Konzern

"Zuverlässig und kostengünstig von der Maschine zum Server"

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Das Internet der Dinge ist in nahezu allen Bereichen des Lebens auf dem Vormarsch. Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom haben die Entwicklung bislang häufig über Mobilfunk-basierte M2M-Lösungen vorangetrieben. Das ändert sich gerade.

Laux

Das Internet der Dinge ist in nahezu allen Bereichen des Lebens auf dem Vormarsch. Was das für die Telekom bedeutet, erläutert Alexander Lautz.

Herr Lautz, welche Rolle spielen Telekommunikationsunternehmen in dieser Entwicklung?

Alexander Lautz: Telekommunikationsunternehmen steuern bei vernetzen Produkten und Dienstleistungen eine ganz entscheidende Zutat bei: Konnektivität. Im Internet der Dinge müssen Produkte und Lösungen kostenoptimiert aufgebaut werden, weil die Bereitschaft für Konnektivität einen Aufpreis zu zahlen sehr gering ist. Bei GSM-basierten Lösungen stehen die niedrigen Verbindungspreise recht hohen Preisen für die Funkmodule gegenüber. Deshalb setzen viele Anwendungen auf lokale Netzwerke mit Gateways. Wenn beispielsweise ein Rauchmelder vernetzt werden soll, darf das Funkmodul nicht mehr als ein paar Euro kosten. Das lässt sich mit GSM-Technologie aktuell aber noch nicht realisieren. Solche Anwendungsfälle können zukünftig über Low Power Wide Area Netze – die derzeit von Gremien wie 3 GPP (3rd Generation Partnership Project) standardisiert werden – erschlossen werden. Hier sind die Hardwarekosten deutlich niedriger. Die Deutsche Telekom sieht hier enormes Potenzial und unterstützt deshalb die Standardisierung.

Was heißt das für das Konnektivitätsangebot der Telekom?

Alexander Lautz: Wir sorgen dafür, dass Daten sicher, zuverlässig und kostengünstig von der Maschine zum Server übertragen werden. Den Transportweg passen wir dabei auf die Bedürfnisse des Kunden an. Für ihn ist es nicht entscheidend, ob die Daten über Mobilfunk oder über DSL übertragen werden. Er möchte schlichtweg die Information seines Sensors in einer gesicherten Umgebung jederzeit abrufen können und nicht mit technischen Details und Fachbegriffen überfrachtet werden. Hier müssen wir als Branche eine einfachere Sprache finden.

Warum ist das so wichtig?

Alexander Lautz: Wir beobachten immer öfter, dass die Investitionsentscheidung zu Industrial Internet-Anwendungen nicht beim IT- oder TK-Verantwortlichen, sondern häufig von der Geschäftsführung getroffen wird. Der Grund liegt auf der Hand: M2M-Lösungen bieten klare wirtschaftliche Vorteile und wirken sich gleichzeitig auf viele Geschäftsprozesse aus. Wenn ein Wartungsunternehmen einen jährlichen Festpreis pro Maschine als Servicegebühr bekommt, hängt der Verdienst stark von der Disposition des Außendienstes ab. Angenommen ein Techniker fährt erst zum Kunden, schließt seinen Laptop an die Anlage an, sieht welche Ersatzteile er benötigt und besorgt diese dann im Depot, entstehen für das Unternehmen Kosten, die eigentlich nicht notwendig wären. Eine simple Fernwartungslösung führt hier schon zu deutlichen Einsparungen.

Wie lässt sich so eine Lösung realisieren?

Alexander Lautz: Nehmen wir als Beispiel einen Aufzughersteller, der einen Fahrstuhl vernetzen möchte. Dann muss das Unternehmen zunächst prüfen, welche Hardware sich dafür eignet und wie diese in den Fahrstuhl integriert werden kann. Im zweiten Schritt muss die Datenübertragung und –speicherung geregelt werden. Das heißt: Die SIM-Karten müssen aktiviert und eingesetzt werden, die Steuerung muss wissen, wohin sie die Daten sendet, und der Server muss in der Lage sein, die Daten zu verarbeiten und auszuwerten. In der Praxis enden viele Lösungen genau hier. Dabei beginnt an dieser Stelle der eigentlich spannende Teil: die Integration in andere Systeme. Wartungsbetriebe könnten die Daten des Aufzugs beispielsweise in ihr IT-System einspeisen und so die Disposition ihrer Mitarbeiter verbessern.

Können solche M2M-Lösungen überhaupt komplett von einem Anbieter allein umgesetzt werden?

Alexander Lautz: Im Einzelfall mag das möglich sein. Die Regel ist es allerdings nicht. Die Deutsche Telekom arbeitet deshalb bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit Partnern aus der M2M- und IoT-Branche zusammen. Die Partner liefern einzelne Bausteine, wie Hard- oder Software, zu. Wir sorgen mit unserer Zertifizierung dafür, dass die Geräte problemlos mit unserem Netz und unseren Plattformen funktionieren. Gemeinsam mit T-Systems bieten wir auch Produkte und Lösungen komplett aus eigener Hand an. Dadurch haben wir die Möglichkeit unseren Kunden weltweit ein sehr breites und bei Bedarf auch sehr spezielles Angebot zur Verfügung zu stellen.

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