Blog.Telekom

Markus Jodl

5 Kommentare

Hoch in Unterfranken: Der Mobilfunkmast von Dettelbach

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Die Gemeinde Dettelbach bekommt einen Mobilfunkmasten in Rekordzeit. Wir beobachten den Aufbau, bei dessen Endspurt doch einige Hindernisse überwunden wurden.

BI_20190114_Mobilfunkmast-Dettelbach-Markus

Wir beobachten den Aufbau eines Mobilfunk-Masten bei Dettelbach.

Skandinavienhoch, Azorenhoch - diese Wetterphänomene kennt man aus den Nachrichten. Ganz neu ist dagegen das Unterfrankenhoch, das es nur bei der Deutschen Telekom gibt. Im unterfränkischen Weinbauort Dettelbach ging es jetzt gleich 30 Meter hoch - mit einem neuen Mobilfunkmast, den die Telekom im Rahmen ihrer Aktion "Wir jagen Funklöcher" aufstellte.

50 solcher Masten und Dachstandorte installiert die Telekom im Rahmen dieser Initiative. Sie schließt damit Mobilfunklöcher in Kommunen, in denen sich eine Versorgung wirtschaftlich eigentlich gar nicht rechnet.

Diese Gemeinden haben aber eine bemerkenswerte Eigeninitiative gezeigt, sie haben der Telekom von sich aus potenzielle Standorte zur Verfügung gestellt. Und weil so viel Engagement belohnt werden muss, ist in diesen Orten das Funkloch bald gestopft.

Wir verraten alles übers Unterfrankenhoch, das den Menschen vor Ort zwar kein gutes Wetter bringt - dafür aber besten Mobilfunkempfang.

Dettelbach - was bisher geschah

Die Telekom berichtete schon mehrfach aus Dettelbach, dem Weinbauort mit dem rührigen Gemeinderat, der sich vorbildlich dafür einsetzt, um für seine Bürger ein modernes und schnelles Handynetz zu ermöglichen. 2019 ging dort im Ortsteil Euerfeld der wohl weltweit erste Mobilfunkmast in Betrieb, den eine Brennstoffzelle kosteneffizient, geräuschlos, servicearm und ohne lokale CO2-Emissionen mit Strom versorgt.

BI_20190114_Mobilfunkmast-Dettelbach

Der Mast wird in einem Weinberg aufgebaut.

Und im Rahmen von "Wir jagen Funklöcher" stopft die Telekom nun ein weiteres Loch in den Ortsteilen Neusetz, Schnepfenbach und Brück. Klare Vorgabe bei den Planungen war dabei, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Ein einziger Mast sollte alle drei Ortsteile mit schnellem LTE-Mobilfunk versorgen.

Die Standortsuche in der hügeligen Landschaft war alles andere als einfach. Aber mit Hilfe einer Drohne fanden die Funknetzplaner mitten in den Weinbergen schließlich einen Standort, von dem aus in 30 Metern Höhe alle drei Ortsteile zu sehen waren. Und freie Sicht bedeutet auch: Freie Bahn für das Mobilfunksignal!

Mit dieser guten Nachricht endete der bisher letzte Besuch der Telekom in Dettelbach - ein klassischer Cliffhanger…

So ging es weiter

Erfolgreiche Standortsuche, behördliche Genehmigungen, Vertragsunterschriften und Funknetzplanung - das sind nur einige der Voraussetzungen, um ein Funkloch zu stopfen. Wenn auf dem Papier endlich alles erledigt ist, geht es vor Ort an die Arbeit. Der Funkmast muss hoch!

BI_20190114_Mobilfunkmast-Dettelbach-Schotter

Ein eigener Schotterweg musste für den Mastbau angelegt werden.

In Dettelbach hat die Gemeinde hierfür ein Grundstück in den Weinbergen zu ortsüblichen Konditionen an die Telekom vermietet. Um hier eine Mobilfunkanlage aufstellen zu können, musste die Telekom aber erst einmal eine kleine Schotterstraße für die Baustellenfahrzeuge anlegen. Sie gab sozusagen Schotter für Schotter aus. Denn ansonsten würde sich das schwere Gerät gar nicht bis zum Standort transportieren lassen.

Nachdem diese Hürde überwunden war, konnte es mit den eigentlichen Bauarbeiten losgehen.

So wird ein Mobilfunkmast aufgestellt

Am 23. August 2019 hatte sich Dettelbach für die Aktion "Wir jagen Funklöcher" beworben. Und am 20. und 21. Dezember 2019, nach rekordverdächtigen nur vier Monaten, stellten die Telekom-Mitarbeiter den Funkmast auf. Damit könnten sich die Unterfranken den Rekord für "Deutschlands schnellsten Mobilfunkmast" gesichert haben.

Los gingen die Arbeiten am frühen Morgen des 20. Dezember gegen 8 Uhr, nachdem schon zuvor eine Betonplatte als Fundament eingelassen worden war. Auf die Betonplatte kam ein Stahlgerüst, mit dem später der Mast verschraubt wurde. Und auf jede der vier Ecken des Gerüsts platzierten die Bauarbeiter elf Betonplatten mit jeweils 1,4 Tonnen Gewicht. So wirft kein noch so schwerer Sturm den Dettelbacher Mobilfunkmast um.

BI_20190114_Mobilfunkmast-Dettelbach-Arbeiter-dunkel

Einige Arbeiten gehen im Dunkeln weiter.

Am nächsten Morgen, wieder gegen 8 Uhr, begann das eigentliche Aufstellen des Masts. Und nach einer allerletzten Verzögerung wegen eines Lkw, der sich festgefahren hatte, brachte ein Kran den Mast endlich in die Höhe. Die Arbeiter befestigten ihn dann mit riesigen Muttern, quasi mit den Muttern aller Muttern, am Stahlgerüst.

Und gegen 11.30 Uhr am 21. Dezember hieß es dann: Auftrag ausgeführt! Bescherung für Dettelbach, drei Tage vor Heiligabend!

Dettelbach - die letzten Schritte zum Ziel

Das ausgedehnte Unterfrankenhoch erstreckt sich bis ins Frühjahr hinein. Denn bisher steht der Mast in Dettelbach zwar, aber er funkt noch nicht. Denn dazu fehlt die Technik mit Stromanschluss, Antennen, Sendeanlagen und vielem mehr. Sie wird voraussichtlich im Februar 2020 installiert.

Bereits im März 2020 können die Menschen in Neusetz, Schnepfenbach und Brück dann endlich ein modernes mobiles Netz zum Surfen und Telefonieren nutzen. Und das nur ein halbes Jahr, nachdem die Gemeinde den Antrag gestellt hat. Mobilfunk in Rekordzeit - das klappt, wenn Kommune, Bürger und Telekom gemeinsam an einem Strang ziehen.

Ein Hoch auf alle Beteiligten!

Die ganze Geschichte im Video

20200114_Mastbau-Dettelbach
20191022_Funkloch-Karte

Blog.Telekom

Georg von Wagner

1 Kommentar

Hier jagen wir gerade Funklöcher

Die Aktion "Wir jagen Funklöcher" der Deutschen Telekom läuft. In diesem Beitrag halten wir wichtige Fortschritte fest.

FAQ