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Hubertus Kischkewitz

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High five! Fünf Mobilfunk-Standorte fürs Murgtal

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Im Murgtal im Schwarzwald verbessert die Deutsche Telekom fünf Mobilfunkstandorte. Was sich getan hat und welche Probleme überwunden wurden, steht hier.

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Idyllisches Murgtal

Das Murgtal im Nordschwarzwald ist eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands - und eine wahre Idylle. Wälder und Weinberge prägen die Landschaft zwischen Forbach, Gaggenau und Rastatt. Von den Anhöhen des Schwarzwalds geht es bis zu 700 Meter nach unten ins Tal, durch das die Murg fließt, ein Nebenfluss des Hochrheins.

Apropos fließen: Ebenso beschaulich und gelassen, wie sich die Murg durch ihr Tal schlängelt, fließen hier oft noch die Mobilfunkdaten durchs Netz - wenn sie überhaupt fließen. Der Nachholbedarf ist in einigen Orten immer noch groß.

Doch es tut sich etwas. An fünf Standorten verbessert die Telekom hier die Mobilfunkversorgung jetzt deutlich. Oder die neuen Stationen sind sogar schon in Betrieb. Dabei geht es nicht nur um das Schließen von Funklöchern, sondern auch ums Verdichten der Netze, das für mehr Bandbreite sorgt.

High Five für den Schwarzwald - wir verraten, was sich tut im Murgtal.

Mobilfunk in Oberweier

Seit 1972 bilden Oberweier und das benachbarte Niederweier gemeinsam einen Ortsteil von Gaggenau. Und man könnte fast sagen: Weier-less geht in Oberweier nicht viel.

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Rosalinde Balzer, Ortsvorsteherin Oberweier

"Uns fehlt ganz einfach ein besserer Mobilfunk", beklagt Ortsvorsteherin Rosalinde Balzer. Wenn jedes Jahr im Oktober hier die legendären "Keschtenfeste" stattfinden, auf denen Einheimische und Besucher die Kastanie ("Keschte") hochleben lassen, das Wahrzeichen von Oberweier - dann können die Festgäste mit ihren Smartphones zwar wunderbar herbstliche Fotos von Maronen aufnehmen. Aber das Verschicken per Instagram klappt nicht so recht.

Dabei wollte die Telekom hier schon vor gut zwanzig Jahren einen Mobilfunkmast bauen, was die Kommune damals aber ablehnte. "In der Zwischenzeit hat sich einiges bei uns geändert", erklärt die Ortsvorsteherin. "Wir haben ein großes Baugebiet erhalten, es sind sehr viele junge Menschen zugezogen. Und auch Ortsansässige haben dort gebaut. Und so ist die Meinung mittlerweile gekippt."

Daher stellt die Kommune nun auf dem Nebengebäude des Rathauses einen Standort für eine Dachanlage bereit, die Bauarbeiten stehen vor dem Beginn. Wenn alles klappt, kann die Telekom hier bereits ab Anfang 2020 vollen Mobilfunk mit GSM und LTE anbieten.

Diesen Durchbruch zu schaffen, ist nicht immer ganz einfach, weiß Ingo Reinhardt, der Regionalbeauftragte der Telekom für den Mobilfunk in Baden-Württemberg: "Wir haben auf der einen Seite die ständigen Rufe nach besserer Mobilfunkversorgung. Und wir tun hier auch extrem viel. Auf der anderen Seite haben wir aber auch immer die Thematik, dass keiner einen Mobilfunkstandort in nächster Nähe haben möchte."

Doch in Oberweier hat die Telekom mit Hilfe der Gemeinde diese kastanienharte Nuss jetzt geknackt.

Mobilfunk in Gernsbach-Obertsrot

In Gernsbach im Landkreis Rastatt war schon vor gut 200 Jahren der Fortschritt zuhause. Von hier aus brach der badische Erfinder Karl Drais 1817 mit seinem Laufrad, der legendären Draisine, zur ersten Bergfahrt ins damals noch sehr ferne Baden-Baden auf. Später wurde aus der Draisine das Fahrrad - das damit quasi in Gernsbach erfunden wurde. Aber auch die Tradition wird in dem Luftkurort gepflegt. Über 400 Gebäude in Gernsbach stehen unter Denkmalschutz.

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Ein alter Standort auf einem Dach einer Kartonagenfabrik in Obertsrot wurde verbessert.

Im Stadtteil Obertsrot konnte die Telekom jetzt Denkmal-ähnliche Technik neu beleben - den alten Mobilfunkmast von E-Plus auf dem Dach einer Kartonagenfabrik. Die Telekom modernisierte den Standort mit GSM und LTE. Und seit August 2019 versorgt er die Menschen in Obertsrot mit schnellem, mobilem Internet. Dieser Netzausbau ist nicht von Pappe!

Mobilfunk in Gaggenau-Sulzbach

Die große Kreisstadt Gaggenau liegt gut acht Kilometer nordöstlich von Baden-Baden. Hier betreibt Daimler die älteste Automobilfabrik der Welt, die bereits 1894 gegründet wurde. Den bekannten Küchenhersteller Gaggenau gibt es hier dagegen nicht mehr, er zog bereits 2003 aus seiner Heimat als Tochter von Bosch und Siemens nach München um.

Dreißig Jahre davor wurde das wunderschöne Fachwerkdorf Sulzbach nach Gaggenau eingemeindet. Hier können Einheimische und Gäste seit Ende 2018 schnelles Internet nutzen. Der Mobilfunkmast der Telekom stört das historische Ensemble nicht, die Stahlgitter-Konstruktion steht zwischen Bäumen am Ortsrand.

Mobilfunk in Forbach-Langenbrand

Forbach liegt zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Hier erhebt sich der Hohe Ochsenkopf, mit 1.054 Metern der höchste Berg im Landkreis Rastatt. Die Forbacher mussten im Laufe ihrer Geschichte sehr flexibel sein. Zwischen 1555 und 1655 wechselten sie im Zuge der Reformation achtmal die Konfession, am Ende setzte sich die römisch-katholische Kirche durch. Und nun setzt sich im Stadtteil Langenbrand auch der schnelle Mobilfunk durch. Dank der Unterstützung der Gemeinde hat die Telekom hier einen Dachstandort gefunden.

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Ingo Reinhardt, kommunaler Ansprechpartner Telekom Deutschland

Der Mietvertrag ist bereits geschlossen, die Stahlträger sind angeliefert. Und so kann demnächst mit dem Bau der Anlage für GSM und LTE begonnen werden. Wenn Kommunen so aktiv dabei mithelfen, einen Standort zu finden, beschleunigt das den Bau ganz erheblich, weiß der Telekom-Regionalbeauftragte Ingo Reinhardt: "Oft stellen uns die Kommunen nichts zur Verfügung. Das ist leider kein gutes Signal.

Viel besser läuft’s wie in Forbach-Langenbrand. Dort hat uns die Gemeinde ein kommunales Gebäude zur Verfügung gestellt. Und deshalb konnten wir hier nicht einmal ein Jahr, nachdem wir mit der Suche begonnen haben, schon anfangen, zu bauen."

Mobilfunk in Forbach-Herrenwies

Auch im Forbacher Stadtteil Herrenwies hat die Telekom mittlerweile einen geeigneten Standort gefunden. Die Verhandlungen für den Mietvertrag laufen, die Baugenehmigung ist in Vorbereitung. Und so profitieren auch die Menschen in Herrenwies bald von modernem Mobilfunk mit GSM und LTE.

Ingo Reinhardt, der Telekom-Ansprechpartner für die Kommunen in ganz Baden-Württemberg, weiß, wie wichtig das für die Bürger und für die Wirtschaft vor Ort ist: "Es ist wichtig für die Städte und Gemeinden in unserer Region, aber auch in ganz Deutschland, dass wir ein zukunftsfähiges, gutes Mobilfunknetz ausbauen können, damit die Kommunen nicht abgehängt werden."

Wie alle neuen Standorte der Telekom ist auch die Anlage in Forbach-Herrenwies bereits für 5G vorbereitet, fürs Mobilfunknetz der Zukunft - in dem die Daten dann noch schneller durchs idyllische Murgtal fließen.

 Ein Besuch in allen fünf Orten könnt Ihr im Video sehen:

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5G Frequenzauktion

5G Frequenzauktion– fünf Fragen und Antworten

Anfang 2019 findet die erste Frequenzauktion für den Mobilfunkstandard 5G in Deutschland statt. Alles Wissenswerte haben wir hier aufbereitet.

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