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Katja Werz

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IP-Umstellung: Wir lassen niemanden im Regen stehen

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Ein Umzug nervt, ein Umzug ist anstrengend. Kisten packen, die Küche abbauen, Möbelwagen organisieren, die alte Wohnung ausräumen, Löcher gipsen, Wände streichen. Und in der neuen Wohnung herrscht erst einmal das große Durcheinander. Aber wenn dann endlich alles fertig ist, hat sich die viele Arbeit gelohnt. Mehr Platz zum Leben, mehr Luft zum Atmen, eine sonnige Terrasse – ein Traum!

Die IP-Umstellung kann zu einer Herausforderung werden, doch es findet sich für jedes Problem eine Lösung.

Die IP-Umstellung kann zu einer Herausforderung werden, doch es findet sich für jedes Problem eine Lösung.

So ähnlich wie beim Gedanken an die erforderlichen Vorbereitungen zu einem Umzug ins neue Zuhause ist es auch mit der Umstellung des bisherigen Telefon- und Internetanschlusses auf die neue, moderne IP-Technik: Wirklich begeistert sind erst einmal die wenigsten, wenn die Umstellung angekündigt wird, und wenn vielleicht sogar neue Geräte fällig sind. Aber wenn der neue Anschluss erst einmal deutlich schnelleres Internet und wesentlich mehr Komfort bietet – dann hat es sich gelohnt. Um im Vergleich zu einem kompletten Umzug ist der Aufwand deutlich geringer.

Über 24 Millionen Anschlüsse hat die Deutsche Telekom bereits auf IP (Internet Protocol) umgestellt, und beim Löwenanteil der Kunden lief alles absolut problemlos. Bei den aufwändigeren Kommunikationsanlagen von Geschäftskunden kann die IP-Umstellung aber auch einmal zu einer Herausforderung werden. Doch für nahezu jedes Problem gibt es eine maßgeschneiderte Lösung. „Wir wollen nach Möglichkeit alle unsere Kunden in das neue Netz mitnehmen“, erklärt Dr. Steffen Steinhäuser, Leiter des Expertenteams zur IP- Migration für Geschäftskunden der Telekom Deutschland.

Warum wird eigentlich umgestellt?

Jede Technik, und sei sie noch so clever, ist irgendwann veraltet und wird durch eine modernere, bessere Lösung ersetzt. Niemand kauft heute mehr Röhrenfernseher, der neue Walkman heißt Spotify, und das gelbe Telefonhäuschen hat dank Smartphone heute praktisch jeder in der Tasche mit dabei. Ähnlich groß sind die Vorteile auch beim IP-Anschluss, der die analoge Leitung oder die rund 20 Jahre alte ISDN-Technik ersetzt. Für Privatkunden soll die Umstellung Ende 2019 abgeschlossen sein, für Geschäftskunden Ende 2020. Schnelleres Internet, bessere Sprachqualität beim Telefonieren und jede Menge neue Funktionen bringen dann handfeste Vorteile. Zusätzliche Leistungen sind beispielsweise die SprachBox für jede Rufnummer, Sicherheitsdienste wie die Rufnummernsperre, Verkabelung ohne Splitter und NTBA und Videotelefonie. Die Leistungsmerkmale lassen sich auf einfache Art und Weise im Internet über das Kundencenter einstellen – auch von unterwegs. Erst das IP-basierte Netz bildet die Basis für zeitgemäße, superschnelle Datenanschlüsse, wie sie Privat- und Geschäftskunden heute verlangen. Ein sicherer Betrieb des veralteten ISDN-Netz kann in der Zukunft nicht mehr sichergestellt werden, weil Ersatzteile immer schwieriger zu beschaffen sind und Serviceverträge von den Herstellern deshalb nicht mehr verlängert werden.

Die neue IP-Technik benötigt weniger Platz, weniger Wartung und weniger Aufwand - dafür mehr Komfort.

Die neue IP-Technik benötigt weniger Platz, weniger Wartung und weniger Aufwand - dafür mehr Komfort.

Was gilt es zu beachten?

Bei weit abgelegenen Gebäuden kann die Telekom einer sehr geringen Anzahl von Kunden nach dem Wechsel auf die IP-Plattform zunächst nicht mehr die gleiche Leistung anbieten wie bisher mit ISDN. Häufig liegt das daran, dass die Entfernung des Anschlusses zum nächsten Netzverteiler zu groß ist. Die sprichwörtlich „lange Leitung“ dämpft das Signal dann so stark, dass die verfügbare Bandbreite für einen Internetanschluss nicht mehr ausreicht. IP-Experte Steffen Steinhäuser verspricht: „Wir haben für alle Szenarien – auch bei geringer Bandbreite – Alternativen auf Basis des IP-Anschlusses im Portfolio.“ Teilweise kann das teurer sein als die bisherige Lösung – dafür aber auch ganz neue Chancen eröffnen, so Steinhäuser: „Sehr oft bietet ein IP-Anschluss Möglichkeiten zur Vereinfachung oder zur Erweiterung des Geschäfts.“ Zum Beispiel können virtuelle Telefonanlagen über ein Webportal selbst skaliert werden. Mit wenigen Mausklicks sind neue Mitarbeiter angelegt oder Funktionen für die Mitarbeiter eingerichtet.

Bei Sonderdiensten wie Alarmanlagen, bei Aufzug- und Hausnotruf oder bei EC-Cash-Systemen ist es wichtig, sich bei seinem Anbieter zu versichern, dass sie auch über den IP-Anschluss funktionieren. Die Telekom hat dafür eigens in Bonn ein Testlabor eingerichtet, in dem Hersteller ihre Systeme auf die Funktionsfähigkeit am IP-Anschluss testen können. Dieses Angebot wird intensiv genutzt.

IP-Umstellung für Geschäftskunden der Telekom

Individuell anpassbar - mit IP lässt sich für jede Anforderung eine Lösung finden

Welche Lösungen gibt es?

Für die bisherigen Funktionen – vom analogen Telefon mit Fax bis hin zum ISDN-Mehrgeräteanschluss - gibt zahlreiche neue Lösungen auf Basis der IP-Technik. Die einzelnen Komponenten lassen sich dabei mit einem Baukastensystem zusammenstellen. Die Telekom bietet auch künftig reine Sprachanschlüsse. Hier bleiben einfache Telefone sowie Endgeräte mit a/b-Schnittstelle ohne eigenes Netzteil auch bei Stromausfall in den eigenen Privat- oder Geschäftsräumen nutzbar. Das Stichwort heißt dabei POTS oder „Plain Old Telephone Service“. Der „einfache alte Telefonservice“ lässt sich dabei in verschiedenen Varianten mit einem IP-Anschluss kombinieren. Für komplexere Anforderungen ermöglicht „SIP Trunk“, über eine Telefonanlage Sprach-, Video- und Messaging-Anwendungen zu steuern.

Was passiert, wenn eine Telefonanlage schlichtweg veraltet ist?

Dann ist „Cloud PBx“ eine zukunftsweisende Option – die Telefonanlage für Geschäftskunden in der MagentaCLOUD. Anschluss, Telefontarif, Internet, Cloud-Telefonanlage und mobile Nebenstellen sind bei dieser Komplettlösung in die Internetwolke der Deutschen Telekom ausgelagert. Das schont das Budget von Geschäftskunden, denn es fallen keine Investitions- und Wartungskosten für eine Telefonanlage vor Ort mehr an. Die Daten werden in Hochsicherheitszentren der Telekom in Deutschland gespeichert. Diese Lösung ist zukunftsfähig und dank automatischer Softwareupdates immer auf dem neuesten Stand. Und sie ist skalierbar und wächst mit den Anforderungen von Geschäftskunden problemlos mit. So lassen sich jederzeit einzelne Arbeitsplätze zu- und abbuchen oder individuell gestalten. Und Filialen sind einfach einzubinden.

Die Zeiten kostenspieliger Wartungen für eine Telefonanlage sind vorbei.

Die Zeiten kostenspieliger Wartungen für eine Telefonanlage sind vorbei.

Was passiert in den Ausnahmefällen, in denen es keine technische Lösung zu geben scheint?

„Geht nicht“ gibt es (fast) nicht. Wenn es bei der Umstellung zu Schwierigkeiten kommt, versucht die Telekom alternative Lösungen zu finden. Wenn sich mit den Angeboten der Telekom tatsächlich kein Breitbandanschluss realisieren lässt, ist die Internetversorgung per Satellit eine mögliche Alternative. Hierzu laufen derzeit Gespräche mit einem Satellitenbetreiber. Zudem plant die Telekom für Ende 2019 ein neues Satellitenprodukt, das neben Internet auch Telefon und Fernsehen ermöglicht. Und wenn alle Stricke reißen, ist die Telekom notfalls auch bereit, einen Kunden an einen Wettbewerber zu „übergeben“, der vor Ort womöglich über eine geeignetere Infrastruktur verfügt. Und sogar dann gibt es mit SIP Trunk Pure ein Telekom-Produkt, das die Geschäftskundenanwendungen über den Internetanschluss eines anderen Anbieters ermöglicht.

Was sollten Kunden jetzt tun?

Der wichtigste Hinweis der Telekom an Kunden, die über die Umstellung ihres Anschlusses auf IP informiert werden, lautet: Sie sollten zeitnah auf die Ankündigungsschreiben  reagieren, da die Abschaltung der alten Technik absehbar ist. Um gemeinsam die Anforderungen und die Optionen zu besprechen und die dazu passende Lösung umzusetzen, braucht es ausreichend Vorlaufzeit. Ansprechpartner sind das Servicetelefon unter 0800 33 01335, der gewohnte Geschäftskundenbetreuer oder der nächstgelegene Telekom-Shop. Und bitte nicht vergessen: Die Umstellung auf einen hochmodernen neuen Telefon- und Internetanschluss lohnt sich und bietet gerade Geschäftskunden neue Chancen und Möglichkeiten, um die eigene Firma besser aufzustellen. So wie beim Bonner Sozialforschungsinstitut infas, das die Auswirkungen seiner IP-Umstellung so zusammenfasst: „Wir können am Markt anders agieren, haben neue Expansionsmöglichkeiten, und suchen sogar neue Mitarbeiter für Interviews, weil wir ein viel höheres Anrufervolumen bewältigen können.“

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Ein Arbeiter der Deutschen Telekom verknüpft Kabel.

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Georg von Wagner

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Die Deutsche Telekom modernisiert das Telekommunikationsnetz in Deutschland und macht es damit fit für die Zukunft.

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