Konzernumsatz 1. Quartal steigt um 16 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro - Überschuss (ohne Goodwill und UMTS-Kosten) nimmt 18 Prozent auf 450 Millionen Euro zu - EBITDA-Steigerung im Mobilfunk um rund 68 Prozent auf 590 Millionen Euro - Dividendenvorschlag 2000 unverändert 0,62 Euro Die Deutsche Telekom ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2001 gestartet. Der Konzernumsatz erhöhte sich nach den am Dienstag vorgelegten vorläufigen Indikationen in den ersten drei Monaten auf 11,1 Milliarden Euro gegenüber 9,5 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum 2000. Dieses Umsatzplus von rund 16 Prozent im ersten Quartal bestätige das gesetzte Wachstumsziel von über 15 Prozent für das Gesamtjahr 2001, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Ron Sommer auf der Bilanzpressekonferenz. "Wir werden damit im laufenden Geschäftsjahr das Wachstum des Konzerns nicht nur auf dem bereits erreichten hohen Niveau weiter fortsetzen, sondern dabei sogar weiter an Tempo zulegen." Der Konzernüberschuss vor Goodwill-Abschreibungen und UMTS-Kosten (Abschreibungen und Zinsen) als Ausdruck der operativen Ertragskraft stieg um 18 Prozent von 377 Millionen auf rund 450 Millionen Euro. Inklusive Goodwill und UMTS-Kosten reduzierte sich der Konzernverlust von einer Milliarde Euro im vierten Quartal 2000 auf 0,4 Milliarden Euro im ersten Quartal 2001.
Für das Gesamtjahr wird im Konzern eine Ergebnisverbesserung vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im zweistelligen Prozentbereich erwartet, im wesentlichen getragen aus der Verbesserung bei der T-Mobile International. Dieser Trend wird auch schon im ersten Quartal durch ein von 350 Millionen Euro auf rund 590 Millionen Euro gestiegenes EBITDA bei der T-Mobile International bestätigt.
Für das Geschäftsjahr 2000 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 29. Mai die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,62 Euro pro Aktie vor. Der Konzern hatte im Vorjahr einen Überschuss von 5,9 Milliarden nach 1,3 Milliarden Euro erzielt und einen Umsatz von 40,9 Milliarden gegenüber 35,4 Milliarden Euro. Ein Fünftel des Gesamtumsatzes wird bereits im Ausland erzielt. Nach Konzerngeschäftsfeldern gegliedert erhöhte sich allein der Umsatz in der Mobilkommunikation von 5,3 Milliarden auf 9,2 Milliarden Euro. Sie macht damit 23 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Bereiche Carrier Services und Datenkommunikation kommen auf 10 bzw. 8 Prozent. Aus dem Festnetzgeschäft stammen nur noch 36 Prozent des Umsatzes gegenüber 80 Prozent 1995, was den rasanten Umstrukturierungsprozess dokumentiert.
"2000 war finanziell betrachtet das bislang erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Deutschen Telekom", betonte Finanzvorstand Dr. Karl-Gerhard Eick. "Die Deutsche Telekom gehört nach wie vor zu einem der am stärksten Cash flow-generierenden Unternehmen in Europa." So legte der operative Cash flow um 750 Millionen Euro bzw. sechs Prozent auf 13 Milliarden Euro zu. Das EBITDA als für den Kapitalmarkt entscheidende Messgröße erhöhte sich von 14,5 Milliarden auf 20,7 Milliarden Euro. Ohne Einmaleffekte wie Teilverkäufe des Breitbandkabelgeschäfts und Neuakquisitionen sowie nach Kundengewinnungskosten ergibt sich ein Rückgang auf 12,9 Milliarden Euro. Bei den Kundengewinnungskosten im Mobilfunkbereich von insgesamt 2,4 Milliarden Euro muß berücksichtigt werden, dass sich ein Wachstum von rund 15 Millionen Teilnehmern in Deutschland, Großbritannien und Österreich innerhalb eines Jahres nicht wiederholen wird.
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich im ersten Quartal gegenüber dem Jahresende 2000 von 56,5 Milliarden ein Prozent auf 57,1 Milliarden Euro erhöht, die aus der Anteilserhöhung beim tschechischen Mobilfunkbetreiber Radiomobil herrühren. Die Voll-Konsolidierung der Radiomobil erfolgt ab 1. April 2001.
Personal (Stichtag)
| 31.03.01 | 31.03.00 | Veränderung | |
| Personal DTAG | 126.527 | 134.799 | -6 % |
| Personal Gesamtkonzern | 229.735 | 196.000 | 17 % |
Kundenentwicklung 1. Quartal in ausgewählten Diensten Der Netto-Kundenzuwachs bei den mehrheitlich kontrollierten Mobilfunkbeteiligungen lag im ersten Quartal gegenüber dem Jahresende bei 2,6 Millionen. Für den weiteren Jahresverlauf wird aber eine Verlangsamung des Teilnehmerwachstums erwartet. Neben den mittlerweile hohen Penetrationsraten in Westeuropa ist dies vor allem auch auf die Ankündigung aller großen Mobilfunkbetreiber zurückzuführen, die Kunden-Akquisitionskosten (insbesondere die Subventionierung der "Handys") substantiell zu reduzieren. Entsprechend der Beteiligungshöhe verfügt die Deutsche Telekom mittlerweile bereits über knapp 38 Millionen Kunden und erreicht weltweit insgesamt sogar einen Kundenkreis von 46 Millionen.
Im Festnetzbereich konnte die Strategie einer kontinuierlichen Aufwertung des Anschlussbereiches weiter forciert werden. Dies wird mit rund 830.000 (Stand 31. März) verkauften und über 50 Prozent angeschlossenen T-DSL Anschlüssen, einem weiterhin ungebrochenen ISDN Wachstum auf 18,6 Millionen Kanäle sowie 5,8 Millionen Aktiv Plus Kunden nachdrücklich unter Beweis gestellt. Die Deutsche Telekom hat damit nicht nur eine Führungsrolle bei T-DSL Anschlüssen in Europa und verfügt weltweit über die meisten ISDN-Kanäle, sondern offeriert auch einen der günstigsten Tarifpläne Europas.
Auch bei T-Online ist das Geschäftsmodell für das laufende Geschäftsjahr auf eine Verbesserung der Kostenbasis ausgerichtet. Mit 8,7 Millionen Kunden konnte die T-Online dennoch auch im ersten Quartal die Marktführerschaft in Europa weiter ausbauen.
| 31.03.01 | 31.03.00 | 31.12.00 | 31.03.01/ 31.03.00 | |
| Mio. | Mio. | Mio. | in % (5) | |
| Mobiltelefonkunden | ||||
| Mehrheitsbeteiligungen | 33,8 | 18,6 | 31,2 | 82% |
| davon: T-D1 | 20,8 | 10,9 | 19,1 | 91 % |
| davon: One 2 One | 9,0 | 5,0 | 8,3 | 80 % |
| davon: max.mobil. | 2,1 | 1,6 | 2,1 | 31 % |
| davon: Westel (1) | 1,9 | 1,1 | 1,7 | 73% |
| Anteilige Teilnehmer (2) | 37,9 | 20,3 | 34,8 | 87 % |
| Gesamt Mobiltelefonkunden (3) | 46,0 | 24,3 | 42,1 | 89% |
| Telefonanschlüsse | 49,9 | 48,2 | 49,4 | 3,5 % |
| Aktiv Plus Kunden | 5,8 | 1,5 | 4,5 | 287 % |
| T-DSL Verträge | 0,85 | 0,0 | 0,6 | n.a |
| ISDN-Kanäle | 18,6 | 14,4 | 17,3 | 29 % |
| davon: Privatkunden | 9,7 | 6,8 | 8,8 | 43 % |
| davon: Geschäftskunden | 8,9 | 7,5 | 8,5 | 19 % |
| T-Online Kunden | 8,7 | 5,6 | 7,9 | 55 % |
| davon: T-Online | 7,1 | 4,9 | 6,5 | 45 % |
| davon: Club Internet (4) | 0,7 | 0,4 | 0,6 | 75 % |
| davon: Ya.com (4) | 0,7 | 0,3 | 0,7 | 133% |
| davon: sonstige | 0,2 | 0,0 | 0,1 | n.a. |
(1) direkt und indirekt durch MATAV gehalten (2) anteilige Teilnehmer entsprechend der Beteiligungshöhe (3) Mehrheitsbeteiligungen Mobilfunk und gesamte Teilnehmer der nicht vollkonsolidierten Beteiligungen (4) Zahlen für Q1/00 zu diesem Zeitpunkt noch nicht konsolidiert (pro forma) (5) Prozentzahlen auf Basis gerundeter Zahlen