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Hubertus Kischkewitz

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IP ohne Vertragswechsel: Telekom macht Umstellung einfach

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Beim Umbau ihres Netzes auf die IP-Technologie startet die Telekom jetzt damit, fast vier Millionen Kunden umzustellen, die weiterhin nur telefonieren wollen. Sie sind der größte Teil der sogenannten Single-Play Kunden, die ohne Vertragswechsel ins Netz der Zukunft wechseln können. 


Dies ist rechtlich möglich, weil diese Kunden trotz Umstellung auf einen IP-Anschluss ihre gewohnten Endgeräte und Leistungen zu den bisherigen Bedingungen nutzen können. Bis 2018 sollen diese vier Millionen Kunden "geräuschlos" umgeschaltet werden. Die Kunden werden vorab informiert, müssen aber nicht zu Hause sein. Die Umschaltung erfolgt in der Vermittlungsstelle und den IT-Systemen der Telekom. 


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In der Vermittlungsstelle Köln, Widdeshover Weg: Thomas Behle und Francesco Capici (re) bereiten eine nächtliche Umschaltung vor.

Technisch möglich macht dies eine POTS-Karte, eine Kurzbezeichnung für Plain Old Telephony Service, die in Verteilern in den Vermittlungsstellen eingebaut wird. Diese spezielle Hard- und Softwarekombination kann die vertraglich vereinbarten Leistungsmerkmale eines analogen Telefonanschlusses in die IP-Sprache übersetzen. Dem Start dieser Umstelllung gingen umfangreiche Tests voraus. Rund 40.000 Anschlüsse waren Teil des gesamten Testszenarios. "Wir haben in vier Testphasen sämtliche Abläufe, Prozesse und IT-Systeme nochmals auf Herz und Nieren geprüft - und zwar verteilt auf jeweils drei bis fünf Nächte. Jetzt sind wir uns sicher, dass wir pro Nacht bis zu 9.000 Kunden umstellen können", freut sich Projektleiter Michael Saffenreuter. Insgesamt will die Telekom in diesem Jahr die ersten 160.000 Kunden ohne Vertragswechsel umstellen.

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Technik-Chef überzeugt sich vor Ort

Wie gut die Testläufe funktioniert haben, davon konnte sich auch Bruno Jacobfeuerborn in Bergisch-Gladbach überzeugen. Der Technik-Chef Deutschland griff bei seinem Besuch in der Vermittlungsstelle selbst zum Werkzeug und schaltete neue Leitungen. Er lobte die gute Vorarbeit. "Für unseren Wechsel zu IP ist der Start der Umstellung der Single Play-Kundenanschlüsse ein wichtiger Meilenstein. Dabei ist es wichtig, dass wir unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden."

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Nur schauen war ihm zu wenig: Bruno Jacobfeuerborn schaltet selbst. Techniker Stefan Jaehrig gibt ein wenig Hilfestellung.

Die technische Umschaltung erfolgt so: Nach Abschluss der umfangreichen Vorbereitungen in den Vermittlungsstellen erfolgt die Umschaltung der Single-Play-Kundenanschlüssen jeweils nachts. In jeder Vermittlungsstelle müssen zwei Techniker zeitgleich die neue Verkabelung an der POTS-Karte aktivieren und bestehende alte Verbindungen trennen. Das dauert in der Regel jedoch nur wenige Sekunden. "Bei den Arbeitsabläufen ist höchste Präzision gefragt", betont der Projektleiter Michael Saffenreuter, "anschließend müssen die Techniker die entsprechenden Wechsel in der Schaltliste quittieren. Wenn alle Daten in den IT-Systemen korrekt verbucht sind, ist der Kunde mit seinem Produkt in der IP-Welt angekommen und wieder erreichbar."
 
Auch bezogen auf die IP-Umstellung insgesamt ist weiterhin Tempo angesagt. Jede Woche werden derzeit rund 70.000 Kunden oft mit Telefonie, Internet und Fernsehen auf die neue Technik geschaltet. Insgesamt können bisher schon zwölf Millionen Kunden die Vorteile der IP-Welt nutzen, so beispielsweise die bessere Sprachqualität über HD-Voice.
Auch mehr als eine Million Geschäftskunden haben bereits einen IP-Anschluss. Viele von Ihnen nutzten die umfangreichen Informationsangebote der Telekom. So fand in München speziell zum Thema Geschäftskunden ein Workshop mit Fachmedien statt. Rege besucht wird auch ein IP-Testcenter, in dem Geschäftskunden die Komponenten ihrer TK- und IP-Welt auf Funktion im IP-Netz testen können.

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