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Georg von Wagner

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Glasfaser für den Hausbau – Die richtigen Glasfasern und Stecker wählen (Teil 3 / 4)

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Wer heute ein Haus baut, vom neuen Heim für die Familie bis zum Bürogebäude, würde garantiert nicht auf die Idee kommen, bei der Planung die Leitungen für Strom, Wasser und Heizung zu vergessen. Im 21. Jahrhundert gibt es aber einen weiteren Anschluss, der für Bauherren und -frauen, Hauseigentümer*innen und Mieter*innen längst genauso unverzichtbar ist – nämlich das schnelle Internet. Und hier zahlt es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, die Highspeed-Gebäudenetze vom Keller bis in die Wohnung von Anfang an einzuplanen. Das spart Geld. Und es vermeidet im Vergleich zu einem nachträglichen Einbau jede Menge Dreck, Ärger – und unschöne Kabelkanäle, die dann auf Putz im Treppenhaus, in der Wohnung oder den Geschäftsräumen verlegt werden müssen. In einer vierteiligen Serie beantworten wir die wichtigsten Fragen, die Bauleute und Planer*innen zu diesem Thema haben. Für diesen Teil der Serie waren wir in der Sprechstunde bei „Doktor Glasfaser“ und haben mit ihm darüber gesprochen, worauf es bei der Wahl der passenden Glasfaser und Stecker ankommt.

Glasfaser für den Hausbau – Die richtigen Glasfasern und Stecker wählen (Teil 3 / 4)

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser und Stecker ist nicht gleich Stecker: Darauf sollten Hausbauende achten.

Glasfasern und Stecker richtig wählen

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser, und Glasfaserstecker ist nicht gleich Glasfaserstecker. Es gibt die verschiedensten Formate und Lösungen. Das Gute daran ist, dass sich Kund*innen nicht zwischen unterschiedlichen Angeboten und Techniken entscheiden müssen. Denn hier sorgt die Telekom als Partner ohnehin für die optimale Lösung. Trotzdem ist es für Nutzer*innen hochinteressant, zu wissen, welche unterschiedlichen Glasfasern und Stecker es gibt – und was die Techniker*innen da in ihren Häusern installieren.

Welche unterschiedlichen Glasfasern gibt es?

Dr. Armin Ehrhardt arbeitet bei der Fiber Factory der Deutschen Telekom (T-DEA), er ist sozusagen der „Doktor Glasfaser“. Und er kennt alle Details: „Es gibt sehr viele Arten von Glasfasern. Zum einen gibt es grundsätzlich die Multimode-Glasfaser mit einem sehr dicken Kern. Und zum anderen die Singlemode-Glasfaser mit einem sehr dünnen Kern. In der Übertragung für Lichtsignale in der Telekommunikation wird im Allgemeinen die Ein-Mode-Glasfaser verwendet.“ Auf diese weltweit bewährte Lösung, die über längere Übertragungsstrecken sogar über tausende Kilometer hohe Datenraten ermöglicht, hat sich auch die Deutsche Telekom für ihre Kund*innen festgelegt.

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Dr. Armin Ehrhardt ist als „Doktor Glasfaser“ bestens mit den unterschiedlichen Glasfaserarten vertraut.

Ist jede Glasfaser bei der Telekom gleich?

Nein, denn im mehr als 650.000 Kilometer langen, bundesweiten Kern-Netz der Telekom oder auch in den Vermittlungsstellen kommt eine etwas andere Glasfaser zum Einsatz als vor Ort bei den Kund*innen. „Doktor Glasfaser“ gibt Einblicke hinter die Kulissen: „Für den Bereich rund um das FTTH- und Gebäudenetz hat man eine spezielle, biegeunempfindliche Glasfaser entwickelt, die um sehr viel kleinere Biegeradien gewickelt werden kann“ – ohne dass das Signal gestört wird oder ganz abbricht. Sie ist also etwas robuster und unempfindlicher, wenn das Kabel mal eine stärkere Kurve nimmt. Ohne den hauchdünnen Kunststoff-Mantel ist die Glasfaser übrigens 1/8 Millimeter dick (oder dünn), und mit Mantel 1/4 Millimeter. Obwohl sie tatsächlich aus Glas besteht, bricht sie im Normalfall nicht. Denn eine zusätzliche Ummantelung, in der unter anderem Teflon und Aramidgarn verarbeitet sind, sorgt dafür, dass sie robust und flexibel ist.

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Eine Glasfaser ist lediglich 1/8 Millimeter dick. Eine spezielle Ummantelung macht sie flexibel und äußerst robust.

Und wie sieht es bei den Steckern aus?

Bei den Stecksystemen, die die Glasfasern zum Beispiel bei ihrem Weg durchs Haus verbinden, spricht Armin Ehrhardt von einem „ganzen Zoo“ verschiedener Lösungen, die weltweit existieren. Die Deutsche Telekom hat sich in ihrem Zugangsnetz auf einen einheitlichen Standard festgelegt, den sogenannten LC/APC-Stecker. Fachmann Ehrhardt erklärt die Vorteile: „Dieser Stecker ist zum einen relativ miniaturisiert und damit gut handhabbar. Und mit seinem Klickverschluss rastet er ein, wenn er in eine Kupplung gesteckt wird.“ Die Techniker merken also beim Verbinden an einem Geräusch sehr zuverlässig, dass der Kontakt jetzt verriegelt ist. Das LC steht übrigens für „Local Connector“, also für eine lokale Verbindung – und das APC für „Angled Physical Contact“, für einen angewinkelten physischen Kontakt. Der Acht-Grad-Winkel, in dem die Glasfaser-Enden dabei aufeinandertreffen, vermindert Lichtreflexionen an den Kopplungen und damit auch Verluste bei der Datenübertragung. Damit sich an diesen Stellen kein Spalt bildet oder Staub eindringt, sollten die Nutzer*innen an den Kupplungen nicht hantieren. Denn bereits das kleinste Stäubchen kann für ein verlangsamtes Internet-Tempo sorgen. Und das, so „Doktor Glasfaser“, „kann dazu führen, dass das Gigabit-Signal zu einem Megabit-Signal wird“.

Brot, Salz – und Glasfaser

Für frischgebackene und stolze Bewohner von neuen vier Wänden sollte es künftig also nicht nur traditionell Brot und Salz geben – sondern den modernen und nützlicheren Mix aus Brot, Salz und Glasfaser. Dieser Ratgeber (PDF) der Deutschen Telekom für Bauherren zeigt, warum das schnelle Internet bei der Bauplanung heute genauso wichtig ist wie Strom, Wasser und Heizung. Ein Telekom-Video zum Thema „Brot, Salz, Glasfaser“ gibt es aktuell bei YouTube. Wie die In-House-Vernetzung in einem Mehrfamilienhaus im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt optimal funktioniert, zeigt ein weiterer Film. Und noch mehr Informationen zu diesem Thema für Hausbau und Planung bietet die Deutsche Telekom in einem weiteren Blogbeitrag sowie unter telekom.de/bauherren.


Wir haben Ihnen in unserer Serie bislang gezeigt, wie die Glasfaser vom Verteilerkasten am Straßenrand über Ihren Keller bis in Ihre Wohnung gelangt, was es bei der optimalen Kabelführung zu beachten gibt sowie welche Arten von Glasfasern es gibt und wie diese miteinander verbunden werden. Im nächsten und letzten Teil unserer Reihe „Glasfasertipps für den Hausbau“ erklären wir schließlich noch, wie das schnelle Highspeed-Internet optimal in Ihrer Wohnung verteilt wird. Wir drücken allen Bauherren und -damen die Daumen, dass das Bauen (fast) so schnell läuft wie später das neue Glasfaser-Internet!

Mehr zum Thema gibt's in diesem Video: 

Glasfasertipps für den Hausbau: Die richtigen Fasern und Stecker wählen (3/4)


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Glasfasertipps für den Hausbau – volles Rohr: Die optimale Kabelführung (Teil 2 / 4)

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