbieter oder dem Notruf- oder Serviceleitstellenanbieter beraten lassen.

Electronic-Cash-Terminals können am IP-Anschluss weiter benutzt werden, sofern sie über eine Internetverbindung (LAN/ WLAN) angebunden sind. Alternativ können EC-Cash-Terminals über Mobilfunk angebunden werden. Betroffene sollten sich für eine individuelle Beratung an ihren EC-Cash-Anbieter (TeleCash, easyCash, B&S Card Service oder andere) wenden.

ISDN-basierte Aufzugnotrufsysteme sollten gegen eine mobilfunkbasierte Lösung ausgetauscht werden. Alle großen Hersteller haben solche Lösungen bereits im Angebot. Aktuell kein Handlungsbedarf besteht bei Aufzugnotrufsystemen, die unmittelbar an einen rein analogen Sprachanschluss angebunden sind (sofern dieser nicht mit DSL kombiniert ist).

Münztelefone können weiter genutzt werden, wenn sie die Kassierung selber steuern können (zeitbasierte Eigentarifierung). Ältere Geräte, die zwingend eine Tarifinformation aus dem Netz für die Kassierung benötigen, funktionieren mit einem IP-basierten Telekom Anschluss nicht mehr.

Ob und mit welchem Aufwand sich ein Münztelefon auf einen Betrieb ohne Zählimpuls umstellen lässt, kann der Kunde in der jeweiligen Bedienungsanleitung nachlesen. In jedem Fall weicht durch die Selbsttarifierung die Telefonrechnung vom kassierten Betrag ab.

Der Kundenservice der Telekom unterstützt Sie bei der Umstellung.

8. Kann man am IP-Anschluss auch weiterhin über andere Dienste telefonieren?

Ja, IP-Telefonie über Fremdanbieter wie Skype oder Sipgate funktioniert auch am IP-Anschluss. Call by Call und Preselection sind mit einem IP-Anschluss ebenfalls möglich.

9. Wie steht es am IP-Anschluss um die Ausfall- und Datensicherheit? Bleiben auch die Notrufnummern 110/112 zuverlässig erreichbar?

Mit Blick auf die Ausfallsicherheit: Die Deutsche Telekom betreibt laut mehreren unabhängigen Tests das beste Festnetz in Deutschland. Und auch zukünftig wird sie diesem Anspruch gerecht werden. Deshalb nutzt sie im IP-Netz spezielle Mechanismen, um etwa eine Verkehrsüberlastung oder technische Störungen zu verhindern. Wichtige Netzbestandteile sind zudem doppelt aufgebaut, um ihre Ausfallsicherheit zu erhöhen – quasi mit Netz und doppeltem Boden.

Was die Datensicherheit angeht: Die Telekom arbeitet an einer Verschlüsselung auch für VoIP-Verbindungen. Gesprächsdaten abzuhören ist gesetzeswidrig, ein Straftatbestand und unterliegt strafrechtlicher Verfolgung. Einen absoluten Schutz gegen kriminelle Handlungen gibt es aber in keinem Lebensbereich. Das Netz der Telekom bietet grundsätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Die technische Sicherheit des einzelnen Telefonanschlusses entspricht genau dem Sicherheitsniveau der aktuellen analogen, digitalen beziehungsweise ISDN-Telefonie. Zudem arbeitet die Telekom an einer Verschlüsselung, die auch vom Kunden anwendbar ist. Denn Sicherheit ist nur so gut, wie sie auch von den Kunden anwendbar ist. Allein schafft das die Telekom aber nicht, es ist eine Aufgabe aller Anbieter, Zulieferer, Netzbetreiber und Sicherheitsbehörden, Sicherheitsstandards zu schaffen.

Telefonie über IP ist bei der Telekom ebenfalls genauso sicher wie die bisherige Technik. Sie läuft bei uns über ein eigenes physisches Netz, welches das IP-Protokoll nutzt aber nicht mit dem offenen Internet gleichzusetzen ist. Die IP-Telefonie im Netz der Telekom ist an den Telekom-Anschluss gebunden. Die Anschlüsse im Telekom-Netz werden authentifiziert und es wird geprüft, ob ein Anschluss auch tatsächlich zur Rufnummer passt. Die Verbindung findet also zwischen zwei registrierten und authentifizierten Teilnehmern/Endpunkten statt und wird nicht wie bei VoIP ohne eigenes Netz durch beliebige IP-Router im Internet durchgeleitet. Das ist ein wesentlicher Unterscheid zum Angebot vin VoIP-Anbietern ohne eigenes Netz.

Zu weiteren Sicherungsmaßnahmen gehören beispielsweise die Absicherung der Teilnehmeranschlussleitung mit verschlossenen Verteilern und Netzabschlüssen sowie die Verlegung im Erdreich und in Rohren – die physische Netzinfrastruktur und die Netzleitungen sind also größtmöglich gesichert. Der überwiegende Teil der in Deutschland vermittelten Telefonate wird auf gleiche Art und Weise auch zum Ziel-Teilnehmer vermittelt. (Zum Vergleich: Auch bei analoger und bei ISDN-Telefonie werden aktuell keine zusätzlichen Maßnahmen zur Verschlüsselung von Telefonaten getroffen.) Die Telekom bietet daher im Vergleich zu den VoIP-Anbietern ohne eigenes Zugangsnetz ein weitaus höheres Sicherheitsniveau aufgrund der vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen auf der Teilnehmer-Anschlussleitung. Diese Maßnahmen sind im Rahmen eines Sicherheitskonzeptes mit der Bundesnetzagentur abgestimmt.

Selbstverständlich lassen sich über den IP-Anschluss Notrufe zur Polizei (110) oder zur Feuerwehr (112) zuverlässig absetzen. Sie werden wie bei herkömmlichen Telefonanschlüssen immer zur nächstgelegenen Leitstelle weitergeleitet. Die Weiterleitung eines Notrufes von einem IP-basierten Anschluss erfolgt geographisch sogar noch präziser als bei einem Notruf von einem herkömmlichen Telefonanschluss. Zur Bestimmung der nächst gelegenen Leitstelle wird hier nämlich die Anschrift des Standortes ausgewertet – nicht nur, wie bisher üblich, die Vorwahl des Anschlussbereiches.

Anders als bei bisherigen Analoganschlüssen oder ISDN-Anschlüssen, an denen ein ISDN-Telefon mit Notspeisung betrieben wurde, funktioniert ein IP-Anschluss allerdings nicht mehr, wenn der Strom ausfällt. Wer sich gegen diesen Fall absichern möchte, kann Router und Endgerät auf eigene Kosten mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ergänzen. Auf Netzseite sorgt die Deutsche Telekom ihrerseits mit Notstromversorgungen oder im Fall von Servicearbeiten mit mobilen Batterie-Koffern dafür, dass das Netz betriebsbereit bleibt.

In der Regel wird man bei großflächigen Stromausfällen jedoch einen gegebenenfalls erforderlichen Notruf einfach mit dem Handy und somit übers Mobilfunknetz absetzen.

10. Wer hilft Kunden, die sich die Umstellung selbst nicht zutrauen? An wen kann man sich bei Fragen oder Problemen wenden?

Die Deutsche Telekom unterstützt ihre Kunden bei der Umstellung mit einer Vielzahl von Serviceangeboten. So findet sich etwa ein leicht verständliches Anleitungsvideo zur Umstellung auf YouTube.

Fürs Smartphone gibt es die kostenlose DSL-Hilfe-App. Und unter https://telekomhilft.telekom.de findet sich eine hilfsbereite Community, die Unterstützung auch bei auch komplizierteren technischen Fragen bietet.

Für technische Fragen oder im Falle von Problemen erhalten Sie kompetente Beratung bei der kostenlos erreichbaren Sonderhotline 08 00/7 73 38 88.

Wer sich den Umstieg trotz der Self-Service-Angebote nicht zutraut, kann aber auch auf verschiedene Installationsservices zurückgreifen. Diese Unterstützung ist dann allerdings kostenpflichtig: Für 49,95 Euro gibt es etwa den "Installationsservice Basic", bei dem ein Experte telefonische Hilfestellung (etwa übers Handy) bei der Installation von Internet und Telefon leistet. Und für pauschal 99,95 Euro bietet die Telekom die "Persönliche Installation" an, bei der ein Techniker vor Ort Anschluss und Konfiguration des Routers vornimmt, bis zu drei Endgeräte wie Telefon oder Fax anschließt und bei der Konfiguration des PC für den Internet-Zugang und die Einrichtung eines E-Mail-Programms hilft.

Haben Sie auch den Telekom-IPTV-Dienst "Entertain" gebucht, gibt es für ebenfalls pauschal 99,95 Euro das Angebot "Persönliche Installation TV", das Anschluss und Konfiguration von Internet, Telefon und TV (Router, PC und Media Receiver) umfasst. Über diese und weitere Installationspakete können sich Interessenten hier informieren und diese dort auch buchen.

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