Deutsche Telekom Konzern - Vorläufige Eckdaten für das erste Halbjahr 2001 bis 30.06.2001 (Ad hoc Mitteilung)

Ad hoc Mitteilung der Deutschen Telekom AG gemäß Paragraph 15 WpHG

  • Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 17,4 Prozent von 19,2 Mrd. Euro auf 22,6 Mrd. Euro gestiegen
  • Konzernüberschuss a) stieg um rund 20 Prozent auf 0,6 Mrd. Euro
  • EBITDA im Mobilfunk im Halbjahresvergleich mehr als verdoppelt
  • Zahl der Festnetzanschlüsse wächst weiter - Mehr als 1 Million T-DSL-Anschlüsse vermarktet
  • Über 60 Prozent Teilnehmerwachstum im Mobilfunkgeschäft weltweit - T-D1 Marktführer in Deutschland - Starkes Wachstum bei VoiceStream - T-Mobile International Börsengang nicht im Jahr 2001
  • Deutsche Telekom platziert Eurobonds über 8 Milliarden Euro erfolgreich.

a) ohne Goodwill, UMTS-Kosten, Sprint FON Verkauf und VoiceStream

Die Deutsche Telekom AG gibt hiermit eine vorläufige Indikation für das Resultat des Konzerns im ersten Halbjahr 2001 bekannt.

Die Deutsche Telekom betont, dass es sich um Ergebnisse auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes handelt. Gegenüber der Publikation der endgültigen Zahlen, die für den 28. August 2001 geplant ist, können sich Abweichungen ergeben.

Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum 1. Halbjahr 2000 um 17,4 Prozent auf 22,6 Mrd. Euro gesteigert werden. Davon entfielen 0,4 Mrd. Euro auf die erstmalige Konsolidierung der amerikanischen Mobilfunkgesellschaft VoiceStream Wireless (einschließlich Powertel) für den Monat Juni 2001.

Nach vorläufigen Indikationen zeichnet sich eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses auf Konzernebene für das erste Halbjahr 2001 ab.

Im ersten Halbjahr 2001 stieg das Konzernergebnis vor Goodwillabschreibungen und UMTS-Kosten (unter Berücksichtigung des Steuereffekts), bereinigt um den positiven Effekt aus dem Verkauf der Sprint FON Anteile und ohne den Ergebniseffekt aus der Neukonsolidierung von VoiceStream/Powertel, um ca. 20 Prozent auf rund 0,6 Mrd. Euro gegenüber 0,5 Mrd. Euro in der Vergleichsperiode.

Die Deutsche Telekom erzielte im zweiten Quartal 2001 einen ausgeglichenen Konzernüberschuß. Damit ergibt sich für die ersten sechs Monate 2001 ein Konzernüberschuß von -0,4 Mrd. Euro. Darin enthalten sind sämtliche Goodwillabschreibungen (-1 Mrd. Euro) und UMTS-Kosten (-0,9 Mrd. Euro), der Verkauf der Sprint FON Anteile (+1 Mrd. Euro) sowie der Ergebnisbeitrag durch die Neukonsolidierung von VoiceStream/Powertel (-0,3 Mrd. Euro ohne Goodwill) für den Monat Juni. Das EBITDA im Mobilfunk konnte im ersten Halbjahr 2001 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von 0,6 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden und erreicht bereits jetzt nahezu das Niveau des Gesamtjahres 2000.

Nach eingehender Prüfung hat die Deutsche Telekom beschlossen, den Börsengang der T-Mobile International nicht im Jahr 2001 umzusetzen. Die strategische Entscheidung für einen Börsengang des Unternehmens bleibt jedoch uneingeschränkt weiter bestehen.

Umsatz und Ergebnis für das erste Halbjahr 2001

In Mrd. EuroH1/2001H1/2000Veränderung
Konzern-Umsatz22,619,217,4 %
Konzernüberschuss0,6 a)0,5 b)20,0 %

a) vor Goodwill/UMTS-Kosten unter Berücksichtigung des Steuereffekts, ohne VoiceStream/Powertel, ohne Sprint FON Anteilsverkauf b) vor Goodwill/UMTS-Kosten unter Berücksichtigung des Steuereffekts, ohne bereits im letzten Jahr bekanntgegebene Sondereffekte

Personal Der Personalabbau bei der Deutschen Telekom AG wurde konsequent fortgesetzt. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Konzern ist im wesentlichen bedingt durch die Konsolidierungkreisänderungen in Höhe von rund 54.100 Mitarbeitern insbesondere durch rund 14.200 Mitarbeiter bei VoiceStream/Powertel, rund 12.100 Mitarbeiter bei der Slovenske Telekommunikacie sowie rund 20.800 Mitarbeiter aus dem Debis Systemhaus.

Stichtag30.06.0130.06.00Veränderung
Personal DTAG125.900133.128-5,4 %
Personal Gesamtkonzern245.200195.64825,3 %

Netto-Finanzverbindlichkeiten

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich zum Stichtag 30.06.2001 gegenüber dem 1. Quartal 2001 erwartungsgemäß um 12,0 a) Mrd. Euro erhöht. Dies resultiert im wesentlichen aus der Vollkonsolidierung der Netto-Finanzverbindlichkeiten von VoiceStream/Powertel mit rund 8,3 Mrd. Euro, der Zahlung der Cash-Komponente in Höhe von 4,9 Mrd. Euro für VoiceStream Aktionäre, der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2000 mit 1,9 Mrd. Euro sowie Steuerzahlungen in Höhe von 0,8 Mrd. Euro. Positiv auf die Netto-Finanzverbindlichkeiten wirkte sich der Verkauf der Sprint FON Anteile mit 1,9 Mrd. Euro (Cash-Effekt) und der Mittelzufluss von 2,3 Mrd. Euro (Restkaufpreis) von Wind aus. Die Deutsche Telekom hält an dem langfristigen Ziel des Schuldenabbaus fest. So ist aus dem Verkauf weiterer Assets in den nächsten Monaten mit weiteren Mittelzuflüssen zu rechnen.

In Mrd. Euro30.06.0131.03.01Veränderung
Nettofinanzverbindlichkeiten68,8 a)56,821,1 %

Kundenentwicklung in ausgewählten Diensten Besonders erfolgreich war die Entwicklung auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, in dem T-D1 nicht nur die Markführerschaft erringen konnte, sondern auch bei der Neugewinnung von Vertragskunden besser lag als der Wettbewerb.

Die im zweiten Quartal 2001 erstmals für einen Monat konsolidierte amerikanische Voicestream erreichte - einschließlich Powertel - zum Stichtag 30.06.2001 eine Zahl von rund 6 Millionen Kunden. Damit weist VoiceStream/ Powertel im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ein Kundenwachstum von über 70 % auf. Im Verhältnis zu den anderen fünf nationalen US-Anbietern stellt dies das mit Abstand größte prozentuale Wachstum dar.

Weiter auf Wachstumskurs ist das Festnetzgeschäft der Deutschen Telekom. Mit einer Steigerung von über 60 Prozent konnte die Deutsche Telekom bei den vermarkteten DSL-Anschlüssen allein gegenüber dem Jahresende 2000 stark zulegen. Die ISDN-Kanäle zeigen weiterhin eine deutliche Steigerung. Im Jahresvergleich konnte die Anzahl der ISDN Kanäle um 4 Millionen auf 19,3 Millionen oder 38 Prozent der gesamten Telefonanschlüsse gesteigert werden. Dabei ist der Hauptwachstumstreiber das Privatkundensegment.

Auch im Bereich Aktiv Plus ist der Wachstumstrend ungebrochen. So konnte die Zahl der Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr um über 4,7 auf 6,8 Millionen gesteigert werden.

Die Zahl der Kunden im T-DSL flat Tarif bei der T-Online International lag zum Ende des ersten Halbjahres bei 335.000. Davon entfielen allein auf das 2. Quartal 2001 knapp 150.000. Auch andere Tarife wie zum Beispiel die zum 1. März 2001 eingeführten Surftime-Tarife zeigten hohe Wachstumsraten.

30.06.0130.06.0031.12.0030.06.01/ 30.06.00
Mio.Mio.Mio.in % f)
Telefonanschlüsse55,053,053,93,8
Deutsche Telekom (Kanäle)50,448,549,43,9
Aktiv Plus Kunden6,82,14,5223,8
T-DSL Verträge1,00,10,6900,0
ISDN-Kanäle19,315,317,326,1
Matav2,92,92,90,0
Slovak Telekom b)1,71,61,66,3
Mobilfunkteilnehmer
Mehrheitsbeteiligungen a)b)43,927,437,960,2
davon: T-D122,113,419,164,9
davon: One 2 One9,46,18,354,1
davon:VoiceStream/Powertel b)6,03,54,871,4
davon: max.mobil.2,11,82,116,7
davon: Westel c)2,11,31,761,5
davon: RadioMobil b)2,21,31,969,2
Anteilige Teilnehmer d)47,228,839,863,9
Gesamt Mobiltelefonkunden e)58,733,946,973,2
T-Online Kunden9,26,37,946,0
davon: T-Online7,65,56,538,2
davon: Club Internet0,70,50,640,0
davon: Ya.com b)0,80,30,7166,7
davon: sonstige0,10,00,1n.m

a) Teilnehmer der vollkonsolidierten Mobilfunkgesellschaften b) Die Gesellschaften waren im 1. Halbjahr 2000 noch nicht vollkonsolidiert, sind aber zur besseren Vergleichbarkeit pro forma dargestellt (VoiceStream/Powertel und RadioMobil auch für das Gesamtjahr 2000) c) Direkt und indirekt durch MATAV gehalten d) Anteilige Teilnehmer der Mobilfunkbeteiligungen entsprechend der Beteiligungshöhe e) Gesamte Teilnehmer der vollkonsolidierten Mobilfunkgesellschaften und gesamte Teilnehmer der übrigen Mobilfunkbeteiligungen f) Prozentzahlen auf Basis gerundeter Zahlen