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Georg von Wagner

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Glasfasertipps für den Hausbau – volles Rohr: Die optimale Kabelführung (Teil 2 / 4)

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Wer heute ein Haus baut, vom neuen Heim für die Familie bis zum Bürogebäude, würde garantiert nicht auf die Idee kommen, bei der Planung die Leitungen für Strom, Wasser und Heizung zu vergessen. Im 21. Jahrhundert gibt es aber einen weiteren Anschluss, der für Bauherren und -frauen, Hauseigentümer*innen und Mieter*innen längst genauso unverzichtbar ist – nämlich das schnelle Internet. Und hier zahlt es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, die Highspeed-Gebäudenetze vom Keller bis in die Wohnung von Anfang an einzuplanen. Das spart Geld. Und es vermeidet im Vergleich zu einem nachträglichen Einbau jede Menge Dreck, Ärger – und unschöne Kabelkanäle, die dann auf Putz im Treppenhaus, in der Wohnung oder den Geschäftsräumen verlegt werden müssen. In einer vierteiligen Serie beantworten wir die wichtigsten Fragen, die Bauleute und Planer*innen zu diesem Thema haben. In unserem zweiten Teil geht es darum, wie sich die Glasfaser mit Hilfe von Leerrohren oder Schächten, die von Beginn an clever eingeplant werden, optimal und praktisch unsichtbar im gesamten Gebäude verlegen lässt. Telekom-Spezialist Mario Zerson weiß, worauf es ankommt, um einen „Turmbau zu Kabel“ zu vermeiden. 

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Heute zeigen wir euch, wie man Glasfaser im Haus praktisch unsichtbar verlegt.

Strohhalm statt Kabelkanal – wie funktioniert das? 

Zerson hat oft genug erlebt, vor welchen Problemen Immobilienbesitzer*innen oder Mieter*innen stehen, wenn die Infrastruktur fürs schnelle Internet in Bestandsgebäuden erst im Nachhinein verlegt werden kann: „Das ist natürlich komplizierter, weil auch wir nicht zaubern können. Wir können sie nicht unsichtbar machen. Dann muss man wahrscheinlich mit einem Auf-Putz-Kanalsystem leben – oder man muss die Wände aufschlitzen. Das führt natürlich immer zu hohen Kosten, zu viel Staub und Lärm.“ Dabei kommt auch noch das Thema Brandschutz zum Tragen. Lösung sind dann meist Kabelkanäle aus Metall, die keine Freude fürs Auge sind. Und wie sieht es bei frühzeitiger Planung im Neubau aus? „Da gibt es kleine, fast trinkhalmähnliche Rohrsysteme, mit denen wir heute arbeiten können.“ So lässt sich die Glasfaser unsichtbar in Leitungen durchs Gebäude verlegen, die etwa so dick sind wie ein gängiges Stromkabel. 

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Mittels moderner, „trinkhalmähnlicher“ Rohrsysteme lässt sich die Glasfaser unsichtbar durchs Gebäude verlegen.

Kann und muss ich als Nutzer*in selbst mit Glasfaser hantieren? 

Im Normalfall ist das nicht erforderlich, verrät Experte Zerson: „Grundsätzlich verlegen ja in der Regel unsere Techniker die Glasfaserkabel, und der Endkunde hat damit relativ wenig zu tun.“ Falls es doch mal notwendig sein sollte, ein Kabel beispielsweise im Keller ein wenig „umzuleiten“, ist das aber problemlos möglich. Denn die hauchdünnen Fasern, die ähnlich dünn sind wie ein menschliches Haar, sind durch ihre Ummantelung gut geschützt. Allerdings darf ein Glasfaserkabel niemals zu stark gebogen werden. Denn schlussendlich muss das Lichtsignal seinen Weg durch die Leitung finden. Zu enge Biegeradien und rechte Winkel sollte es deshalb schon bei den Leerrohren nicht geben. Sonst findet das Licht nicht ungetrübt ans Ziel – und die Leitung wird langsamer oder funktioniert gar nicht mehr. 

Muss ich mich mit der Platzierung meines Glasfaserkabels auf Jahre festlegen? 

Nicht unbedingt, denn hier gibt es Lösungen, die eine gewisse Flexibilität erlauben. Experte Zerson erklärt das genauer: „Wenn man nach einigen Jahren vielleicht merkt, dass das Glasfasersignal an einer völlig falschen Ecke endet, oder dass man seine Zimmer umgestaltet – dann gibt es beinahe unsichtbare Kabel, die man innerhalb der Wohnung verlegen kann.“ Sie verlaufen beispielsweise am Türrahmen entlang und werden mit speziellen Clips so befestigt und abgedeckt, dass sie kaum zu sehen sind.

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Mario Zerson, Strategy & Technology Innovation, Deutsche Telekom, kennt sich mit der Verlegung von Glasfaser aus.

 

Brot, Salz – und Glasfaser 

Für frischgebackene und stolze Bewohner*innen von neuen vier Wänden sollte es künftig also nicht nur traditionell Brot und Salz geben – sondern den modernen und nützlicheren Mix aus Brot, Salz und Glasfaser. Dieser Ratgeber (PDF) der Deutschen Telekom für Bauherren und Bauherrinnen zeigt, warum das schnelle Internet bei der Bauplanung heute genauso wichtig ist wie Strom, Wasser und Heizung. Ein Telekom-Video zum Thema „Brot, Salz, Glasfaser“ gibt es aktuell bei YouTube. Wie die In-House-Vernetzung in einem Mehrfamilienhaus im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt optimal funktioniert, zeigt ein weiterer Film. Und noch mehr Informationen zu diesem Thema für Hausbau und Planung bietet die Deutsche Telekom in einem weiteren Blogbeitrag sowie unter telekom.de/bauherren.  

Im ersten Teil unserer Reihe „Glasfasertipps für den Hausbau“ haben wir gezeigt, wie die Glasfaser vom Verteilerkasten am Straßenrand über Ihren Keller bis in Ihre Wohnung gelangt. Im dritten Teil erklärt "Doktor Glasfaser", was bei der Wahl der richtigen Glasfasern und Stecker beachtet werden sollte. Und im letzten Teil geht es schließlich noch darum, wie das schnelle Highspeed-Internet optimal in Ihrer Wohnung verteilt wird. Wir drücken allen Bauherren und -damen die Daumen, dass das Bauen (fast) so schnell läuft wie später das neue Glasfaser-Internet! 

Mehr zum Thema gibt's in diesem Video: 

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Glasfaser für den Hausbau – Die richtigen Glasfasern und Stecker wählen (Teil 3 / 4)

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Glasfaser für den Hausbau – Die richtigen Glasfasern und Stecker wählen (Teil 3 / 4)

Glasfaser im Haus verlegen: Wir verraten, worauf es bei der Wahl der passenden Glasfaser und Stecker ankommt.

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