Umsatz nach neun Monaten um 20 Prozent auf 35,0 Milliarden Euro erhöht - Operativer Cash-Flow steigt um ein Fünftel auf 10,4 Milliarden Euro - Konzern-Ergebnis nach Steuern bei minus 1 Milliarde Euro - Finanzverbindlichkeiten im dritten Quartal um 5,8 Milliarden Euro auf 65,2 Milliarden Euro reduziert - Hohes Wachstum bei T-DSL und ISDN sowie Mobilfunk- und Online-Teilnehmern Die Deutsche Telekom hat den Konzern-Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 19,7 Prozent auf 35,0 Milliarden Euro gesteigert. Dazu hat das Auslandsgeschäft mit einem Anstieg um 68,3 Prozent gegenüber der Vergleichszeit auf 8,9 Milliarden Euro überproportional stark beigetragen. In dieser kräftigen Ausweitung des Auslandsumsatzes zeigt sich der Erfolg der Strategie, die Geschäftsbasis zu internationalisieren und damit weitere Wachstumspotentiale für die Zukunft zu erschließen. Aber auch im Inland konnten die Umsätze um 9 Prozent auf 26,1 Milliarden Euro gesteigert werden; damit weist die Deutsche Telekom ein im Vergleich zur übrigen Wirtschaft erheblich stärkeres Wachstum auf. Allein im dritten Quartal 2001 stieg der Gesamt-Umsatz um rund ein Viertel auf 12,5 Milliarden Euro.
Zum Konzernumsatz trugen die T-Com 41 Prozent, die T-Systems 24 Prozent, T-Mobile International 26 Prozent, T-Online International 3 Prozent und der Bereich Sonstige 6 Prozent bei. Der Anstieg des Konzernumsatzes ohne die amerikanische VoiceStream (einschließlich Powertel) betrug rund 15 Prozent in den ersten neun Monaten 2001. Auf VoiceStream entfielen rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz.
Das um Sondereffekte bereinigte und damit vergleichbare EBITDA stieg um rund 15 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Die Steigerung des EBITDA wurde insbesondere durch die starke positive Entwicklung im Mobilfunk hervorgerufen. Hier konnte das bereinigte EBITDA auf 2,2 Milliarden Euro gegenüber einem Wert von 0,95 Milliarden Euro in der Vergleichszeit mehr als verdoppelt werden. Der Anstieg des bereinigten EBITDA des Konzerns lag im dritten Quartal 2001 im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres mit gut 20 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro noch einmal höher als im Vergleich der Neunmonatszahlen.
Das Konzern-Ergebnis nach Steuern betrug in den ersten neun Monaten 2001 rund minus 1,0 Milliarden Euro gegenüber 8,4 Milliarden Euro im Vorjahresvergleich. In diesem Wert für 2001 sind Goodwill-Abschreibungen von 1,8 Milliarden Euro enthalten sowie Kosten der UMTS-Lizenzen von 0,9 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren errechnet sich ein vergleichbares Ergebnis nach Steuern von 1,7 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2001 gegenüber 9,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Der operative Cash-Flow des Konzerns konnte in den ersten neun Monaten 2001 um 20 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2001 mit 7,16 Milliarden Euro um 187 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Damit konnte der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit trotz deutlich erhöhter Netto-Zinszahlungen weiter gesteigert und den Anstieg der Zinszahlungen überkompensiert werden.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Umsatz | 34.993 | 29.222 | 12.525 | 10.009 |
| davon Inland | 26.066 | 23.917 | 8.771 | 8.109 |
| davon Ausland | 8.927 | 5.305 | 3.754 | 1.900 |
| EBITDA (bereinigt) | 11.327 | 9.856 | 4.088 | 3.389 |
| Kumulierte Sondereinflüsse | 7.877 | |||
| Konzern-Ergebnis nach Steuern | -1.004 | 8.445 | -627 | 4.113 |
| Kumulierte Sondereinflüsse (einschließlich Steuereffekten) | 1.842 | 8965 | 886 | 4.462 |
| Operativer Cash-Flow | 10.374 | 8.670 | 3.581 | 3.426 |
| Cash earnings *) | 6.566 | 6.467 |
*) Definiert als Konzern-Überschuss (bereinigt) zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Sondereinflüsse in den ersten drei Quartalen 2001, EBITDA-wirksam: Kabel Baden-Württemberg (908 Mio. Euro), Sprint PCS und Sprint FON (1845 Mio. Euro). Nicht EBITDA wirksam aber mit Effekt auf das Ergebnis vor Steuern: Wertberichtigungen im Finanzanlagevermögen (-841 Mio. Euro)
Sondereinflüsse in den ersten drei Quartalen 2000, EBITDA-wirksam: Global One (2864 Mio. Euro), Börsengang T-Online (2657 Mio. Euro), Kabel Nordrhein-Westfalen und Hessen
(2964 Mio. Euro), Dilution-Effekt comdirect bank und MTS (218 Mio. Euro), Zuführung zu Rückstellungen und Anlagenabgänge (-826 Mio. Euro). Nicht EBITDA-wirksam aber mit Effekt auf das Ergebnis vor Steuern: Wind (2328 Mio. Euro), Sonderabschreibungen Kupferkabel (-971 Mio. Euro).
Netto-Finanzverbindlichkeiten deutlich reduziert Weiter verringern konnte die Deutsche Telekom die Netto-Verbindlichkeiten. Allein im dritten Quartal 2001 sanken die Nettoverbindlichkeiten um rund 5,8
Milliarden Euro auf 65,2 Milliarden Euro. Diese Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile an Sprint PCS (1,6 Milliarden Euro), dem Verkauf der Kabel-Gesellschaft Baden-Württemberg (0,9 Milliarden Euro) und dem Restkaufpreis für die Beteiligung an der italienischen Wind (2,33 Milliarden Euro).
| In Milliarden Euro | 30.09.2001 | 30.06.2001 | 30.09.2000 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 65,2 | 71,0 | 55,4 |
Hohe Nachfrage nach T-DSL in der T-COM In der Säule T-Com setzte sich die starke Nachfrage nach T-DSL-Anschlüssen weiter fort. Zum 30. September 2001 waren rund 1,4 Millionen breitbandige Anschlüsse vermarktet, das entspricht einer Steigerung um über 130 Prozent gegenüber dem Stand vom Jahresende 2000 von rund 0,6 Millionen. Die Zahl der installierten Anschlüsse konnte gegenüber dem Jahresende 2000 mit 1,1 Millionen mehr als versiebenfacht werden. Auch die Zahl der ISDN-Kanäle stieg weiter deutlich an um rund 22 Prozent auf 19,8 Millionen gegenüber dem 30. September des Vorjahres.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Gesamt-Umsatz | 19.605 | 20.422 | 6.543 | 6.907 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.601 | 3.929 | 1.168 | 3.137 |
| EBITDA (bereinigt) | 5.934 | 6.278 | 1.992 | 2.213 |
Im Vergleich zu den drei Quartalen des Vorjahres ergibt sich ein leichter Umsatzrückgang, der mit rund 0,2 Milliarden Euro auf den Wegfall der Umsätze der dekonsolidierten Kabel-TV-Gesellschaften entfällt. Dagegen spiegelte sich die starke Nachfrage nach T-DSL und T-ISDN in um rund 0,3 Milliarden Euro erhöhten Anschlussentgelten wider.
Das EBITDA des laufenden Jahres ist um den Verkauf der Kabelregionalgesellschaft Baden-Württemberg (0,9 Milliarden Euro) bereinigt, während im Vorjahr die Veräußerungen der beiden Regionalgesellschaften Nordrhein-Westfalen und Hessen mit 2,96 Milliarden Euro zum EBITDA beigetragen hatten. Der Rückgang des bereinigten EBITDA ist zum Teil auf das weggefallene EBITDA der im Jahr 2000 veräusserten Kabelregionen von rund 0,1 Milliarden Euro zurückzuführen.
T-Systems verbessert EBITDA-Marge
Der Umsatzanstieg der Säule T-Systems um rund 42 Prozent resultiert vor allem aus der erstmaligen Einbeziehung der debis Systemhaus-Gruppe in den Konsolidierungskreis. Daneben wirkte sich das Geschäft mit nationalen Carriern und Systemlösungen für Großkunden positiv aus.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Gesamt-Umsatz | 10.081 | 7.086 | 3.364 | 2.493 |
| Ergebnis vor Steuern | -197 | 2.943 | 93 | -74 |
| EBITDA (bereinigt) | 779 | 567 | 425 | 104 |
Das vergleichbare, um den Effekt aus der Veräusserung der Beteiligung an Global One (2,86 Milliarden Euro) bereinigte EBITDA stieg um rund 37 Prozent auf 779 Millionen Euro. Damit konnte die EBITDA-Marge über die ersten drei Quartale kontinuierlich auf 7,7 Prozent gesteigert werden.
Weiter starkes Wachstum bei T-Mobile T-Mobile hat im dritten Quartal 2001 weiter ein starkes Wachstum der Teilnehmerzahl verzeichnet: Allein im dritten Quartal 2001 konnte die Gesamtteilnehmerzahl im Mobilfunkbereich der Deutschen Telekom um 3,7 Millionen gesteigert werden, so dass die Zahl aller Mobilfunk-Teilnehmer der Deutschen Telekom auf 62,4 Millionen stieg. T-D1 konnte seine marktführende Position in Deutschland mit 22,6 Millionen Kunden weiter ausbauen; das gilt ebenso bezogen auf die Vertragskunden, die im dritten Quartal rund 60 Prozent aller Neukunden ausmachten.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Gesamt-Umsatz | 10.166 | 7.265 | 4.193 | 2.708 |
| Ergebnis vor Steuern | -3.215 | -1.236 | -1.601 | -363 |
| EBITDA (bereinigt) | 2.182 | 951 | 807 | 354 |
Neben Umsatzzuwächsen aus den Erstkonsolidierungen von VoiceStream (einschließlich Powertel) mit 1,5 Milliarden Euro seit dem 1. Juni und Radiomobil seit dem 1. April (0,3 Milliarden Euro) wirkte sich das deutliche Teilnehmerwachstum bei T-D1 und One2One positiv auf die Umsätze aus.
In der kräftigen Verbesserung des EBITDA schlug sich vor allem die Reduzierung der Kundegewinnungskosten im Prepay-Segment nieder. In nahezu allen vollkonsolidierten Mobilfunkunternehmen konnte eine deutliche Margenverbesserung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Der Grund in der Verringerung des Ergebnisse vor Steuern liegt im Wesentlichen in höheren Zinsaufwendungen als Folge gestiegener Investitionen sowie den Goodwill-Abschreibungen für VoiceStream und Powertel (0,5 Milliarden Euro) und den gestiegenen UMTS-Abschreibungen (0,5 Milliarden Euro).
T-Online stark im Portal-Geschäft
Im T-Online-Konzern setzte sich der starke Kundenzuwachs weiter fort: Im dritten Quartal stieg die Zahl der Teilnehmer europaweit um 576000 auf 9,8 Millionen.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Gesamt-Umsatz | 1.042 | 783 | 335 | 254 |
| Ergebnis vor Steuern | -103 | 2.704 | -24 | 94 |
| EBITDA (bereinigt) | -67 | 54 | -15 | -12 |
Die Säule T-Online (einschließlich DeTeMedien) verzeichnete einen Umsatzanstieg um 33 Prozent, im Konzern der T-Online International lag die Steigerung bei 49 Prozent auf 809 Millionen Euro. Dabei stiegen die Portal-Umsätze trotz eines schwierigen Marktumfeldes in den ersten neun Monaten 2001 um 77 Prozent gegenüber der Vergleichszeit auf 108 Millionen Euro an.
Das hohe EBITDA der ersten drei Quartale 2000 resultierte vor allem aus den Erträgen im Zusammenhang mit dem Börsengang der T-Online sowie der Kapitalerhöhung der comdirect bank (insgesamt 2,76 Milliarden Euro).
Im Bereich Sonstige stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2001 um
8,5 Prozent von 5,1 auf 5,6 Milliarden Euro. Dazu trugen neben höheren Um-sätzen im Bereich Mobilfunk der ungarischen Matav im Wesentlichen die in der Vergleichszeit noch nicht konsolidierten Gesellschaften Maktel (über Matav) und Slovenske Telekommunikacie bei.
| In Mill. Euro | Q1-Q3 2001 | Q1-Q3 2000 | Q3 2001 | Q3 2000 |
| Gesamt-Umsatz | 5.557 | 5.122 | 1.934 | 1.761 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.324 | 1.382 | 464 | 2.049 |
| EBITDA (bereinigt) | 2.411 | 1.985 | 857 | 696 |
Im EBITDA beider Zeiträume haben sich in erheblichem Umfang Sondereinflüsse niedergeschlagen. In den ersten drei Quartalen 2000 waren dies die Verluste aus Anlagenabgängen sowie erhöhte Zuführungen zu Rückstellungen (insgesamt
0,8 Milliarden Euro), in den ersten neun Monaten 2001 dagegen die ergebnis-wirksamen Erträge aus dem Verkauf der Beteiligungen an Sprint PCS und FON von 1,85 Milliarden Euro. Im Ergebnis vor Steuern hat sich im dritten Quartal 2000 daneben der Verkauf der Wind-Anteile mit 2,33 Milliarden Euro ausgewirkt.
Ausblick Für das Gesamtjahr 2001 erwartet die Deutsche Telekom eine Steigerung des Konzernumsatzes um mehr als 15 Prozent. Angestrebt wird eine bereinigte EBITDA-Marge um 30 Prozent. Dazu soll die erwartete Verdoppelung des EBITDA im Mobilfunk einen wesentlichen Beitrag leisten. Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns wird voraussichtlich nicht positiv sein. Die Dividendenfähigkeit der Deutschen Telekom AG ist davon jedoch nicht beeinflusst.