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Lisa Machnig

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Digitale Heinzelmännchen machen den Supermarkt grüner

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Nachhaltigkeit im Supermarkt beginnt schon vor dem Einkauf. Dabei hilft das Internet der Dinge (IoT). Die IoT-Helferchen tun hinter den Kulissen schon viel, bevor wir den Supermarkt überhaupt betreten. Und verbessern damit auch dein und mein Einkaufserlebnis.

Kunde im Supermarkt an der Gemüsetheke

Nachhaltigkeit im Supermarkt.

Logisch, wir Kunden bestimmen mit unserem Einkaufsverhalten den Handel der Zukunft mit. Besonders bei Lebensmitteln achten Menschen auf Nachhaltigkeit, wie eine Umfrage von statista im April 2020 zeigt.  

Und in der Tat: der Handel dreht an vielen Stellschrauben, um umweltschonender und nachhaltiger zu werden. Für 75 Prozent der Handelsunternehmen war Nachhaltigkeit ein sehr wichtiges Thema in 2020.

Hoher Energieverbrauch in Geschäften und Lagerhäusern treibt Händler um. Ökologische Landwirtschaft, Tierschutz und gerechte Löhne müssen für die Zukunft zur Selbstverständlichkeit werden. In der Einkaufspolitik und der Warenhaltung gibt es hohen manuelle Aufwand und viele Fehlerquellen, die reduziert werden müssen. Und besonders traurig: Wegen falscher Planung werden täglich viele Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

Der im September veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht der Schwarz Gruppe (Kaufland und Lidl) zeigt exemplarisch, wie stark sich Unternehmen dem Thema  ‚Nachhaltigkeit‘ widmen. Die Range ist breit: klimaneutral verstromte Filialen spielen ebenso eine Rolle wie recyclingfähige Verpackungsmaterialien. Stark nachgefragt sind auch Nachfüllstationen für Waschmittel. Kunden wollen unverpackte und fair gehandelte Produkte aus biologischer Herstellung. Sie wollen die Herkunft eines Lebensmittels leichter nachvollziehen können und wissen, was auf dem Teller liegt.  Die Themen Lebensmittelverschwendung und Stromverbrauch zeigen, dass der Lebensmittelhandel mit intelligenter Vernetzung viel für Umwelt und Nachhaltigkeit tun kann. Und das passiert für unsere Kundenaugen ganz unscheinbar hinter den Kulissen. Lange, bevor wir den Laden überhaupt betreten. Fast wie bei den Heinzelmännchen …

Vernetzte Prozesse für weniger Lebensmittelverschwendung 

Aktuell werden etwa 30 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel vernichtet. Die Gründe sind vielschichtig:  Verdorbene Waren! Produkte mit überschrittenem Haltbarkeitsdatum oder kleinen Schönheitsfehlern. Lebensmittel, die wegen falscher Planung in Regalen und im Lager einfach liegenbleiben. 

Nachhaltiges Handeln fängt daher schon auf dem Lieferweg an. Unterstützen kann hierbei das Internet der Dinge. Eine digital vernetzte Logistik hilft. Mittels Trackinglösung kann die Qualität von Waren und Services schon vor der Anlieferung durchgängig geprüft werden. Sie überwacht die Kühlkette und liefert Informationen über den Zustand der Waren. Der Sensor meldet, dass die Temperatur bei den Kisten mit Erdbeeren zu hoch ist? Dann weiß der Händler, dass die Transportbedingungen gerade einen schlechten Einfluss auf die Ware nehmen. Im Klartext bedeutet dies, dass die Erdbeeren bereits im Lastwagen „schrumpelig“ werden könnten.  Der Händler kann eingreifen und diese Lieferung noch ab- oder umbestellen, anstatt sie später wegzuwerfen. Diese neue Transparenz, die eine vernetzte Logistik und Warenhaltung im Supermarkt bietet, bringt großes Lernpotential für die Zukunft. Es gilt also die Transportbedingungen so genau wie möglich auf die Bedürfnisse der Waren zu takten. Dadurch kann man genau nachvollziehen, ab wann die perfekte Mischung aus passenden Bedingungen für die Ware und für den Ressourcenschutz besteht. Die kleinen IoT-Helferlein unterstützen hier: Klar, die Kühlung der Erdbeeren muss sein. Aber wenn man stärker kühlt als nötig, verschwendet man Strom.  Übrigens, optimal gekühlte Erdbeeren brauchen keinen eigenen Kühllastwagen. Auch wenn Lebensmittel unterschiedliche Anforderungen an Kühlung haben, fahren sie mit demselben LKW sicher zur Filiale. Mit der Tracking-Lösung der 4smartlogistics GmbH lassen sich Erdbeeren und Tiefgekühltes in Thermobehältern automatisiert überwachen. Das macht Logistik-Planung effizient und senkt Sprit- und Fuhrparkkosten.

In der Supermarkt-Filiale gekommen, helfen vernetzte Sensoren in smarten Kühl- und Gefrierschränken dabei, dass bis zu 7 Prozent weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Der intelligent vernetzte Supermarkt bringt dank schneller und einfacher Datenanalyse aber weitere wertvolle Erkenntnisse. Zum Beispiel wissen Händler so sehr schnell, dass der Boskop Apfel gerade gut läuft und schnell nachbestellt werden sollte. Oder dass gerade viel Milch im Kühlregal steht, das Haltbarkeitsdatum aber in drei Tagen erreicht ist. Hier kann dann sofort ein attraktives Angebot für die Kunden platziert werden, lange bevor die Milch schlecht wird und weggeworfen werden müsste.

Vernetzte Geräte im Kampf gegen Stromfresser

Ob Kasse, Lager, Kühltheke oder Back- und Leergutautomat: Supermärkte verbrauchen überall sehr viel Strom. Die starke Beleuchtung in Verkaufsraum oder Lager schlägt hier ebenso zu Buche, wie hoher Stromverbrauch für nicht gewartete Kühlungen. Hat der Supermarkt seine Geräte aber intelligent mit Sensoren vernetzt, kann der Marktleiter über eine Cloud of Things Plattform alle Daten einsehen und auch auswerten. Das hilft unter anderem auch beim Strom sparen. Wenn die Tür beim Fischkühlschrank zu lange offensteht und dadurch die erforderliche Kühltemperatur nicht mehr gegeben ist, funken die Sensoren SOS. Der Verantwortliche kann sofort die notwendigen Überprüfungen oder Wartungstermine anstoßen. Auch leere Kühlschränke, die aufgefüllt werden möchten, melden sich rechtzeitig und kühlen so nicht umsonst. Weiterer Vorteil: Durch die Messung des Stromverbrauchs an Kühlschränken lässt sich feststellen, ob diese bald kaputt gehen. Typischerweise erhöht sich bei nahenden Defekten der Stromverbrauch deutlich. Wenn Händler also den Stromverbrauch überwachen, können sie rechtzeitig den Dienstleister des Kühlschranks checken lassen. Wird das defekte Gerät repariert oder ausgetauscht, spart das nicht nur Energie. Damit kann man proaktiv vermeiden, dass Lebensmittel verderben.

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