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Katja Kunicke

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Zukunftsweisende Kooperation an historischem Ort

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Das Barockschloss in Ludwigsburg bildete die festliche Kulisse für die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen den Stadtwerken Ludwigsburg Kornwestheim (SWLB) und der Deutschen Telekom. Beide Parteien wollen auf dem durch die SWLB gebauten Glasfasernetz den Bürgerinnen und Bürgern von Ludwigsburg Internetdienstleistungen anbieten. 

Der Wille zu bauen verbindet den historischen Ort mit der Gegenwart. Allerdings haben sich die Beweggründe für die Bautätigkeit fundamental gewandelt. Für Herzog Eberhard Ludwig war zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Errichtung des Schlosses sowie einer ganzen Residenzstadt mit seinem Namen Ausdruck seiner Macht. Dieser wollte er für die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes ein Denkmal setzen. 

Verhandlungen auf Augenhöhe 

Der Glasfaserausbau im Ludwigsburg des 21. Jahrhunderts soll hingegen Vorteile für alle Bürgerinnen und Bürger bringen. Die Zeiten der Alleinherrschaft sind in Deutschland zum Glück vorbei. Und auch bei den Vertragsverhandlungen ging es nicht um Machtspielchen, sondern um die Bereitschaft und den Willen, eine für beide Seiten gleichermaßen gute Lösung zu finden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Offenheit und Verhandlungen auf Augenhöhe den Kooperationsvertrag ermöglicht haben. Nach nur neun Monaten konnte der Vertrag jetzt unterzeichnet werden. „Das zugrunde liegende Modell für den Vertrag passt zu den Bedürfnissen der Energiewirtschaft“, erläutert Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim. „Der Kunde soll sich seinen Anbieter selbst aussuchen können. Wie die Abwicklung im Hintergrund geschieht, ist für ihn nicht wichtig.“ In der freien Wahl des Anbieters nicht nur für Strom, sondern künftig auch für Kommunikationsdienstleistungen sieht Schneider denn auch einen Standortvorteil für Ludwigsburg. 

Digitale Infrastruktur für das gesamte Stadtgebiet 

Mehr als die Hälfte der Stadt haben die SWLB bereits mit schnellen Glasfaserleitungen versorgt. Bis 2024 sollen alle Gebäude im Stadtgebiet mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus angebunden sein. Das sind rund 56.000 Haushalte und Unternehmensstandorte in mehr als 15.000 Gebäuden der Stadt. Die SWLB bieten selbst Megabit-Internet, IP-Telefonie sowie IP-TV an. Die Telekom wird ebenfalls die passive Infrastruktur nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern von Ludwigsburg schnelle Anschlüsse, sowie alle Dienste und Services der Magenta Produktwelt aus einer Hand anbieten. Dies gilt für Privat- und Geschäftskunden.

Gemeinsames Ziel ist die hohe Netzauslastung

„Wir haben in unserem Rucksack nicht nur unsere magenta Kundinnen und Kunden“, bekräftigt Thilo Höllen, Leiter Breitband Kooperationen Telekom Deutschland. „Über sogenannte Wholesale-Verträge ermöglichen wir auch weiteren Anbietern die Nutzung des Ludwigsburger Glasfasernetzes. Anstatt weiter parallele Glasfasernetze aufzubauen, haben wir uns entschieden, gemeinsam weiterzugehen.“ Und das über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.

Beide Seiten bringen ihre Kernkompetenzen ein und schaffen Synergien. So legen sie die gigabitfähige Infrastruktur, um Ludwigsburg zur Smart City zu machen und den ortsansässigen Unternehmen digitale Lösungen für ihre Geschäftsfelder zu ermöglichen. 

„Jetzt muss g’schafft werde!“

Nunmehr gilt es, mehrere hundert Kilometer Glasfaser zu legen, um die restlichen Haushalte und Unternehmensstandorte anzuschließen. „Die Grundlage ist mit dem Vertrag gelegt. Jetzt muss g’schafft werde!“, betont Johannes Rager, Geschäftsführer SWLB. „Als nächstes müssen alle Prozesse definiert werden, damit die Übergabepunkte funktionieren und die Telekom unsere passive Infrastruktur mit ihren Diensten aktiv beschalten kann.“

Bis Ende 2024 baut die SWLB das komplette Stadtgebiet clusterweise mit dem schnellen Glasfasernetz aus. Sobald ein Ausbaugebiet fertiggestellt ist, können auch Anschlüsse und Dienste der Telekom gebucht werden.

Bedeutung über das Stadtgebiet hinaus

Die Kooperation bringt noch einmal einen zusätzlichen Schub für den Südwesten Deutschlands. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Gigabit Region Stuttgart forciert die Telekom in der gesamten Metropolregion den Ausbau schneller Gigabitanschlüsse. Seit Zeichnung der Rahmenvereinbarung  können bereits über 130.000 Haushalte und Unternehmen einen Glasfaseranschluss nutzen „Nicht nur in der Gigabitregion Stuttgart, sondern in ganz Baden-Württemberg treiben wir den Glasfaserausbau mit aller Kraft voran. Aber wir benötigen dafür auch starke Partner“, sagt Michael Löttner, Leiter Telekom Technikniederlassung Südwest. „Weil der Ausbau durch die Stadtwerke Ludwigsburg erfolgt, können wir unsere Ausbau-Ressourcen auf andere Kommunen konzentrieren.“ In diesem Jahr sollen weitere rund 80.000 Anschlüsse hinzukommen. 

Vor diesem Hintergrund bewertet auch Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH, die Kooperation zwischen den SWLB und der Telekom: „Die Kooperation ist ein Leuchtturm im Gigabitprogramm und gibt ihm weitere Schubkraft. Die zweitgrößte Stadt der Region beteiligt sich jetzt am gemeinsamen Glasfaserausbau, dies könnte zum Signal für weitere Stadtwerke werden.“ Das Gigabitprogramm der Region Stuttgart bietet unterstützende Rahmenbedingungen für den Vertrag zwischen der SWLB und der Telekom. 

Nach der Kooperation mit den Filderstadtwerken im Februar 2021 ist die Kooperation mit den SWLB bereits die zweite in der Gigabitregion Stuttgart. Die Attraktivität von Ludwigsburg ruht mitnichten allein auf der regen Bautätigkeit ihres früheren Landesherrn Eberhard Ludwig – mit dem Glasfaserausbau durch die SWLB und der Kooperation mit der Telekom wird die Stadt im digitalen Zeitalter noch attraktiver. „Wir sind offen dafür, ähnliche Kooperationen auch mit anderen Stadtwerken abzuschließen, die einen verlässlichen und kooperativen Ausbaupfad zur Umsetzung der Regionsziele beinhalten“ bekräftigt Thilo Höllen den Ansatz der Telekom.

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