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Hubertus Kischkewitz

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Hallo Telekom, wie kommt das Internet zu mir nach Hause?

Das Smartphone, den Computer oder den Fernseher einschalten – und schon geht es im Gigabit-Tempo weltweit ins Netz. Für die meisten Menschen ist das immer noch ein kleines (oder großes) Technik-Wunder. Und viele fragen nach: „Hallo Telekom, wie geht das eigentlich? Wie kommt das Glasfaser-Internet zu mir nach Hause?“ Für alle, die neugierig sind, erklärt die Deutsche Telekom hier in fünf Schritten den Weg, den die Daten nehmen – von der Betriebsstelle irgendwo in der Nachbarschaft bis ins heimische Wohnzimmer. 

Schritt 1: Vom Hauptverteiler auf die Straße 

Der Routenplaner für die Glasfaser, der Weg von A nach B, beginnt in aller Regel in der Betriebs- oder auch Vermittlungsstelle. Rund 7.500 dieser High-Tech-Standorte der Telekom gibt es überall in Deutschland. Hier laufen alle Daten zusammen. Und dort stehen die Hauptverteiler. Das sind große Anlagen, von denen aus die Leitungen überall in die Umgebung führen. Meist funktioniert das mit Minikabeln, die zum Beispiel 96 einzelne Glasfasern beinhalten. Diese Kabel führen aus der Betriebsstelle auf die Straße und werden in sogenannten Speednet-Rohrverbänden zusammengefasst. So wird aus den Minikabeln ein größerer Strang, der schon ganze Straßen versorgen kann. 

Die Kabel sind farblich markiert, damit die Techniker der Telekom jede Leitung exakt zuordnen können. Und bei Bedarf können sie mit speziellen Kupplungen verbunden und verlängert werden. Beim Verlegen kommt als Markierung sogenanntes Trassenband mit unter die Erde. Wer später hier gräbt, sieht schnell das signalfarbene Band mit der Aufschrift „Telekom-Kabel“. Dann wissen Reparatur-Trupps, dass sie hier arbeiten können. Und Baggerfahrer sehen (hoffentlich), dass äußerste Vorsicht geboten ist. 

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Die Leerrohre für die Glasfaserkabel sind farblich markiert, damit die Techniker der Telekom jede Leitung exakt zuordnen können.

Schritt 2: Die Kabel verzweigen sich 

Die Trasse führt von der Betriebsstelle zu den sogenannten Netzverteilern. Das sind die grauen Kästen der Telekom, die überall an der Straße stehen. Auf diesem Weg verzweigen sich die Glasfaserkabel häufig, um zu den einzelnen Häusern im Versorgungsgebiet „abzubiegen“. Das Abzweigen funktioniert über sogenannte Muffen – also quasi über die Weichen im Glasfasernetz. In so eine Muffe können beispielsweise 96 Fasern hineinführen. Und aus ihr heraus geht es mit Verzweigerkabeln weiter in Richtung der einzelnen Häuser. 

Auch die Lage der Muffen wird genau gekennzeichnet, mit den Kugelmarkern. Diese meist orangen, blauen oder grünen Kugeln sind mit rund 11 Zentimetern Durchmesser etwas größer als ein Tennisball. Und man kann sie von außen aufspüren, um zu wissen, wo eine Muffe liegt. Denn wenn ein EMS-Suchgerät (Electronic Marker System) von der Oberfläche aus ein Signal schickt, wacht der praktische Helfer auf und sendet aus dem Boden eine Antwort: Hallo, hier liege ich! 

Schritt 3: Jetzt wird gekoppelt 

Ein wichtiges Element, das in den Netzverteilern eingebaut ist, ist der Koppler. Dabei gibt es beispielsweise 32er-Koppler. Das bedeutet: Hier werden von einer ankommenden Hauptkabelfaser aus bis zu 32 Ein- oder Zweifamilienhäuser mit Glasfaser-Internet versorgt. Die Anbindung läuft über sogenannte Mikrokabel – die zum Beispiel nur noch vier Fasern für vier Telekom-Kunden enthalten. Denn eine einzige Glasfaser, die rund zehnmal dünner als ein menschliches Haar ist, genügt bereits, um einen Haushalt im Gigabit-Tempo ins Netz zu bringen. 

Schritt 4: Das Kabel kommt am Haus an 

Nun hat das Kabel also die Außenwand des Hauses erreicht. Meist geht es dabei um einen Keller. Die Telekom-Monteure müssen die Leitung dann durch die Wand ins Haus hinein verlegen. Dabei kommen sogenannte Mauerdurchführungen zum Einsatz. Sie führen nicht nur die Kabel ins Haus – sondern dichten auch gleichzeitig die Kellerwand ab. So kann kein Regen oder Sonstiges eindringen, das im Keller nichts verloren hat. 

Diese schwarzen Rohr-Elemente spreizen sich mechanisch geradezu in die Wand. Das macht weitere Dichtungsmittel wie Gießharz überflüssig. Nur ältere Häuser oder Ziegelwände erfordern noch eine zusätzliche Abdichtung, damit wirklich alles trocken bleibt. Dann quillt das Gießharz im Rohr auf und dichtet das Loch in der Wand sauber ab. 

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Bei sogenannten Mauerdurchführungen müssen die Telekom-Monteure die Leitung durch die Wand ins Haus hinein verlegen.

Schritt 5: Vom Keller in die Wohnung 

Damit ist die Glasfaser im Keller des Telekom-Kunden angekommen. Hier montieren die Techniker an der Wand einen Glasfaser-Abschlusspunkt, der auch „Onebox“ genannt wird. Diese Kästchen gibt es in mehreren Varianten und Größen, für Einfamilien- oder für Mehrfamilienhäuser. Von der Onebox aus verzweigen sich die Glasfasern in die einzelnen Wohnungen. Dort sind sie am Glasfasermodem und schließlich am Router endgültig am Ziel ihrer „Reise“ angekommen. Von hier aus landet das Internetsignal meist drahtlos per WLAN auf Computern, Smartphones, Tablets oder auf dem Receiver für MagentaTV. 

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Der Glasfaser-Abschlusspunkt wird auch „Onebox“ genannt. Von ihr aus verzweigen sich die Glasfasern in die einzelnen Wohnungen.

Von der Baustelle zum Browsen 

Die beschriebenen Schritte funktionieren stets in einzelnen Abschnitten. Zunächst wird die Rohrtrasse verlegt – also von der Vermittlungsstelle zum Netzverteiler oder vom Netzverteiler in die Häuser. Wichtig: Dabei kommen zunächst immer „nur“ Leerrohre unter die Erde. Erst wenn die Trasse fertig gebaut ist, rücken die Einblastrupps an. Sie befördern per Druckluft und mechanisch die eigentliche Glasfaser in die Röhrchen. Deshalb kann es von den Bauarbeiten bis zum Browsen daheim am Handy oder am PC immer noch ein wenig dauern. 

Aber wenn die Glasfaser im heimischen Keller angekommen ist, geht es meistens sehr schnell. Wenn alles glatt läuft, dauert es nicht einmal eine Stunde von der Montage bis zum pfeilschnellen Surfen. Dank der langen Leitung von der Betriebsstelle bis in die Wohnung hat das Gigabit-Internet dann garantiert keine lange Leitung mehr. 

Mehr zum Thema erfahrt ihr hier:

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Georg von Wagner

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Glasfasertipps für den Hausbau – Schnelles Internet vom Keller bis in die Wohnung (Teil 1 / 4)

Für schnelles Internet lohnt es sich, vorauszuplanen. Wir erklären, wie die Glasfaser in Gebäuden von der Straße über den Keller bis in die einzelnen Wohnräume gelangt.

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