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Markus Jodl

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Schnelles Internet für Schulen: Sechs Fragen, sechs Antworten

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Kaum ein anderes Thema ist für die Zukunft Deutschlands wichtiger als die Digitalisierung der Schulen. Trotz aller Bemühungen in den letzten Jahren ist der Nachholbedarf bei schnellen Internetanschlüssen und Computerausstattung mit Geräten oft immer noch enorm groß. Wie hilft die Telekom und was können Schulen dabei tun?

Schulrucksack mit Lernuntensilien

In Sachen Digitalisierung haben Schulen bundesweit noch Nachholbedarf.

Die Deutsche Telekom hilft mit, unsere Kinder und ihre Schulen mit zeitgemäßer und moderner Technik auszustatten. Neben günstigem schnellem Internet geht es dabei vor allem um neue Glasfaseranschlüsse, optimalerweise im Gigabitbereich, mit denen ganze Klassen gleichzeitig ohne Stau ins Netz können.

Was die Telekom tut und was Schulen wissen müssen, verrät Reiner Neßlauer. Er ist Leiter Squad Public Bayern bei der Telekom. Das bedeutet, dass er sich um öffentliche Kunden wie Schulen kümmert. Der Experte beantwortet sechs Fragen rund um die Digitalisierung der Schulen, die jetzt wichtig sind.

1. Was steckt hinter dem Programm Telekom@School?

Mit diesem Förderprogramm bietet die Telekom Deutschlands Schulen bereits seit dem Jahr 2000 vergünstigte Internetanschlüsse an. Eine gängige Bandbreite, die die Versorgung oft schon erheblich verbessert, sind dabei 100 Megabit pro Sekunde. „Wir haben die Schulen alle angeschrieben, die derzeit noch eine geringere Bandbreite haben“, verrät Reiner Neßlauer. „Wir haben sie über diese Möglichkeit informiert, und viele Schulen haben auch schon reagiert.“

Zahlreiche Schulen lassen dieses Angebot bisher aber noch ungenutzt. Hier besteht enormes Potenzial, Kindern durch einfache und schnelle Maßnahmen leistungsfähigere Internetanschlüsse zu bieten. Selbst bis zu 250 Megabit pro Sekunde sind hier – nach einer kostenlosen Startphase bis 31. August 2021 – für rund 25 Euro im Monat zu bekommen.

Alles, was sie dazu wissen müssen, erfahren Schulen auf einer eigenen Website, per Mail unter t-school@telekom.de oder telefonisch unter der Gratisnummer 0800 5677756.

2. Was muss eine Schule tun, die einen Glasfaseranschluss möchte?

„Am einfachsten wendet sich der/die Schulleiter*in an seinen Sachaufwandsträger. Das ist in der Regel die Gemeinde oder der Landkreis“, erklärt Telekom-Fachmann Neßlauer. Die Verantwortlichen starten dann eine Ausschreibung für das Projekt, für das die Telekom ebenso wie interessierte Mitbewerber ein Angebot abgibt. Der wettbewerbsfähigste Anbieter bekommt den Zuschlag, und der Bau der neuen Internetanbindung kann starten.

Dabei ist die Vorgehensweise allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. „Bayern war hier sehr früh dran und hat schon 2018 begonnen. Hier hat jede Gemeinde ein Förderbudget von 50.000 Euro erhalten, das sie ausschöpfen kann“, schildert Reiner Neßlauer. Sachsen-Anhalt stellt beispielsweise allen Schulen im Land direkt eine Förderung zur Verfügung. Und in anderen Bundesländern passiert bisher noch gar nichts.

Telekom-Mitarbeiter Rainer Neßlauer

Rainer Nesslauer, Leiter Squad Public Bayern bei der Telekom

3. Wie groß ist das Interesse in einem Land wie Bayern?

Insgesamt gibt es in Bayern rund 6000 Schulen, von denen 4000 in öffentlicher Hand sind. Von diesen 4000 Schulen haben bisher 2500 eine Ausschreibung für einen Glasfaseranschluss gestartet. Dadurch hat die Telekom mittlerweile 1700 konkrete Aufträge erhalten. Die Nachfrage ist also groß.

Es besteht aber durchaus noch Luft nach oben – vor allem auch bei den Schulen in privater oder kirchlicher Trägerschaft, die laut Neßlauer „momentan noch etwas langsamer mit den Ausschreibungen und mit den Beauftragungen sind“. Alle bayerischen Schulen, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, hat die Telekom jetzt erneut angeschrieben: „Wir hoffen, dass entsprechend hier auch die Antworten zurückkommen.“

4. Wie schnell wird so ein Glasfaseranschluss realisiert?

Der Anschluss von bundesweit vielen Tausend Schulen läuft zusätzlich zum regulären Glasfaserausbau der Telekom – für den die Tiefbau-Kapazitäten der Baufirmen momentan ohnehin schon knapp sind. „Das war am Anfang gar nicht so einfach. Wir mussten uns tatsächlich im Konzern diese Kapazitäten erkämpfen“, blickt Reiner Neßlauer zurück. „Allerdings war es nach anfänglichen Differenzen relativ schnell klar, dass die Schulen bei uns eine sehr hohe Priorität haben, und dass der Telekom-Konzern hinter dem Thema ‚Bildung‘ steht.“

Weil somit große Kapazitäten für die Anbindung der Schulen reserviert werden, erfolgt ein Anschluss bei praktisch allen Projekten mittlerweile im Jahr nach dem Auftrag. Eine Schule, die 2020 ihren Auftrag erteilt hat, kann also 2021 mit der Fertigstellung rechnen. Für Glasfaseranschlüsse mit ihrem meist sehr aufwändigen Tiefbau ist das ein vergleichsweise kurzer Zeitraum. Und das gilt besonders auch für Schulen, die außerhalb großer Städte liegen, und deren Region bisher noch nicht ausreichend mit Glasfaser versorgt ist.

Klassenzimmer von außen

Noch sind viele Schulen geschlossen, aber der Glasfaser-Ausbau beginnt schon jetzt.

5. Drängt die Zeit, oder können die Schulen das Projekt Glasfaser-Internet entspannt angehen?

Weil jedes Jahr ohne gute technische Ausstattung gerade für Kinder und Jugendliche einen erheblichen Teil ihrer Schullaufbahn bedeutet, drängt natürlich die Zeit. Das liegt aber auch daran, dass viele der aktuellen Fördermaßnahmen zeitlich begrenzt sind. „Es ist zum Beispiel so, dass die sehr großzügige Förderung vom Land Bayern Ende 2021 tatsächlich endet. Das heißt, die Schulen müssen bis Ende des Jahres 2021 den Förderbescheid bewilligt bekommen haben“, mahnt Experte Neßlauer zur Eile.

Nachdem dieser Prozess, bei dem Schulen einen „Consulter“ erhalten, der das Projekt mit ihnen durchführt, rund ein halbes Jahr dauert, wird es in den nächsten Wochen und Monaten langsam knapp. Wer den Antrag erst im April oder Mai stellt, kommt dem Jahresende für die Bewilligung immer näher. Reiner Neßlauer rät den Verantwortlichen im Sinne ihrer Schülerinnen und Schüler deshalb, nun in die Puschen zu kommen: „Insofern ist es jetzt wirklich schon dringlich, in das Verfahren einzusteigen. Sonst wird man das bis Ende des Jahres nicht hinbekommen.“

6. Hilft die Telekom auch bei den weiteren Maßnahmen?

Selbst wenn der Gigabit-Glasfaseranschluss dann im Keller der Schule liegt, und wenn ein Tarif gebucht ist, können die Lernenden deshalb noch längst nicht gleich mit Tablet oder Laptop ins schnelle Internet starten. Hierfür ist wesentlich mehr Ausstattung erforderlich – von der LAN-Verkabelung innerhalb der Schule über ein leistungsfähiges drahtloses WLAN-Netz bis hin zu den Endgeräten.

„Hier hat es eine sehr großzügige Förderung vom Bund gegeben. Fünf Milliarden Euro wurden hier zur Verfügung gestellt“, weiß Telekom-Fachmann Neßlauer. Und auch sein Unternehmen steht mit Rat und mit Ausrüstung parat: „Wir sind hier als Telekom Vollsortimenter. Wir bieten den Schulen vom Glasfaseranschluss über LAN, WLAN und Inhouse-Verkabelung bis hin zu den Laptops, zu den iPads und zu den Whiteboards alles, was man im Schulumfeld in Bezug auf IT braucht.“

Schulen können also komplette Pakete für die Installation und auch für den laufenden Betrieb erhalten, bei denen alles nahtlos aufeinander abgestimmt ist. Darüber hinaus bietet die Telekom auch sichere Cloud-Lösungen, Videokonferenz-Software und Präsentationstechnik für den multi-medialen Unterricht. Damit trägt die Telekom dazu bei, dass digitale Bildung und zeitgemäße technische Ausstattung in Deutschland endlich Schule machen und fördert die digitale Teilhabe.

Das ganze Interview gibt es im Video:

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