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Hubertus Kischkewitz

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Kleiner Helfer: Absetzwerkzeug - die Telekom-Wäscheklammer

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Kleine Helfer, große Wirkung. Diesmal stellen wir ein Absetzwerkzeug für Glasfaser vor und zeigen, wie es funktioniert.

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Ein kleiner Helfer unter der Lupe: das Absetzwerkzeug.

Wir befinden uns im Jahr 2020 nach Christus. Das ganze Breitbandnetz der Deutschen Telekom wird von aufwändigen Hightech-Lösungen gesteuert und betrieben. Das ganze Netz?

Nein! Zwischen hochkomplexer Software und superschnellen Rechnern haben kleine, clevere Helfer immer noch ihren Platz. Sie tragen dazu bei, dass die Telekom ihre Kunden zuverlässig und schnell miteinander verbindet. Motto: Analog statt digital, Lowtech statt Hightech.

Zuletzt ging es in unserer kleinen Reihe um einen Wassersensor, der mit Hilfe eines Schwämmchens Alarm schlägt, wenn Feuchtigkeit in eine Muffe eindringt, die Glasfaserleitungen miteinander verbindet. Diesmal spielt ein Helfer mit dem komplizierten Namen Bündeladerabsetzwerkzeug die Hauptrolle. Kein Wunder, dass die Telekom-Monteure lieber von ihrer "Wäscheklammer" sprechen.

Das ist das Problem bei Glasfaser

Einen Draht so abzuisolieren, dass er nicht komplett abbricht - diese Herausforderung kennt jeder Heimwerker. Mit dem Seitenschneider geht es meistens schief, und der Draht wird immer kürzer.

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Glasfaser ist sehr fein - wie kann man sie abisolieren?

Mit einer Abisolierzange funktioniert es besser. Doch auch damit gibt es immer noch Fehlversuche, denen ein Stück Draht zum Opfer fällt. Bei der Glasfasermontage sollte das nicht passieren. Denn die Glasfasern, durch die die Daten der Telekom-Kunden fließen, sind mit einem rustikalen Klingeldraht für den heimischen Lichtschalter überhaupt nicht zu vergleichen. Sie sind nur etwa halb so dünn wie ein menschliches Haar. In einem typischen Glasfaserkabel befinden sich acht Bündeladern mit jeweils zwölf Glasfasern - ein hochsensibles Gebilde.

Trotzdem gelingt es den Monteuren, die Bündeladern perfekt und unfallfrei abzuisolieren, um sie dann zu verbinden, zu verlängern oder zu reparieren. Wobei die Glasfaserexperten von "absetzen" sprechen, und nicht von "abisolieren". Aber wie schaffen sie dieses kleine Wunder, von dem jeder Heimwerker träumt?

Glasfaser abisolieren - das ist die Lösung

Das Geheimnis ist ein seltsames gelbes Etwas, das auf den ersten Blick tatsächlich an eine aus dem Leim gegangene Wäscheklammer erinnert, die sich ein paar Kurven zu viel zugelegt hat. Nur: Unterwäsche oder Hemden kann man damit nicht an die Leine hängen. Aber Glasfasern abzuisolieren bzw. abzusetzen - das beherrscht der kleine Helfer perfekt.

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Damit wir wissen, wie es funktioniert, sägen wir Absetzwerkzeug auf.

Und das funktioniert so: Der Monteur legt die Bündelader zwischen die beiden Backen der Klammer, und dreht das Werkzeug ohne Druck um das Kabel herum. Dann lässt sich die Kunststoffummantelung mühelos abziehen, und die Glasfasern liegen frei. Sie sind dann nur noch von einer hauchdünnen Schutzschicht umgeben.

Dieses so genannte Coating aus aufgedampftem Kunststoff schützt sie, macht sie flexibel und markiert sie farblich. So wissen die Monteure, welche Fasern sie verbinden und verschweißen müssen. Die "abisolierten" und verbundenen Glasfasern ergeben dann zusammen Deutschlands bestes Netz.

Das Geheimnis des Absetzwerkzeugs

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Wie das Bündeladerabsetzwerkzeug den beinahe magischen Abisoliertrick schafft, lässt sich von außen gar nicht erkennen. Denn hier ist nur gelbes Plastik zu sehen. Wer sich die Mühe macht, die Klammer mit sanfter Gewalt zu öffnen, findet im Inneren dann aber ein winziges Messerchen mit zwei Einkerbungen. Dieses Mini-Messer ist genau so gestaltet, dass es den Kunststoffmantel des Glasfaserbündels perfekt anritzt.

Und deshalb hat jeder Glasfasermonteur die "Wäscheklammer" seit Jahren in seinem Koffer dabei. Das Absetzwerkzeug für Bündeladern ist einer der kleinen, cleveren Helfer. Motto: Genial einfach, einfach genial!

Das Video zeigt, wie das Absetzwerkezug funktioniert

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