Eine entsprechende Absichtserklärung wurde heute in Zagreb unterzeichnet Die Deutsche Telekom und die Regierung der Republik Kroatien unterzeichneten heute eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LoI). Danach will die Deutsche Telekom weitere 16 Prozent an HT zu einem Preis von 500 Millionen € erwerben. Damit hätte die Deutsche Telekom nach Abschluss der Verhandlungen mit 51 Prozent den Mehrheitsanteil und könnte HT voll konsolidieren, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom.
Jeffrey A. Hedberg, Vorstand International der Deutschen Telekom, erklärte anlässlich der Unterzeichnung des LoI am Freitag in Zagreb: "Eine starke Präsenz in den Telekommunikationsmärkten Mittel- und Osteuropas durch Mehrheits-Beteiligungen ist ein herausragendes Merkmal der Internationalisierungsstrategie unseres Konzerns. Bei noch niedrigen Penetrationsraten werden diesen Telekommunikationsmärkten für die kommenden Jahre immense Wachstumsraten vorausgesagt. Wir begrüßen es sehr, dass wir eine grundlegende Vereinbarung mit der kroatischen Regierung über die Aufstockung unserer Anteile an der HT treffen konnten. Wir waren und sind ein Partner mit ausgewiesener Expertise für das gesamte Spektrum moderner Telekommunikation. Telekommunikations- und Informationstechnologien und Services gehören zu den Wachstumsmotoren der Volkswirtschaften."
Slavko Linic, Stellvertretender Premierminister, unterstrich, dass die Regierung der Republik Kroatien mit diesem Schritt die Weiterführung des Privatisierungs-Prozesses in Kroatien unterstütze.
Als größter Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen zählt HT zu den führenden Unternehmen des Landes. HT ist der alleinige landesweite Anbieter von Sprachdiensten und verfügt über rund 1,7 Millionen Kunden. Des Weiteren betreibt HT ein analoges und digitales Mobilfunknetz mit rund 500.000 Teilnehmern. HT ist auch der führende Anbieter von Internet- und Datendiensten in Kroatien. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2000 11.000 Mitarbeiter und steigerte seinen Umsatz von 694 Millionen € auf 763 Millionen €. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 83 Millionen € auf 120 Millionen €.