Einfach erklärt: Network Slicing
Nutzer*innen und Anwendungen können einen sehr individuellen Bedarf an Datenraten, Geschwindigkeiten und Kapazitäten haben. In der Logistik sind das beispielsweise andere als für Mobilität oder Unterhaltungsmedien.
Mit der zunehmenden Vernetzung von Menschen, Maschinen und Geräten steigen die Anforderungen an die Mobilfunknetze. Network Slicing auf Basis von 5G Standalone ermöglicht es, eine gemeinsame physische Netzinfrastruktur in mehrere virtuelle Netze – sogenannte Slices – aufzuteilen. Diese lassen sich gezielt auf unterschiedliche Anforderungen an Geschwindigkeit, Kapazität oder Verfügbarkeit zuschneiden. So erhalten Anwendungen in Industrie, Logistik, Mobilität oder dem Internet of Things jeweils die Netzleistung, die sie benötigen. Network Slicing macht das 5G-Netz damit flexibler und schafft eine wichtige Grundlage für die umfassend vernetzte Gesellschaft und Industrie der Zukunft.
Nutzer*innen und Anwendungen können einen sehr individuellen Bedarf an Datenraten, Geschwindigkeiten und Kapazitäten haben. In der Logistik sind das beispielsweise andere als für Mobilität oder Unterhaltungsmedien.
Das Netz der Zukunft muss diese erfüllen können und hochflexibel sein, um möglichst allen gerecht zu werden. Das gelingt durch Network Slicing.
Die Vernetzung von Märkten, Branchen, Industrien und der Gesellschaft wird sich in den kommenden Jahren radikal verändern. Während heute noch vor allem die Vernetzung von Menschen im Fokus steht, gehört die Zukunft der vollständigen Vernetzung aller Dinge - dem sogenannten Internet of Things. Neben Smartphones und Computern werden dann auch Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und Produktionsanlagen kommunizieren und somit Betriebsabläufe vereinfachen und beschleunigen.
Der Kommunikationsstandard 5G Standalone bildet die Grundlage für diese Entwicklung hin zur vernetzten Gesellschaft mit all ihren Facetten. Die Schwierigkeit: Nutzer und Anwendungen können einen sehr individuellen Bedarf an Datenraten, Geschwindigkeiten und Kapazitäten haben. In der Logistik sind das beispielsweise andere als für Mobilität oder Unterhaltungsmedien. Jedoch muss die Netzinfrastruktur diese erfüllen können und hochflexibel sein, um möglichst allen gerecht zu werden. Das gelingt durch Network Slicing.
Genau genommen gibt es nicht mehr „das Netz“ – sondern parallel betriebene, virtuelle Netze auf Basis einer gemeinsamen, physischen Infrastruktur. Der Vorteil: Diese Netze – so genannte Slices - können somit recht unterschiedliche, ja sogar widersprüchliche Eigenschaften haben. Diese sind so konstruiert, dass sie den spezifischen Anforderungen eines bestimmten Anwendungsfalles entsprechen.
So liefert die Network-Slicing-Technik für die unterschiedlichsten Anwendungsszenarien nach Bedarf ein Network Slice und kann flexibel und effizient auf die vielseitigen 5G -Anwendungen der Zukunft reagieren.
Beispiel Smart Factory: Ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Maschinen einer Produktionsanlage ist nicht mehr allzu fern. Denn die effiziente Steuerung einzelner Maschinen innerhalb einer industriellen Produktion erfordert eine Vernetzung zwischen den Geräten (Machine-to-Machine) in einer hoch aggregierten und damit extrem komplexen Form. Dabei addieren sich Millionen oder gar Milliarden von Statusmeldungen, die immerfort durch Sensoren erfasst, übermittelt und ausgewertet werden. Dies erfordert Netzkapazitäten, die über Slices bereitgestellt werden können.
Ob nun der Kühlschrank mit dem Supermarkt, die Abfüll- mit der Verpackungsmaschine oder das Auto mit dem vorbeifahrenden Bus kommuniziert – Network Slicing bietet in allen Anwendungsfällen den dafür optimierten Teil des 5G-Netzes, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. So bekommt jeder das passende Stück und ein Netz der Netze.
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