Konzernumsatz (inkl. VoiceStream) um ca. 20 Prozent auf rund 35 Mrd. Euro gestiegen- EBITDA (inkl. VoiceStream) im Mobilfunk von 1,1 Mrd. Euro auf 2,2 Mrd. Euro gegenüber der Vergleichsperiode verdoppelt - Steigerung des bereinigten Konzern EBITDA im zweistelligen Prozentbereich- Konzernüberschuss vor Goodwillabschreibungen und ohne UMTS-Kosten bei 1,6 Mrd. Euro- Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten um 5,8 Mrd. Euro auf 65,2 Mrd. Euro im dritten Quartal- Bis Ende September 1,4 Millionen T-DSL Anschlüsse vermarktet- T-D1 konnte führende Marktposition in Deutschland weiter ausbauen Die Deutsche Telekom AG gibt hiermit eine vorläufige Indikation für das Resultat des Konzerns in den ersten drei Quartalen 2001 bekannt.
Die Deutsche Telekom betont, dass es sich um Ergebnisse auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes handelt. Gegenüber der Publikation der endgültigen Zahlen, die für den 28. November 2001 geplant ist, können sich Abweichungen ergeben.
Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres von 29 Mrd. auf rund 35 Mrd. Euro gesteigert werden. Davon entfielen rund 1,5 Mrd. Euro auf die amerikanische Mobilfunkgesellschaft VoiceStream.
Nach vorläufigen Indikationen zeichnet sich auf Konzernebene eine Steigerung des EBITDA im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem des Vorjahreszeitraums ab und liegt damit im Rahmen der Erwartung.
Das EBITDA im Mobilfunk (inkl. VoiceStream) konnte in den ersten drei Quartalen 2001 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von 1,1 Mrd. Euro auf rund 2,2 Mrd. Euro verdoppelt werden.
Der Konzernüberschuss vor Goodwillabschreibungen und UMTS-Kosten (unter Berücksichtigung des Steuereffektes) lag bei 1,6 Mrd. Euro. Darin enthalten sind der steuerfreie Verkauf der Sprint FON und PCS Anteile (+1,9 Mrd. Euro) und der Verkauf der Kabelgesellschaft Baden-Württemberg (+0,5 Mrd. Euro nach Steuern). Ergebnismindernd wirken sich die kursbedingten Sonderabschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der France Telecom (0,4 Mrd. Euro) aus. Die Goodwillabschreibungen stiegen in den ersten drei Quartalen auf 1,8 Mrd. Euro und sind damit um 125 Prozent höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (0,8 Mrd. Euro). Die UMTS-Kosten beliefen sich unter Berücksichtigung des Steuereffekts in den ersten drei Quartalen 2001 auf 0,9 Mrd. Euro gegenüber 0,4 Mrd. Euro der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Netto-Finanzverbindlichkeiten Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich zum Stichtag 30.09.2001 gegenüber dem Stand am Ende des ersten Halbjahres 2001 erwartungsgemäß um 5,8 Mrd. Euro verringert. Dies resultiert im wesentlichen aus dem Verkauf der Sprint PCS Anteile mit 1,6 Mrd. Euro, dem Verkauf der Kabelgesellschaft Baden-Württemberg in Höhe von 0,9 Mrd. Euro (beide Cash-Effekt), dem Mittelzufluss für den Restkaufpreis Wind mit 2,3 Mrd. Euro sowie aus Währungsschwankungen. Bereinigt man den Einfluss aus der Neukonsolidierung von VoiceStream (8,3 Mrd. Euro Netto-Finanzverbindlichkeiten und 4,9 Mrd. Euro Barkomponente) bedeutet dies auch eine Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten um 3,4 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert (30.9.00) von 55,4 Mrd. Euro.
Der Schuldenabbau bei der Deutschen Telekom wird weiter fortgesetzt. In den nächsten Monaten ist mit dem Verkauf weiterer Non-Core-Assets und dem Mittelzufluss aus anderen Finanzierungstätigkeiten (Asset Backed Securities) zu rechnen.
| In Mrd. Euro | 30.09.01 | 30.06.01 | Veränderung |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 65,2 | 71,0 | -5,8 Mrd. |
Kundenentwicklung in ausgewählten Diensten Mit rund 62 Mio. Kunden in den Mobilfunkbeteiligungen konnte die Deutsche Telekom ihre Position als einer der weltweit führenden Mobilfunkbetreiber weiter ausbauen. Besonders erfreulich gestaltete sich die Entwicklung auf dem deutschen und britischen Mobilfunkmarkt. In beiden Märkten waren die Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom mit jeweils rund 0,5 Millionen Netto-Neukunden Spitzenreiter beim Teilnehmerzuwachs im dritten Quartal. Damit konnte T-D1 die Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen. Die Strategie der Deutschen Telekom, sich verstärkt auf das Vertragskundensegment zu konzentrieren, konnte weiterhin erfolgreich umgesetzt werden. In Deutschland stellten die Vertragskunden 61 Prozent der rund 0,5 Millionen Netto-Neukunden.
In den Vereinigten Staaten war VoiceStream besonders erfolgreich bei der Akquisition von Vertragskunden. Sie machten 99 Prozent der knapp 0,4 Millionen Netto-Neukunden im dritten Quartal aus.
Weiter auf Wachstumskurs befindet sich das T-DSL-Geschäft der Deutschen Telekom. Mit einer Steigerung von rund 133 Prozent auf 1,4 Millionen konnte die Deutsche Telekom bei den vermarkteten T-DSL Anschlüssen allein gegenüber dem Jahresende 2000 stark zulegen.
Auch im dritten Quartal 2001 konnte die T-Online International AG die Anzahl ihrer Kunden weiter deutlich steigern und damit rund 9,8 Mio. Access Kunden vorweisen. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2000 sind das ca. 1,9 Mio. Teilnehmer mehr. Die Zahl der T-DSL Flatrate-Kunden lag zum Ende des dritten Quartals bei 578.000.
| 30.09.00 | 31.12.00 | 30.09.01 | 30.09.01/ 30.09.00 | |
| Mio. | Mio. | Mio. | in % 6 | |
| Telefonanschlüsse (mit ISDN Kanälen) | 53,4 | 53,9 | 55,0 | 3,0 |
| Telekom | 48,9 | 49,4 | 50,5 | 3,3 |
| Aktiv Plus Kunden | 2,8 | 4,5 | 7,5 | 167,9 |
| T-DSL Verträge | 0,2 | 0,6 | 1,4 | 600,0 |
| ISDN-Kanäle | 16,2 | 17,3 | 19,8 | 22,2 |
| MATÁV | 2,9 | 2,9 | 2,9 | 0,0 |
| Slovak Telekom 2 ) | 1,6 | 1,6 | 1,6 | n.a |
| Mobilfunkteilnehmer | ||||
| Mehrheitsbeteiligungen 1) 2) | 32,1 | 37,9 | 45,6 | 42,1 |
| davon: T-D1 | 16,1 | 19,1 | 22,6 | 40,4 |
| davon: One 2 One | 7,1 | 8,3 | 9,9 | 39,4 |
| davon: VoiceStream/Powertel 2) | 4,1 | 4,8 | 6,3 | 53,7 |
| davon: max.mobil. | 1,9 | 2,1 | 2,1 | 10,5 |
| davon: Westel 3) | 1,4 | 1,7 | 2,2 | 57,1 |
| davon: RadioMobil 2) | 1,5 | 1,9 | 2,5 | 66,7 |
| Anteilige Teilnehmer 4) | 33,6 | 39,8 | 49,3 | 46,7 |
| Gesamtteilnehmer 5) | 39,7 | 46,9 | 62,4 | 57,2 |
| T-Online Kunden | 7,0 | 7,9 | 9,8 | 40,0 |
| davon: T-Online | 6,0 | 6,5 | 8,0 | 33,3 |
| davon: Club Internet | 0,5 | 0,6 | 0,7 | 40,0 |
| davon: Ya.com 2) | 0,4 | 0,7 | 0,9 | 125,0 |
| davon: sonstige | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 100,0 |
1 Teilnehmer der vollkonsolidierten Mobilfunkgesellschaften 2 Die Gesellschaften waren in den ersten neun Monaten 2000 noch nicht vollkonsolidiert, sind aber zur besseren Vergleichbarkeit pro forma dargestellt (VoiceStream und RadioMobil auch für das Gesamtjahr 2000) 3 Direkt und indirekt durch MATÁV gehalten 4 Anteilige Teilnehmer der Mobilfunkbeteiligungen entsprechend der Beteiligungshöhe 5 Gesamte Teilnehmer der vollkonsolidierten Mobilfunkgesellschaften und gesamte Teilnehmer der übrigen Mobilfunkbeteiligungen 6 Prozentwerte auf Basis gerundeter Zahlen